Egal, ob Glas, Edelstahl oder Kunststoff: Wasserkocher sind in den meisten deutschen Haushalten zu finden. Wasser, für einen Tee, einen Instant-Nudeltopf oder auch zum Abkochen von Babyartikeln wird schnell und effizient erhitzt. Wenn du auf der Suche nach dem besten Wasserkocher bist, haben wir wertvolle Tipps und Tricks für dich zusammengefasst.

In unserem großen Wasserkocher Test 2019 präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Wasserkocher. Du erfährst, worauf du beim Kauf achten solltest und vieles mehr. Mithilfe unserer Kaufkriterien wollen wir dir zusätzlich helfen, den für dich perfekten Wasserkocher zu finden.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Wasserkocher ermöglichen es dir, Wasser sehr viel energieeffizienter und schneller auf Siedetemperatur zu erhitzen als im Kochtopf oder in der Mikrowelle.
  • Es gibt Wasserkocher mit freiliegendem oder verdecktem Heizelement.
  • Wasserkocher unterscheiden sich vor allem im Design, in ihrer Leistung und den technischen Extras. Diese können von dir nach persönlicher Präferenz ausgewählt werden.

Wasserkocher Test: Favoriten der Redaktion

Der beste Edelstahl Glaswasserkocher

Beim Arendo Edelstahl Glaswasserkocher handelt es sich um ein Modell, das nicht nur durch seine Optik punktet. Vor allem die Sicherheit, die Hochwertigkeit und der niedrige Preis sprechen für dieses Produkt.

Das zeigt sich auch in den vielen positiven Kundenbewertungen. Das Fassungsvermögen beläuft sich auf 1,7 Liter. Das ist optimal für Haushalte oder Büros mit mehreren Mitarbeitern.

Auch die Leistung von 2.200 Watt ist typisch für Glaswasserkocher dieser Art. Die Farben Silber und Schwarz sowie die blaue LED-Beleuchtung machen gemeinsam mit der Transparenz des Glases einen wertigen Eindruck.

Hinzu kommen Abschaltautomatik, Sicherheitsdeckel, Trockengeh- und Überhitzungsschutz sowie eine um 360 Grad drehbare Kontaktstation und ein herausnehmbarer Kalkfilter. Es fehlt lediglich eine Temperaturvorwahl.

Der beste manuell einstellbare Wasserkocher

Der CARRERA Wasserkocher N°551 ist ein Wasserkocher, der nicht nur über einen Ein- und Ausschalter verfügt, sondern über mehrere Einstellungsmöglichkeiten. So können verschiedene Temperaturen für unterschiedliche Teesorten eingestellt werden.

Dank der Leistung von 2200 Watt wird das Wasser sehr schnell zum Kochen gebracht. Das Edelstahlgehäuse sorgt für einen natürlichen und unverfälschten Geschmack.

Der beste Wasserkocher zum schnellen Erhitzen

Der Braun Multiquick 5 WK 500 Aquaexpress mit automatischem Abschaltmechanismus und Permanentfilter ist ebenfalls ein Wasserkocher mit verdecktem Heizelement.In seinen Funktionen unterscheidet er sich kaum von seinen Konkurrenten.

Wasser kochen soll simpel sein. Deshalb verzichtet der Hersteller hier auf unnötigen Schnickschnack und setzt seinen Fokus auf Qualität und Leistung.

Mit 3.000 Watt gehört der Wasserkocher mit Kunststoff-Gehäuse zu den Spitzengeräten und schafft es, 200 ml Wasser innerhalb von 35 Sekunden zu erwärmen. Bis zu 1,6 Liter passen in den Braun Multiquick 5 WK 500 Aquaexpress, der dann allerdings recht schwer ist.

Das Gehäuse steht auf einem 360 Grad drehbaren Sockel und hat auf beiden Seiten eine Wasserstandsanzeige.

Der beste Wasserkocher für Babys

Der 3908 Baby Wasserkocher von Reer ist ein optisch eher unauffälliger Wasserkocher aus gebürstetem Edelstahl und schwarzem Kunststoff. Er bietet kaum Extras – und genau darin liegt seine Stärke. Er ist ideal für Leute, die sehr viel auf Reisen sind und dabei nicht auf einen Wasserkocher verzichten wollen.

Kaum ein Wasserkocher ist so platzsparend wie dieser. Mit Maßen von 17,8 x 16,8 x 11,4 cm und einem Gewicht von 721 g gehört er zu den “Babys” unter den Wasserkochern. Dafür fasst er aber auch nur 500 ml.

