Snack aus Speck und Kartoffelbällchen
Zuletzt aktualisiert: 27. Februar 2020

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Die Kartoffelpresse ist ein praktischer Küchenhelfer, um leckere Gerichte wie Spätzle, Kartoffelbrei oder Kroketten vorzubereiten. Mit vergleichsweise wenig Kraftaufwand können gekochte Kartoffeln zerdrückt werden. Ganz nach Geschmack können auch andere Gemüsesorten zu Brei verarbeitet, oder Teigzubereitungen in Form gebracht werden. Dabei ist aber natürlich nicht jede Kartoffelpresse wie die andere.

In unserem Kartoffelpressen Test 2020 haben wir dir wichtige Informationen über Kartoffelpressen zusammengetragen. Wir haben verschiedene Arten und Modelle der Kartoffelpresse verglichen, damit du weißt, mit welcher Variante dein Lieblingsessen am besten gelingt. Du erfährst, welche Kartoffelpressen sich besonders für welche Zubereitungsmethoden eignen und worauf du beim Kauf achten solltest.




Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Kartoffelpresse ist ein Küchengerät, das ähnlich wie eine Knoblauchpresse aus Behälter, Sieb und Griffen besteht. Damit können Kartoffeln, Gemüse oder andere Nahrungsmittel zerdrückt werden.
  • Kartoffelpressen werden auch oft genutzt, um Spätzle oder Spaghetti-Eis in Form zu bringen. Dafür ist aber nicht jedes Modell geeignet.
  • Beim Kauf einer Kartoffelpresse sollte man vor allem darauf achten, dass sie stabil ist, einen angenehmen Griff hat und gut zu reinigen ist. Je nach Bedarf gibt es auch bei der Form der Sieblöcher Unterschiede zu beachten.

Kartoffelpresse Vergleich: Bewertungen und Empfehlungen

Eine Kartoffelpresse ist vielseitig einsetzbar. Viele Leute verwenden die Presse nicht nur, um Kartoffeln zu quetschen, sondern auch um damit beispielsweise Eis in Spaghetti-Form zu drücken. Doch nicht jede Kartoffelpresse ist gleich gut für alle Gerichte geeignet. Daher haben wir eine kleine Auswahl an Produkten zusammengetragen, damit du die richtige Kartoffelpresse für dich findest.

Die beste Allround Kartoffelpresse

Die Fackelmann Kartoffelpresse ist für die Herstellung verschiedener Gerichte geeignet. Gekochte Kartoffeln und weiches Gemüse können leicht zu Püree zerdrückt werden. Durch das feine Lochsieb eignet sich dieses Modell insbesondere für Frucht- oder Kartoffelmus ohne grobe Stücke. Die Kartoffelpresse ist aus verzinntem Metall gefertigt, wodurch sie dem Druck stabil standhält. Sie ist leicht zu bedienen und kann gut per Hand gereinigt werden.

Insgesamt kann man sagen, dass diese Kartoffelpresse durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt. Nicht nur Kartoffeln und Gemüse, sondern auch Knödelteig und Spaghetti-Eis kann mit diesem Modell zubereitet werden. Dabei ist sie mit weniger als zwanzig Euro sogar recht günstig zu haben.

Bewertung der Redaktion: Wenn du eine Kartoffelpresse für verschiedene Gerichte suchst, ohne dafür allzu tief in die Tasche zu greifen, ist die Fackelmann Kartoffelpresse das richtige für dich.

Die beste Kartoffelpresse für Spätzle

Diese Kartoffelpresse ist speziell für die Anwendung als Spätzlepresse geeignet. Durch die längliche Lochung des Siebes wirken die Spätzle wie traditionell handgemacht. Außerdem verleiht die Form der Löcher den Spätzlen die typische abgeschabte Optik. Um die Masse direkt in einen Topf oder eine Schüssel hineinzudrücken, verfügt die Westmark Spätzle-/Kartoffelpresse über eine praktische Auflage für den Topfrand. Die Presse besteht aus beschichtetem Aluminium und fasst in ihrem Sieb ca. 250 ml.