Der glatte Heizboden des Reer 3908 Baby Wasserkochers verhindert Kalkablagerungen an der Heizspirale. Dadurch ist die Reinigung sehr einfach und unkompliziert. Durch die verwendeten Materialien ist das Gerät sehr stabil und übersteht jede Reise problemlos.

Zu bemängeln ist vielleicht die Zubereitungsdauer, denn mit einer Leistung von nur 1.000 Watt braucht der Wasserkocher um einiges länger als seine großen Konkurrenten – um die drei bis vier Minuten für 500 ml. Zudem fehlt eine Wasserstandanzeige.

Der beste Wasserkocher auf Reisen

Der Severin WK 3644 ist der perfekt, wenn du einen Wasserkocher für Reisen suchst, der klein ist und über alle wichtigen Funktionen verfügt. Mit seinem Fassungsvermögen von 500 ml eignet er sich für den Urlaub ebenso wie fürs gelegentliche Teetrinken im Büro.

Die Leistung von 650 Watt ist natürlich recht gering und ermöglicht es dir, einen halben Liter Wasser in fünf Minuten zu erhitzen. Dafür kostet der Wasserkocher auch weniger als 20 Euro.

Dafür bekommst du ein Gerät, das leicht und kompakt ist. Kunststoff und Aluminium sorgen für ein geringes Gewicht von unter 600 g. Zusätzlich verfügt der Severin WK 3644 über die beiden Sicherheitselemente Abschaltautomatik und Überhitzungs- bzw. Trockengehschutz. Auch ein Ein- und Ausschaltknopf sowie eine Kontrollleuchte sind vorhanden.

Es gibt sogar eine Wasserstandsanzeige mit Markierungen in Schritten von 100 ml. Dank verdeckter Heizelemente ist der Wasserkocher leicht zu reinigen. Er kann zudem auf eine Spannung von 110 bis 120 Volt umgeschaltet werden.

Der beste LED beleuchtete Wasserkocher

Der kabellose WMF BUENO Wasserkocher mit Trockenlauf- und Überhitzungsschutz ist gekennzeichnet durch den für die Marke typischen Edelstahl Look und unterscheidet sich dementsprechend kaum von anderen Wasserkochern dieses Herstellers.

Die Form des Gehäuses aus gebürstetem Edelstahl erinnert an ein Ei, in Sachen Stabilität ist das Gerät dadurch sehr robust. Das optische Highlight ist die mit LEDs beleuchtete Wasserstandanzeige unter dem Griff.

Mit einer Leistung von 2.400 Watt erreicht der WMF BUENO Wasserkocher Spitzengeschwindigkeiten und kann die maximale Wassermenge von 1,7 Litern in nur kurzer Zeit auf Siedetemperatur bringen. Wie bei allen Edelstahlkochern üblich erwärmt sich das Gehäuse dabei.

Der Deckel lässt sich bis zu 90 Grad öffnen, was die Reinigung erleichtert. Die Heizspirale suchst du im Inneren vergeblich, denn sie ist im Boden integriert. Hier befindet sich auch die Kabelaufwicklung.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du einen Wasserkocher kaufst

Wie funktioniert ein Wasserkocher?

Typische Wasserkocher bestehen grundsätzlich aus folgenden Elementen:

  • Sockel
  • Behälter (aus Glas, Kunststoff oder Edelstahl)
  • Heizelement

Moderne Wasserkocher besitzen in der Regel einen vom Behälter getrennten Sockel, der das Gerät mit Strom versorgt. Die Energie wird vom Heizelement genutzt, um das Wasser zu erhitzen.

Je nach Aufbau erfolgt das Erhitzen über eine Heizwendel oder wie es bei neueren Modellen der Fall ist, über eine beheizbare Bodenplatte.

Über einen Knopf wird das Gerät angeschaltet und über sogenannte Temperaturfühler automatisch wieder abgeschaltet, sobald das Wasser seine Siedetemperatur erreicht hat.

Wasserkocher mit einem Sockel werden in der Produktbeschreibung als „kabellos“ bezeichnet. Das bedeutet nicht, dass man das Netzkabel nicht anstecken muss, sondern dass sich das Kabel im Sockel befindet und nicht am Wasserkocher selbst.

Preislich teurere Wasserkocher besitzen zusätzliche Features wie einen Temperaturregler, mit dem das Wasser auf eine bestimmte Temperatur gebracht und ggf. auch auf dieser Temperatur gehalten wird. Permanentfilter am Ausguss verhindern, dass Kalk oder andere Rückstände in das Umfüllgefäß gelangen.

Worauf sollte ich beim Kauf eines Wasserkochers achten?

Beim Kauf eines geeigneten Wasserkochers solltest du dich nicht von den vielen Farben und ausgefallenen Designs ablenken lassen. Selbst wenn leuchtende LEDs und das Supersonderangebot den Kauf anscheinend unverzichtbar machen, solltest du folgende Kriterien in deine Kaufentscheidung einfließen lassen:

  • Leistung: Mit Leistung bezeichnen wir hier den Energieumsatz. Sie beträgt je nach Gerät zwischen 1.000 und 3000 Watt. Es gilt: Je höher die Leistung, desto schneller kann der Wasserkocher dein Wasser zum Kochen bringen.
  • Material: Bei Edelstahl solltest du beachten, dass sich das Gehäuse auch erhitzt und Verbrennungsgefahr besteht. Bei Kunststoff und Glas bestehen in der Regel keine Bedenken. Darüber hinaus sind Edelstahlkocher relativ schwer und du siehst jeden Fingerabdruck.
  • Füllmenge: Natürlich spielt auch die maximale Füllmenge eine Rolle. Diese reicht von 0,3 Litern bei Mini Wasserkocher bis zu 2 Liter.
  • Gütesiegel: Du solltest beim Kauf sicherstellen, dass das Gerät vom TÜV geprüft und zertifiziert wurde. Dann ist der Wasserkocher bpa -frei und es werden keine Weichmacher bei der Nutzung an das Wasser abgegeben.
  • Preis: Natürlich steht der Preis im Verhältnis zur angebotenen Leistung, die das Gerät erbringt. Auch die Zusatzfunktionen beeinflussen die Kosten für die Anschaffung eines Wasserkochers.

Dein Wasserkocher sollte grundlegende Eigenschaften mitbringen. Dazu gehören ein Permanentfilter und ein automatischer Abschaltmechanismus.

Alle zusätzlichen Funktionen am Wasserkocher solltest du nach deinen persönlichen Präferenzen auswählen und in deine Entscheidung miteinbeziehen.

Worin liegen die Vorteile eines Wasserkochers gegenüber Kochtopf und Mikrowelle?

Wasser zum Kochen zu bringen gehört wahrscheinlich zu den einfachsten Aufgaben im Alltag. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten, etwa einen Kochtopf oder die Mikrowelle. Der Mehrwert eines Wasserkochers ergibt sich aus Faktoren wie Energieeffizienz, Geschwindigkeit und Handlichkeit.

Unabhängig vom individuellen Energieverbrauch zwischen verschiedenen Wasserkochern ist das Erhitzen von Wasser im Wasserkocher energetisch sparsamer als im Topf auf dem Herd. Gründe dafür sind:

  • Der Wasserkocher schaltet sich automatisch ab, sobald das Wasser kocht.
  • Er verbraucht weniger Strom als beim Erwärmen auf dem Herd.
  • Die Wärmeverluste im Wasserkocher sind minimal, vor allem beim Erhitzen von geringen Mengen.

Folglich kocht das Wasser bedeutsam schneller. Ein Nachteil von Wasserkochern ist, dass man damit lieber keine anderen Flüssigkeiten wie Milch erwärmen sollte, weil die Gefahr besteht, dass diese anbrennen. Im Topf ist die Wahrscheinlichkeit dafür zwar geringer, aber trotz allem gegeben.

In der Mikrowelle ist das Erhitzen von Wasser zwar auch möglich. Um allerdings sicherzugehen, dass die Gefahr des Siedeverzugs möglichst gering bleibt, sollte das Wasser in einem mikrowellenfesten Behälter in kurzen Zeitintervallen zum Kochen gebracht werden.

Stiftung WarentestVerbrauchermagazin

Elektrische Wasserkocher sind sehr sparsam. Sie erhitzen einen Liter Wasser in rund drei Minuten und verbrauchen dabei etwa 100 Wattstunden Strom. Somit sind sie wesentlich sparsamer als Wasserkessel und Mikrowellen.

(Quelle: test.de)

In der Regel benötigt man für ein zufriedenstellendes Ergebnis mehr als drei Minuten und hat den Nebeneffekt des Erwärmens des Behälters.

Das ist hinsichtlich Geschwindigkeit, Handlichkeit und Energieeffizienz nicht mit einem Wasserkocher zu vergleichen. Dieser benötigt in der Regel weniger als eine Minute für dasselbe Ergebnis.

Das Erhitzen von Wasser mit einem Wasserkocher ist besonders energieeffizient.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Mehrkosten, die durch den Kauf eines Heißwasserbereiters entstehen durch die effizientere Energienutzung, eine bessere Handhabung und letztendlich auch den  deutlich geringeren Zeitaufwand amortisiert werden.

Was kostet ein Heißwasserbereiter?