Natürlich kann man mit diesem Modell nicht ausschließlich Spätzle pressen – auch für die Zubereitung von Kartoffelbrei, Spaghetti-Eis oder Obst-Mus ist es gut geeignet. Der abgeflachte Griff sorgt für eine bequeme Anwendung, auch wenn man einmal mehr Kraft aufwenden muss. Nach der Verwendung kann man die Westmark Spätzle-/Kartoffelpresse bequem in der Spülmaschine säubern, ohne dass das Material Schaden nimmt.

Bewertung der Redaktion: Wer mit der Kartoffelpresse auch gern Spätzle zubereiten möchte, der sollte am besten zu diesem Modell greifen.

Die beste Kartoffelpresse mit mehreren Lochscheiben

Die Amazy Kartoffelpresse verfügt über drei austauschbare Lochscheiben in unterschiedlichen Stärken: fein, mittel und grob. Sie ist durch den Silikongriff angenehm zu bedienen und liegt gut in der Hand. Die Presse selbst besteht aus rostfreiem Edelstahl und ist daher auch für die Reinigung in der Spülmaschine geeignet. Als Zubehör wird, neben den drei Siebscheiben, ein praktischer Kartoffel-Beutel mitgeliefert.

Mit etwa vierzig Euro ist diese Kartoffelpresse zwar recht preisintensiv, dafür kann man sie aber auch vielseitig einsetzen. Durch die austauschbaren Lochscheiben und die stabile Bauweise eignet sich die Presse für Kartoffeln, Obst, Gemüse und verschiedene Teigmassen. Auch Kloßmasse und Spätzle können mit der Amazy Kartoffelpresse vorbereitet werden. Der Hersteller empfiehlt allerdings, harte Nahrungsmittel vorher weichzukochen.

Bewertung der Redaktion: Wer sich beim Kochen gern kreativ ausleben möchte und unterschiedliche Gerichte mit der Kartoffelpresse zubereiten will, der sollte zu diesem Modell greifen.

Die beste hochwertige Kartoffelpresse


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Die Küchenprofi Kartoffelpresse Comfort besteht aus glänzendem Edelstahl, der sowohl für Stabilität und Qualität, als auch für eine ansprechende Optik sorgt. Sie ist außerdem leicht auseinandernehmbar und die Einzelteile sind für Spülmaschinen geeignet. Die seitliche Lochung sorgt für ein einfaches Pressen ohne viel Kraft- oder Zeitaufwand. Die Presse mit den feinen Löchern eignet sich für die schnelle Herstellung von Kartoffelbrei und zum mühelosen Zerdrücken von Gemüse oder Obst.

Der lange Griff liegt bequem in der Hand und ist robust gefertigt, sodass er sich beim Gebrauch nicht verbiegt. Trotz der guten Stabilität ist die Presse nicht allzu schwer und lässt sich leicht bedienen. Der Preis liegt mit etwa 35 Euro im höheren Bereich. Dafür bekommt man mit der Küchenprofi Kartoffelpresse Comfort auch hochwertiges Material geboten.

Bewertung der Redaktion: Für einen etwas höheren Preis bekommt man bei diesem Modell sowohl praktische als auch optische Qualität.

Die beste Kartoffelpresse für Spaghetti-Eis

Dieses Modell aus rostfreiem Edelstahl kann neben gekochten Kartoffeln auch für viele andere weiche Lebensmittel genutzt werden. Die Lochscheiben sind austauschbar, sodass man zwischen fein, mittel und groß wählen kann. Mit einer Höhe von fast zehn Zentimetern passt recht viel Masse auf einmal in den Behälter. Der Griff ist mit Silikon gepolstert, sodass er angenehm zu drücken ist und nicht aus der Hand rutscht.

Die LinStyle Kartoffelpresse eignet sich durch die drei austauschbaren Lochscheiben für verschiedene Gerichte. Da sie über einen hohen Behälter verfügt und ein Lochsieb mit weit voneinander entfernten Aussparungen hat, ist sie für die Zubereitung von Spaghetti-Eis ganz besonders gut geeignet. Dabei ist sie mit weniger als zwanzig Euro nicht allzu teuer.