Der Preis eines Wasserkochers ist stark abhängig von der Leistung, dem Fassungsvermögen und der Zusatzausstattung – folglich variiert er sehr stark.

Wir haben in einer großen Preisstudie insgesamt 105 Produkte aus der Kategorie Wasserkocher untersucht, um dir einen Überblick zu verschaffen. Die Ergebnisse kannst du hier in unserem Graph betrachten. Finde in unserem Ratgeber heraus, ob eher ein Produkt der höheren oder niedrigeren Preisklasse für dich geeignet ist. (Quelle: Eigene Darstellung)

Günstige Modelle gibt es bereits ab 10 Euro, die sehr teureren Varianten können sogar im dreistelligen Bereich liegen.

Gute Wasserkocher – wobei „gut“ auf die Note in Testberichten bezogen ist – gibt es bereits ab 20 Euro. Diese bringen bereits alle Standardeigenschaften mit, die ein Wasserkocher besitzen sollte. Sie sind ohne Frage eine Anschaffung wert – selbst für diejenigen, die eher selten Wasser kochen.

Während Wasserkocher mit freiliegenden Heizelementen meist schneller verkalken, sind Wasserkocher mit verdeckten Heizelementen lauter und in den meisten Fällen auch etwas teurer.

Ob du dir einen Heißwasserbereiter der höheren Preisklasse gönnen willst, musst du selbst entscheiden.

Denn was letztendlich den Unterschied im Preis ausmacht, ist weniger das Endergebnis, sondern die Vereinfachung des Prozesses und die Erweiterung der Möglichkeiten, zum Beispiel durch einen Temperaturregler.

Modell des Wasserkochers Preis
Günstige Modelle Ab 10 Euro
Durchschnittliche Modelle Ab 20 Euro
Tee- oder Pfeifkessel Ab 20 Euro
Sehr gute Qualität Bis 50 Euro

Wo kann ich einen Wasserkocher kaufen?

Wasserkocher gibt es im Elektronik-Fachhandel und immer wieder mal im Rahmen von Aktionen beim Discounter. Auch im Internet herrscht ein großes Angebot an Wasserkochern und die Preise sind oft niedriger als im stationären Handel.

foco

Wusstest du, dass Wasserkocher ein rentables Geschäft darstelllen?

Im Jahr 2008 konnte in Deutschland durch den Verkauf von Wasserkochern ein Umsatz von rund 110 Millionen Euro erzielt werden.

In den folgenden Onlineshops findest du sicher den passenden Wasserkocher:

  • Amazon.de
  • Ebay.de
  • Mediamarkt.de
  • Saturn.de
  • Real.de
  • Lidl.de
  • Otto.de

Kann ein Wasserkocher auch für Babynahrung genutzt werden?

Das Abkochen von Wasser stellt einen integralen Bestandteil im Alltag von Eltern dar, denn das Wohl des Kindes steht an erster Stelle. Da dieser Vorgang am besten so schnell wie möglich vonstattengehen sollte, stellt der Wasserkocher eine gute Lösung für dieses Problem dar.

Einige Wasserkocher besitzen einen Temperaturregler. Diese Kontrollfunktion erweist sich besonders bei der Zubereitung von Babynahrung als sehr praktisch. (Foto: kboyd / pixabay.com)

Beim Abkochen von Wasser für Babynahrung sollte lediglich darauf geachtet werden, dass der Wasserbereiter sauber ist, um die Infektionsgefahr zu reduzieren.

Falls ein Temperaturregler integriert ist, lässt sich das Wasser sogar auf für das Baby optimale 37 Grad erwärmen. Darüber hinaus ist der Aufwand im Vergleich zum Kochtopf geringer.

Entscheidung: Welche Arten von Wasserkocher gibt es und welche ist die richtige für dich?

In der Regel unterscheidet man bei Wasserkochern zwischen Geräten mit

  • freiliegendem und
  • verdecktem Heizelement

Beide Alternativen erfüllen ihre Aufgaben zweckgemäß. In diesem Sinne können natürlich auch folgende Heißwasserbereiter als Alternative zum Wasserkocher eingesetzt werden:

  • Teekessel / Pfeifkessel
  • Tauchsieder

Jedes dieser Küchengeräte kann von dir dazu genutzt werden, Wasser zum Kochen zu bringen. Allerdings unterscheiden sie sich in verschiedenen Gesichtspunkten, was jeweils Vor- und Nachteile mit sich bringt.

Im folgenden Abschnitt wollen wir versuchen dir offenzulegen, ob es sich für dich lohnt, eines der neuen elektrischen Küchengeräte anzuschaffen. Dafür wägen wir die verschiedenen Arten von Heißwasserbereitern mit ihren Vor- und Nachteilen ab und gehen kurz auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten ein.

Was zeichnet einen Wasserkocher mit verdecktem Heizelement aus und was sind die Vor- und Nachteile?

Den klassischen Wasserkocher wirst du wahrscheinlich schon kennen. Kennzeichnend ist der meist kannenförmige Behälter, der in der Regel aus Glas, Edelstahl oder Kunststoff besteht. Darin können selbst kleine Mengen Wasser schnell und effizient erhitzt werden.

Vorteile
  • Automatischer Abschaltmechanismus
  • Schnelles Erhitzen
  • Kleine Mengen Wasser können erhitzt werden
  • Leichtes Entkalken möglich
  • Permanentfilter
Nachteile
  • Relativ laut
  • Oft teurer

Kabellos bezeichnet man dabei Wasserkocher, die einen gesonderten Kontaktfuß besitzen, an dem das Kabel angeschlossen ist. Bei dieser Variante führen aufsteigende Siedeblasen, die durch das Erhitzen der Bodenplatte durch das verdeckte Heizelement entstehen, zu einer gewissen Geräuschentwicklung.

Somit ist der Heißwasserbereiter mit verdecktem Heizelement lauter als sein Pendant. Auch bildet sich hier Kalk in Form von Kalkplättchen.

Allerdings können diese ohne den Einsatz von Entkalker durch Ausspülen mit Wasser entfernt werden. Einen Kalkfilter sowie eine automatische Abschaltung besitzen beide Arten von Wasserkocher.

Was zeichnet einen Wasserkocher mit freiliegendem Heizelement aus und was sind die Vor- und Nachteile?

Der Unterschied zwischen den beiden Heizelementen besteht darin, dass beim freiliegenden Heizelement die Heizspirale auf dem Gefäßboden sichtbar ist, d. h. das Wasser hat direkten Kontakt zur Heizspirale.

Dadurch kommt es zu Kalkablagerungen auf der Spirale, die daher immer wieder gereinigt werden sollte.

Vorteile
  • Automatischer Abschaltmechanismus
  • Relativ leise
  • Schnelles Erhitzen
  • Permanentfilter
Nachteile
  • Schnelles Verkalken des Heizelements
  • Geringe Mengen Wasser können nicht erhitzt werden

Nachteil ist, dass kleinere Mengen Wasser nicht erhitzt werden können, da die Heizwendel vollkommen bedeckt sein muss. Allerdings ist diese Form im Gegensatz zum Wasserkocher mit verdecktem Heizelement um einiges leiser.

Wie funktioniert ein Pfeifkessel und worin liegen seine Vor- und Nachteile?

Der Pfeifkessel ist zwar das älteste Modell im Vergleich, trotz allem steht es seinen Konkurrenten in nichts nach. Er ist lediglich etwas unhandlicher, bringt das Wasser aber mindestens genauso schnell zum Kochen wie ein Wasserkocher.

Der Kessel allein erwärmt das Wasser nicht, allerdings ermöglicht die spezifische Bauweise ein möglichst effizientes und schnelles Erhitzen auf dem Herd. Durch den Druckaufbau entweicht Luft über die Dampfpfeife und signalisiert dir durch ein Pfeifen, wenn das Wasser kocht.

Vorteile
  • Schnelles Erhitzen durch Druckaufbau
  • Beliebige Mengen Wasser (bis zur maximalen Füllmenge) können erwärmt werden
  • Retro Design
  • Pfeifton signalisiert, wenn das Wasser kocht
Nachteile
  • Manuelles Ausschalten
  • Externe Wärmequelle (Herd) nötig

Der große Vorteil liegt darin, dass der Wasserdampf nicht entweichen kann. Durch den Druckaufbau wird das Wasser sehr schnell erwärmt. Allerdings musst du den Herd auch selbst ausschalten, sobald der Siedepunkt erreicht ist, wodurch Energie verloren geht.

Wie funktioniert ein Tauchsieder und worin liegen seine Vor- und Nachteile?

Vielleicht wirst du ihn auch kennen, den guten alten Tauchsieder. Auch heute nutzen ihn noch einige Teegenießer, um Wasser schnell zum Kochen zu bringen. In seinem Aussehen hat er sich bis heute kaum verändert und ist in diesem Wettbewerb die handlichste Variante.

Der Tauchsieder ähnelt einem Stab, dessen wärmeisolierender Griff mit einem Kabel verbunden ist. Am anderen Ende befindet sich der Rohrheizkörper, der in das Wasser gehalten wird, um das Wasser zu erhitzen.

Die Netzspannungen reichen dabei von 12 V bei Reisetauchsiedern zu bis zu 2.000 Watt.