Bewertung der Redaktion: Wer Wert darauf legt, seine Kartoffelpresse unter anderem auch für Spaghetti-Eis zu benutzen, der kann mit diesem Modell nichts falsch machen.

Die beste Kartoffelpresse zum Drehen

Das Besondere an dem Joseph Joseph Helix Kartoffelstampfer ist die andersartige Bedienung. Statt wie üblich durch ein Zusammendrücken der Hebel, werden die Griffe bei diesem Modell zusammengedreht. Durch die Drehung wird die Presse auf das Sieb gedrückt und der Inhalt kann mit noch weniger Kraftaufwand gequetscht werden. Diese horizontale Bewegung erleichtert das Pressen. Insgesamt ist die Kartoffelpresse aus rostfreiem Edelstahl und Kunststoff gefertigt und spülmaschinenfest.

Der Joseph Joseph Helix Kartoffelstampfer ist in verschiedenen Farben und Größen erhältlich. So ist für jeden eine passende Variante dabei. Das Sieb in mittlerer Lochgröße eignet sich hervorragend für gekochte Kartoffeln und Gemüse, sowie für das Pressen von Obst. Mit etwas über zwanzig Euro liegt die Kartoffelpresse im mittleren Preissegment.

Bewertung der Redaktion: Wem das Pressen über klassische Hebel zu schwerfällt, für den ist die Variante mit der Drehbewegung eine gute Alternative.

Kartoffelpressen: Kauf- und Bewertungskriterien

Kartoffelpressen unterscheiden sich in einigen Punkten. Diese Aspekte können darüber entscheiden, wofür sich die Presse eignet und wie empfehlenswert sie ist. Um die richtige Kartoffelpresse für dich zu finden, solltest du auf folgendes achten:

Was genau hinter diesen Punkt steckt und warum sie wichtig sein können, erklären wir dir in den nächsten Absätzen.

Art der Lochscheiben

Die Form und Größe der Sieblöcher entscheiden darüber, für welche Anwendungen sich das Gerät eignet. Bei kleinen Löchern ist das Ergebnis eine feine Masse, bei größeren Löchern wird die zerdrückte Masse grober. Man sollte sich also vor dem Kauf überlegen, wofür man die Presse nutzen möchte.

Art der Sieblöcher Anwendungsmöglichkeit
große, weit voneinander entfernte Löcher Spaghetti-Eis
große, enge Löcher grober Kartoffel-, Obst- oder Gemüsebrei
kleine Löcher feiner Kartoffel-, Obst-, oder Gemüsebrei
längliche Löcher klassische Spätzle

Dies ist natürlich nur eine beispielhafte Darstellung der Anwendungsmöglichkeiten. Wenn du experimentierfreudig bist, findest du bestimmt selbst kreative Rezepte mit deiner Kartoffelpresse!

Kartoffelpressen mit mehreren Lochscheiben können flexibel eingesetzt werden.

Um die Kartoffelpresse flexibel einsetzen zu können, sind Modelle mit mehreren Lochscheiben besonders gut geeignet. Dabei ist das Sieb nicht fest mit der Presse verbunden, sondern kann selbst eingelegt werden. Meist wird eine solche Kartoffelpresse mit Lochscheiben für feine, mittlere und grobe Stärken geliefert. Einige Pressen haben aber auch Lochscheiben mit länglichen Löchern, mit denen man zum Beispiel Spätzle in ihre klassische Form pressen kann.

Eine Presse mit verschiedenen Lochscheiben empfiehlt sich vor allem dann, wenn man das Gerät häufig und für unterschiedliche Gerichte nutzen möchte. Für Gelegenheits-Köche, die die Kartoffelpresse nur für eine bestimmte Zubereitung brauchen, kann die einfache Variante mit festem Sieb aber ausreichend sein.

Griff

Da man mit viel Kraft auf die Presse drücken muss, sollte der Griff dabei nicht in die Haut schnüren. Kantige Griffe können sich bei hohem Kraftaufwand schmerzhaft an den Handflächen anfühlen.