Vorteile
  • Beliebige Mengen Wasser können erhitzt werden
  • Schnelles Erhitzen
  • Handlichkeit
Nachteile
  • Stab muss beim Kochen in der Hand gehalten werden
  • Manuelles „Abschalten“ nötig

Die neuesten Tauchsieder gehen sogar einen Schritt weiter und kochen jede beliebige Flüssigkeit mit Induktion. Solche Modelle kosten allerdings über 70 Euro.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Wasserkocher vergleichen und bewerten

Die große Anzahl an verschiedenen Heißwasserbereitern führt oft dazu, dass du als Käufer schnell den Überblick verlierst.

Damit du das für dich geeignete Produkt findest, werden wir im Folgenden verschiedene Kaufkriterien erläutern, mit deren Hilfe du die Produkte in ihren Eigenschaften miteinander vergleichen kannst.

Diese Kaufkriterien umfassen:

  • Fassungsvermögen
  • Gewicht
  • Material
  • Zubereitungsdauer
  • Design
  • Reinigung
  • Extra-Ausstattung und Funktionen

Damit du dir ein genaues Bild über die Kriterien machen kannst, werden wir diese in den folgenden Abschnitten erklären und erläutern, worauf du achten solltest.

Fassungsvermögen

Je nachdem wie viel Wasser du kochen willst, solltest du darauf achten, wie groß das Fassungsvermögen deines Wasserkochers ist. Die Menge reicht von einer Tasse bis zu mehreren Litern.

Klassische Wasserkocher variieren stark in ihrem Fassungsvermögen, übersteigen allerdings nicht die Obergrenze von zwei Litern. Auch bei Pfeifkesseln liegt die Kapazität in dieser Spanne. Zum Kochen von einigen Tassen Wasser für deinen Tee o. ä. ist dies vollkommen ausreichend.

Solltest du aus welchen Gründen auch immer mehr Wasser benötigen, solltest du auf einen Tauchsieder zurückgreifen. Aufgrund seines Aufbaus kannst du mit leistungsstarken Modellen mehrere Liter Wasser zum Kochen bringen.

Gewicht

Für die Handlichkeit spielt das Gewicht eine große Rolle. Vor allem altersschwache Menschen sollten darauf achten, ein leichteres Modell zu wählen, um Missgeschicke beim Umfüllen des Wassers zu vermeiden.

Das Gewicht von Wasserkochern ist abhängig vom Material. Edelstahlgeräte sind hierbei etwas schwerer als seine Alternativen und erreichen schon ohne Inhalt 1,5 bis 2 Kilo. Dieses Gewicht sollte man nicht unterschätzen, vor allem bei einem vollständig befüllten Wasserkocher.

Teekessel sind etwas leichter.

Teekessel sind etwas leichter. Das liegt allerdings daran, dass sie kleiner gebaut sind und dementsprechend weniger wiegen. Tauchsieder sind hier die leichteste Variante mit um die 300 g und damit optimal für Reisen, auf denen man das Gewicht so gering wie möglich halten will.

Material

Beim Material unterscheiden wir bei Wasserkochern zwischen Edelstahl, Kunststoff und Wasserkochern aus Glas. Nicht nur optisch macht das einen Unterschied – es bringt auch verschiedene Eigenschaften mit sich.

Material Eigenschaft
Edelstahl Edelstahl ist etwas schwerer als andere Materialien und nicht wärmeisolierend. Deshalb sollte man vermeiden, die Oberfläche beim Erhitzen zu berühren. Auf der anderen Seite sieht es natürlich optisch sehr ansprechend aus und ist sehr stabil.
Kunststoff Kunststoff ist zwar nicht sehr umweltfreundlich, ermöglicht dem Hersteller allerdings viel Gestaltungsraum im Design zu einem günstigen Preis.
Glas Die spezifische Eigenschaft ermöglicht es dir, dem Wasser beim Kochen zuzuschauen. Glasbehälter sind zwar nicht sehr stabil, allerdings im Zusammenspiel mit modernen LED-Lichtern eine wahre Augenweide.

Zubereitungsdauer

Abhängig von ihrer Leistung unterscheidet sich die Zubereitungsdauer der Heißwasserbereiter. Damit ist die Zeitspanne vom Anschalten des Geräts bis zum Kochen des Wassers gemeint.

Die Zubereitungsdauer variiert je nach Leistung des Wasserkochers. (Bildquelle: unsplash.com/ Kelly Sikkema)

Folgende Faustregel gilt: Je höher die Leistung des Heißwasserbereiters, desto schneller kocht das Wasser. Das macht vor allem bei größeren Mengen Wasser einen Unterschied. Solltest du zu den weniger geduldigen Menschen gehören, kaufe dir einen leistungsstarken Wasserkocher.

Design

Selbstverständlich solltest du auch darauf achten, dass das Design des Wasserkochers stimmt, vor allem weil du das Gerät jeden Tag nutzen willst. Wasserkocher und Pfeifkessel gibt es in allen möglichen Farben und Formen.

Von weiß bis schwarz, von klassisch bis Retro ist für jeden Geschmack etwas vorhanden.

Bei der Wahl eines geeigneten Wasserkochers spielen Verarbeitung, Design und persönliche Vorlieben eine wichtige Rolle.

Bei Tauchsiedern gibt es allerdings kaum Spielräume beim Design. Letztendlich ist er nur darauf ausgelegt, seinen Zweck zu erfüllen.

Reinigung

Bei der Reinigung des Geräts geht es in erster Stelle um das Entkalken des Geräts. Dies stellt bei den meisten Heißwasserbereitern kein größeres Problem dar, sollte beim Kauf aber dennoch beachtet werden. Hier geht es vor allem darum, wie weit sich der Deckel öffnen lässt.

Wasserkocher und Teekessel lassen sich ziemlich leicht durch Entkalker innerhalb einiger Minuten reinigen. Will man allerdings die Häufigkeit für diesen Aufwand auf ein Minimum reduzieren, sollte man sich für den Tauchsieder entscheiden, der nicht gereinigt werden muss.

Extra-Ausstattung und Funktionen

Zusätzliche Ausstattungsmerkmale machen das Kochen mit einem Heißwasserbereiter um einiges einfacher.

Es gibt mittlerweile einige Extras wie automatische Abschaltmechanismen, Temperaturregler und Permanentfilter, mit denen du Schadstoffe aus dem Leitungswasser entfernen kannst. Man sollte ergänzend sagen, dass sich diese Spielereien im Endeffekt auch auszahlen, da sie die Bedienung nicht nur erleichtern, sondern auch das Gerät in seinen Funktionen erweitert.

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Wusstest du, dass man einige Teesorten nicht mit kochendem Wasser übergießen sollte?

Japanische grüne Tees solltest du beispielsweise nur mit 60 °C warmem Wasser übergießen. Deshalb sind Wasserkocher mit Temperatureinstellung sehr sinnvoll.

Sollten dich diese Extras interessieren, kommt eigentlich nur ein Wasserkocher infrage, da sie bei Pfeifkesseln nur im begrenzten Umfang zu finden sind und beim Tauchsieder gar nicht.

Welche Zusatzfunktionen du im Endeffekt benötigst, solltest du für dich selbst entscheiden, da damit auch der Preis des Geräts steigt. Allerdings lohnt sich der Aufpreis bei Funktionen wie einem automatischen Abschaltmechanismus und Permanentfilter, da sie das Gerät auch sicherer machen.

Marktstudie (11/19): Mithilfe von wissenschaftlichen Methoden haben wir eine Marktstudie durchgeführt, in der wir uns 81 Produkte der Kategorie Wasserkocher genauer angesehen haben. Wir wollen dir damit die Frage beantworten, wie die Produkteigenschaft Funktionen quer über den Markt verteilt ist. Damit kannst du besser einschätzen welcher Produkttyp für dich geeignet ist. Du kannst die Ergebnisse unserer wissenschaftlichen Studie hier oben in dem Graph betrachten. (Quelle: Eigene Darstellung)

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Wasserkocher

Du hast dir einen Wasserkocher zugelegt und möchtest gerne mehr über die Anwendungsmöglichkeiten dieses Heißwasserbereiters erfahren? Dann solltest du einen Blick auf die folgenden Abschnitte werfen.

Seit wann gibt es Wasserkocher?

Der Bedarf nach kochendem Wasser besteht seit eh und je. Dementsprechend eindrucksvoll ist der Wandel der Technologien, um dieses Ziel zu erreichen. Vom Kochen über dem Feuer bis zum heutigen Wasserkocher, den es – relativ gesehen – noch gar nicht so lange gibt.

Über den Erfinder sowie den Ursprung des Heißwasserbereiters bestehen noch viele Unklarheiten, weshalb man nicht mit hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit sagen kann, wann es den ersten Wasserkocher gab.

Die ersten bekannten Modelle wurden 1850 in Großbritannien vorgestellt, allerdings ist unklar, wer die Idee dafür hatte.

Wie kann ich meinen Wasserkocher schnell und effektiv reinigen?