Damit das Pressen also nicht unangenehm wird, sollte man darauf achten, dass die Griffe bequem in der Hand liegen. Das ist zum Beispiel bei Griffen mit Silikonpolstern oder abgeflachten Kanten der Fall. Insbesondere Menschen mit wenig Armkraft sollten darauf achten, dass der Griff angenehm zu fassen ist.

Ein gepolsterter oder abgeflachter Griff verhindert, dass die Kartoffelpresse unangenehm in die Haut drückt.

Außerdem ist bei den Griffen wichtig, dass sie fest in der Hand liegen. Sind sie zu rutschig, kann die Presse bei der Arbeit aus den Händen rutschen. Ein glatter Metall- oder Plastikgriff ist daher nicht ideal.

Auflagefläche für Töpfe

Um die Masse nach dem Pressen aufzufangen, kann man die Kartoffelpresse natürlich einfach über eine Schüssel halten. Das erfordert aber noch mehr Kraft, da man die Presse beim Drücken gerade halten muss.

Mit einer Topf-Halterung verrutscht die Kartoffelpresse nicht.

Viele Modelle besitzen daher eine Halterung, die an den Topf oder die Schüssel geklemmt werden kann. So verrutscht die Presse nicht und die zerquetschte Kartoffel landet zielgerichtet im Behältnis.

Natürlich funktioniert die Kartoffelpresse auch ohne eine solche Vorrichtung. Die Halterung macht es aber wesentlich bequemer, die Presse zu benutzen. Wer sich eine solche Kartoffelpresse kauft, sollte darauf achten, dass die Halterung auch für verschiedene Durchmesser geeignet ist – sonst passt die Presse vielleicht nur an einen einzigen Topf.

Stabilität und Material

Bei rohen Kartoffeln oder hartem Gemüse kann es vorkommen, dass man mit viel Kraft auf die Griffe drücken muss. Dabei sollten diese sich natürlich nicht verbiegen. Hochwertige Modelle sind aus Edelstahl oder anderen stabilen Metallen. Wenn man wirklich nur weiche Kartoffeln pressen möchte, dann reicht auch eine günstigere Variante aus, bei dieser ist dann allerdings Vorsicht geboten.

Die meisten Kartoffelpressen bestehen aus Edelstahl oder anderen Metallen. Einige Modelle sind auch aus Kunststoff gefertigt. Das macht das Gerät zwar insgesamt leichter, erhöht aber auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Griffe sich verbiegen oder brechen.

Reinigungsmöglichkeit

Damit die Kartoffelpresse lange nutzbar ist und nicht nach wenigen Anwendungen verdreckt, sollte sie einfach zu reinigen sein. Besonders praktisch sind dabei Modelle, die sich in ihre Einzelteile zerlegen lassen. So kann man jeden Bestandteil bequem abwaschen, trocknen lassen und danach wieder zusammensetzen.

Bei Kartoffelpressen, die sich nicht auseinander bauen lassen, besteht die Gefahr, dass nach dem Benutzen Speisereste in den Fugen oder Kanten zurückbleiben.

Manche Kartoffelpressen sind sogar spülmaschinenfest. Wenn es aber nicht explizit vom Hersteller angegeben ist, sollte man seine Kartoffelpresse lieber nicht in die Spülmaschine stellen. Bei ungeeigneten Modellen können sonst Roststellen entstehen, oder die äußere Schicht kann sich ablösen.

Kartoffelpressen: Häufig gestellte Fragen und Antworten

In diesem Abschnitt wollen wir dir einige häufig gestellte Fragen zu Kartoffelpressen beantworten.

Was ist eine Kartoffelpresse und wofür benutzt man sie?

Eine Kartoffelpresse besteht meist aus einem Behälter mit Sieb, einer Pressscheibe und einem Hebel, mit dem diese Scheibe in das Sieb gedrückt wird. Das Gerät ähnelt vom Aufbau und Prinzip her der bekannteren Knoblauchpresse, es ist nur etwas größer.

Kartoffeln werden in den Behälter gelegt und zerquetscht. Mit relativ geringem Kraftaufwand kann man so zum Beispiel Kartoffelbrei herstellen. Je nach Größe der Aussparungen wird die Masse am Ende eher fein oder grob.