Die regelmäßige Reinigung ist das A und O, wenn du den Heißwasserbereiter möglichst lange und in seiner vollen Effektivität nutzen willst. Der Hauptfeind sind Kalkrückstände, die im schlimmsten Fall zu einem Defekt des Geräts führen können.

Bei einem klassischen Wasserkocher ist die Reinigung in der Spülmaschine keine gute Idee und auch bei der Reinigung solltest du darauf achten, dass die Stromzufuhr unterbrochen ist.

Für Personen, die ungern auf chemische Entkalker zurückgreifen, sind Essig oder Natron eine gute Alternative. Fülle den Behälter zum Beispiel mit Essig und Wasser im Verhältnis 1:1 und lasse die Mischung ein bis zwei Stunden einwirken. Danach ist der Wasserkocher wieder sauber und betriebsbereit.

Das regelmäßige Entkalken des Wasserkochers ist sehr ratsam, da so nicht nur Strom gespart werden kann, sondern auch der Geschmack des Wassers und zudem der des Getränks verbessert wird.

Glaswasserkocher werden wie herkömmliche Wasserkocher aus Metall oder Kunststoff entkalkt. In der folgenden Tabelle haben wir dir zusammengefasst, welche Möglichkeiten es für die Entkalkung deines Wasserkochers gibt.

Produkt Dosierung Anwendung
Entkalkungstabletten (chemisch) Nach Anweisung auf der Packung, normalerweise eine Tablette im richtigen Mischverhältnis mit Wasser. Mit der angegebenen Menge Wasser aufkochen und einwirken lassen. Anschließend mehrmals mit klarem Wasser auskochen.
Essig / Essigessenz Circa zwei Esslöffel Essigessenz mit kaltem Wasser in den Wasserkocher geben. Zum Kochen bringen und anschließend mindestens 30 Minuten einwirken lassen. Danach reines Wasser erhitzen, um den Geschmack wieder loszuwerden.
Zitrone Eine Zitrone in der Mitte aufschneiden Mit der aufgeschnittenen Zitrone über die verkalkten Stellen reiben.
Zitronensäure Etwas hochkonzentrierte Zitronensäure mit Wasser mischen. Drei bis vier Stunden ohne Aufkochen einwirken lassen.
Backpulver/Natron Eine Tüte Backpulver oder Natron in den Wasserkocher geben und mit Wasser auffüllen. Aufkochen und anschließend eine Stunde einwirken lassen (Achtung: Kann stark schäumen!).

Wofür kann ich meinen Wasserkocher noch nutzen?

Der Wasserkocher ist an erster Stelle natürlich dafür gedacht, Wasser zu kochen, doch mit ein bisschen Fantasie lässt er sich zu einem wahren Alleskönner umfunktionieren … mehr oder weniger.

Von Nudeln bis zu Eiern und Würstchen lässt sich damit alles zubereiten. Das funktioniert wie im Topf – das Wasser für die Zubereitung wird ganz einfach im Wasserkocher erwärmt und die Zutaten werden anschließend dazu gegeben.

Das ist zwar nicht optimal, aber im Notfall auf jeden Fall eine Überlegung wert. Beachten sollte man dabei, dass ein gewisser Nachgeschmack im Wasserkocher verbleibt.

Also reinige den Behälter danach gut, denn Tee mit Wurstgeschmack ist für die meisten Leute wahrscheinlich eher weniger appetitlich.

Was sollte ich bei einer Verbrühung durch kochendes Wasser tun?

Beim Hantieren mit dem Wasserkocher kann es zu Verbrühungen durch das kochende Wasser kommen. In diesem Fall ist es wichtig, schnell und richtig zu handeln, um weitreichende Folgen zu vermeiden.

Falls es zu einer Verbrühung kommen sollte, sind folgende Schritte zu befolgen:

  • Wärmequelle/Gefahrenquelle entfernen, um weitere Verbrühung zu vermeiden. Beim Wasserkocher die Stromzufuhr unterbrechen, sich vom Gerät entfernen und gegebenenfalls nasse Kleidung ausziehen.
  • Betroffene Stelle kühlen, allerdings nicht zu kaltes Wasser verwenden und nicht länger als 20 Minuten.
  • Bei stärkerer Verbrühung den Rettungsdienst rufen. In der Regel ist das der Fall, wenn ein 15-minütiges Kühlen die Schmerzen nicht gelindert hat. Allerdings solltest du dies selbst beurteilen.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/wasser-existiert-in-zwei-verschiedenen-fluessigen-varianten-a-1154656.html

[2] http://www.spektrum.de/magazin/jeder-tropfen-zaehlt/827872

[3] https://www.medizin-transparent.at/was-kann-granderwasser

Bildquelle: Pixabay.com / p_kennedy123

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René Huber
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