Kartoffelpresse-1

Kartoffeln lassen sich vielfältig zu leckeren Gerichten verarbeiten. Um sie ohne viel Kraftaufwand zu Brei zu zerdrücken, ist die Kartoffelpresse ein praktischer Helfer.
(Bildquelle: Pixabay / Couleur)

Man kann Kartoffelpressen zur Vorbereitung verschiedener Gerichte benutzen. Nicht nur Kartoffeln können damit zu Brei zerdrückt werden, auch gekochtes Gemüse oder Früchte lassen sich damit leicht quetschen.

Eine weitere Anwendungsmöglichkeit für Kartoffelpressen ist das Herstellen von Spätzlen. Dabei wird der Teig in die Presse gegeben und durch die Sieblöcher gepresst. So entstehen die klassischen langen Spätzle-Formen.

Nicht jede Kartoffelpresse eignet sich für Spätzle, obwohl die Begriffe Spätzlepresse und Kartoffelpresse oft für dasselbe Gerät benutzt werden.

Aus diesem Grund wird die Kartoffelpresse oft auch Spätzlepresse genannt. Aber Achtung: man kann zwar mit jeder Spätzlepresse auch Kartoffeln zerdrücken, aber nicht jede Kartoffelpresse ist auch für Spätzle geeignet. Bei vielen Modellen sind die Sieblöcher dafür zu eng bei einander, zu klein, oder nicht richtig geformt. Außerdem kann der zähe Spätzleteig an der Seite des Hebels herausquellen. Wenn man sowohl Kartoffeln als auch Spätzle mit der Presse zerdrücken will, sollte man sich vor dem Kauf informieren, wofür das jeweilige Gerät sich eignet.

Welche Arten von Kartoffelpressen gibt es?

Die bekannteste Kartoffelpresse ist die Variante mit einem Hebel, um die es auch in diesem Artikel hauptsächlich geht. Daneben gibt es aber auch noch andere Modelle, die teilweise unter anderen Namen bekannt sind.

Kartoffelpresse mit Hebel

Die heute gängigste Kartoffelpresse besteht aus einem Behälter mit Sieb und einem Hebel. Der Behälter kann unterschiedlich groß sein, geläufig ist aber ein Füllvolumen von 250 ml. Diese Variante eignet sich besonders gut für weiches Gemüse, wie gekochte Kartoffeln. Aber auch andere Gemüsesorten können damit zu Brei verarbeitet werden. Weil der Kraftaufwand zum Drücken sonst zu groß wird, sollte man nur weichgekochtes in die Presse füllen.

Ein Vorteil der Hebelpresse ist auch, dass man nicht nur Brei herstellen kann. Für manche Gerichte, wie Spätzle oder Spaghetti-Eis, muss ein Teig zu langen Schnüren gedrückt werden. Auch dafür kann man diese Form der Kartoffelpresse benutzen.

Kartoffelpresse-2

Kartoffelpressen mit Hebel haben ein gelöchertes Sieb, wie dieses, durch das der Inhalt gedrückt wird. Die typische Lochform eignet sich gut, um damit Eis oder Teig in Form zu pressen.
(Bildquelle: pixabay / rkit)

Man sollte jedoch wissen, dass sich nicht jedes Modell für jedes Gericht eignet. Manche Kartoffelpressen mit Hebel sind nur für weiche Kartoffeln gedacht, mit manchen kann man auch Kloßmasse vorbereiten, mit anderen Spätzle oder Spaghetti-Eis machen.

Kartoffelpresse mit Kurbel

Kartoffelpressen mit Kurbel sind um einiges größer als die Variante mit Hebel. Während man die Hebel-Kartoffelpresse auf eine Schüssel oder einen Topf auflegt, ist hierbei ein Behälter eingebaut.

Der Inhalt wird durch die Drehbewegung der Kurbel durch das Sieb gedrückt und so zerkleinert. Manche Modelle verfügen gleichzeitig über ein Messer, mit dem die Kartoffeln vor dem Quetschen gehackt werden. Diese Variante erinnert eher an einen manuellen Mixer als eine Presse.

Kartoffelpressen mit Kurbel kennt man klassischerweise auch unter  den Namen:

  • Flotte Lotte
  • Passiermühle
  • Passiergerät

Auch Nudelpressen erinnern vom Aufbau her an eine Kartoffelpresse mit Kurbel. Allerdings sind diese Geräte speziell dafür gedacht, Nudelteig in Form zu drücken.

Elektrische Kartoffelpresse

Eine elektrische Kartoffelpresse ist selten, aber es gibt sie. Meist handelt es sich dabei um einen extra Aufsatz für den Pürierstab. Statt zerhäckselt, wie der normale Messer-Aufsatz des Pürierstabes es tun würde, werden die Kartoffeln mit elektrischer Kraft zerdrückt.

Da man bei dieser Variante keine eigene Kraft aufwenden muss, eignet sie sich auch zum Zerdrücken von ungekochtem und hartem Gemüse.

Was kostet eine Kartoffelpresse?

Eine günstige Kartoffelpresse ist schon für etwa zehn bis zwanzig Euro zu haben. Die preisintensiveren Modelle kosten dann zwischen zwanzig und vierzig Euro.

Dabei muss ein billiges Modell nicht einmal unbedingt schlechter als ein teures sein. Die Hauptunterschiede bestehen im Material und dem Zubehör. Während teure Kartoffelpressen meist rostfrei und spülmaschinenfest sind, müssen die günstigen sorgfältig von Hand gesäubert werden. Das Material der hochwertigen Pressen ist außerdem stabiler, wodurch man auch ungekochte Kartoffeln oder Gemüse zerdrücken könnte – Modelle für wenig Geld eignen sich nur für weichgekochte Inhalte.

Wer viele verschiedene Gerichte mit der Kartoffelpresse vorbereiten möchte, sollte außerdem darauf achten, dass mehrere Lochscheiben in die Presse einlegbar sind. Dann lohnt es sich, ein hochwertiges Modell zu kaufen.

Wenn man wenig Ansprüche an die Kartoffelpresse hat, reicht es aber auch aus, zur günstigen Variante zu greifen.

Wie bedient man eine Kartoffelpresse?

Genau wie bei einer Knoblauchpresse wird auch hier die Kartoffel einfach in den Behälter gelegt und durch Zusammendrücken der Hebel zerquetscht.

Vorsicht ist geboten, wenn man mit beiden Händen zudrücken möchte. Dann besteht die Gefahr, sich die Finger zwischen den Griffen einzuklemmen. Wenn du mit deinem Kind zusammen kochen möchtest, solltest du ihm also nur weiche Nahrungsmittel zum Zerdrücken geben, damit es diese leicht mit einer Hand zerquetschen kann.

Manche Geräte verfügen über einen Abstandhalter zwischen den Griffen, damit man sich die Finger nicht einklemmen kann.

Welche Gerichte kann ich mit einer Kartoffelpresse zubereiten?

Die Anwendungsmöglichkeiten für eine Kartoffelpresse sind vielfältig. Je nach Modell und Art der Lochscheibe können unterschiedliche Gerichte zubereitet oder vorbereitet werden. Zum Beispiel:

  • Kartoffelbrei
  • Kroketten
  • Gnocchi
  • Spagetti-Eis
  • Kloßmasse
  • Gemüse- oder Obstbrei
  • Spätzle

Vor allem für Spätzle oder Spaghetti-Eis sollte man aber vor dem Kauf darauf achten, ob das Modell auch wirklich dafür geeignet ist. Sowohl Eis als auch Spätzle-Masse sind zähflüssig und nicht fest wie Kartoffeln. Die breiige Masse könnte an den Seiten des Geräts herausquellen, anstatt durch die Aussparungen gequetscht zu werden.

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Spätzle erhalten ihre typische Form normalerweise durch Abschaben des Teiges. Mit einer geeigneten Kartoffelpresse lässt sich die traditionelle Struktur aber auch erreichen.
(Bildquelle: Pixabay / Bru-nO)

Auch für aufwendige Gerichte wie Klöße sollte man sich zuvor über die richtige Kartoffelpresse informieren. Da man für Kloßmasse nicht nur gekochte, sondern auch rohe Kartoffeln zerdrücken muss, braucht man eine Kartoffelpresse, die stabil genug für die härteren Kartoffeln ist.

Zur einfachen Übersicht haben wir die Anwendungsmöglichkeiten einmal gegenübergestellt:

geeignet für bestimmte Modelle eignen sich für nicht geeignet für
Kartoffelbrei, Kroketten Spätzle Pommes
Gemüse- oder Obstbrei Spaghetti-Eis hartes Gemüse
Gnocchi-Teig Kloßmasse

Wie man in der Tabelle sieht, eignet sich eine Kartoffelpresse eher nicht für Pommes. Die meisten Lochscheiben haben zu kleine Aussparungen, um die typische Pommesform damit zu pressen. Außerdem braucht es auch für Pommes rohe Kartoffeln, die schwerer durch die Presse gedrückt werden können. Um Pommes zu Hause selbst zu machen, sollte man lieber einen richtigen Pommesschneider benutzen. Dieser drückt die Kartoffel durch ein scharfes Gitter statt durch ein Sieb.

Wo kann ich eine Kartoffelpresse kaufen?

Eine Kartoffelpresse ist ein geläufiges Küchengerät, das mittlerweile in beinah jedem Haushaltsgeschäft zu finden ist. Auch Lebensmittel- und Einrichtungsläden, die Küchenutensilien im Angebot haben, verkaufen Kartoffelpressen.

Online kann man eine Kartoffelpresse leicht bei den größeren Einkaufsportalen bestellen.

  • amazon.de
  • idealo.de
  • otto.de
  • real.de

Günstige Modelle findet man oft auch beim Discounter um die Ecke.

Welche Alternativen gibt es zu einer Kartoffelpresse?

Je nachdem, für welches Gericht man die Kartoffelpresse benutzen möchte, eignen sich auch andere Küchengeräte zur Zubereitung. Obst und Gemüse könnte man zum Beispiel auch reiben oder pürieren, um es zu Mus zu verarbeiten.

Zur Zubereitung von Kartoffelbrei ist der klassische Stampfer eine gute Alternative zur Kartoffelpresse.

Kartoffelbrei lässt sich auch leicht mit einem klassischen Kartoffelstampfer herstellen. Dieser wird auf die Kartoffeln aufgesetzt und heruntergedrückt. Der Vorteil des Kartoffelstampfers ist, dass die Kartoffeln direkt im Topf oder einer Schüssel zerdrückt werden können. Außerdem ist er meist leichter zu reinigen als die Kartoffelpresse. Allerdings eignet sich ein Stampfer wirklich nur für weich gekochte Kartoffeln. Gemüse oder andere härtere Nahrungsmittel können den Stampfer leicht verbiegen.

Auch die Flotte Lotte oder Passiermühle kann eine Alternative zur Kartoffelpresse sein. Gewissermaßen sind das zwar auch Kartoffelpressen, nur mit Kurbel, aber die Übergänge zwischen diesen Küchengeräten sind fließend.

Fazit

Eine Kartoffelpresse sollte in keiner gut ausgestatteten Küche fehlen. Wer gern kocht, wird an diesem praktischen Helfer seine Freude finden. Ob Kartoffelbrei, Spätzle, Kroketten, Gnocchi oder zum Nachtisch ein Spaghetti-Eis – die Kartoffelpresse unterstützt dich bei vielen Zubereitungen.

Welche Kartoffelpresse du dir kaufen solltest, hängt ganz davon ab, was du damit machen möchtest. Einige Modelle sind für Spätzle oder Eis besser geeignet als andere. Wenn du flexibel bleiben möchtest, solltest du zu einer Kartoffelpresse mit mehreren Lochscheiben greifen. Die Auswahl verschiedener Kartoffelpressen ist aber groß genug, dass du sicher die passende für dich finden wirst.

Bildquelle: Rosali Iraheta / pexels.com

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