Willkommen bei unserem großen Wasserfilter Kartuschen Test 2018. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Wasserfilter Kartuschen. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, die für dich beste Wasserfilter Kartusche zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir eine Wasserfilter Kartusche kaufen möchtest.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Wasserqualität in Deutschland ist keineswegs schlecht. Dennoch lohnt sich ein Test, insbesondere wenn du eine Wasseraufbereitung planst.
  • Kannenfilter eignen sich hauptsächlich zur Filterung von Chlor und Kalk.
  • Wartung ist wichtig: Um Risiken zu minimieren achte auf regelmäßige Nutzung und Wechsel

Wasserfilter Kartusche Test: Das Ranking

Platz 1: BWT Longlife Mg2 Wasserfilterkartusche

Diese Filterkartuschen von BWT reinigen und minimalisieren das Wasser. Durch Innentausch und Aktivkohle wird ein optimales Ergebnis angestrebt. Ziel ist vor allem die Geschmacksverbesserung von Tee und Kaffee. Auch kompatibel mit Filtern von Brita.

Platz 2: Brita Filterkartuschen Maxtra+

Diese Kartuschen sind optimiert für die meisten Brita Wasserfilter. Sie reinigen das Wasser und bewirken eine deutliche Geschmacksverbesserung. Reduziert Kalk, Chlor und sogar Metalle wie Blei und Kupfer. So werden Körper und Haushaltsgeräte noch effektiver geschützt.

Platz 3: AmazonBasics Wasserfilterkartuschen

Solide Kartuschen kompatibel mit AmazonBasics Produkten und den meisten Brita-Filtern. Reduziert Kalk, Chlor und andere Verunreinigungen. Partikel werden durch ein feinmaschiges Sieb zurückgehalten. Austausch erfolgt standardmäßig nach 30 Tagen oder 100 Litern.

Platz 4: PearlCo unimax Filterkartuschen

Diese Kartuschen sind mit Brita Kannenfiltern kompatibel. In der Verarbeitung wird besonders viel Wert auf die Herkunft der Materialien gesetzt. Das hochwertige Granulat stammt beispielsweise vom europäischen Markt. Die Kartusche zeichnet sich auch durch ihre hohe Filterkapazität von 150 Litern aus.

Platz 5: Universal Kannen Wasserfilter Kartuschen von Qualtex

Wie der Name schon vermuten lässt, steht bei diesem Produkt die hohe Kompatibilität mit Produkte von Brita und Partnern im Vordergrund. Die Nutzzeit beläuft sich auch hier auf 30 Tage. Während dieser Zeit werden Kalk, Chlor und Unreinheiten gefiltert.

Platz 6: Aqua Optima Evolve

Dieser Kartuschen sind ebenfalls kompatibel mit Brita Produkten, abgesehen vom Maxtra+. Ein Filter reicht hierbei für 60 Tage oder 200 Liter. Neben den üblichen Verdächtigen werden bei diesem Filter auch Herbizide, Pestizide und Schwermetalle angepeilt.

Platz 7: Rosenstein und Söhne Wasserkartuschen

Diese Kartuschen sind kompatibel mit ausgewählten Modellen von Brita und stellen außerdem eine günstige Alternative dar. Sie filtern das Wasser und reduzieren den Härtegrad.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du Wasserfilter Kartuschen kaufst

Brauchst du überhaupt ein Filtersystem bzw. eine Wasseraufbereitungsanlage?

Das ist die erste Frage. Bevor man sich in den Details verrennt, schadet es nicht, sich die eigenen Bedürfnisse und Erwartungen vor Augen zu führen. Das setzt sich im wesentlichen aus zwei Punkten zusammen: Der Wasserqualität und den persönlichen Ansprüchen.

Die Wasserqualität

Die Mehrzahl der Quellen bestätigen eine recht gute Qualität in ganz Deutschland. Diese unterliegt natürlich regionalen und teils auch saisonalen Schwankungen.

Aber auch dazu gibt es mitunter berechtigte Einwürfe. Manche empfinden die vom Gesetzgeber festgelegten Grenzen der Belastung als deutlich zu hoch. Andere kritisieren die geringe Anzahl der Stoffe, auf die die Wasserwerke das Wasser testen müssen.

Auch problematisch sei der Übergang zwischen Wasserwerk und Hauseigentümer. Besonders in alten Häusern sind marode Rohre eine potentielle Gefahrenquelle. Gesundheitsschädliche Metalle wie Kupfer und Nickel können so ins Wasser gelangen. Diese Thematik betrifft jedoch den Eigentümer/Verwalter des Hauses und liegt nicht in der Verantwortung der Versorger.

Bist du interessiert an deiner eigenen Wasserqualität? Der Härtegrad (hauptsächlich Kalkanteil) macht sich häufig in Form von weißen Ablagerungen im Bad und an allerlei Haushaltsgeräten bemerkbar. Das Mineral selbst ist aber eindeutig nicht gesundheitsschädigend für den Menschen.

Genauere Angaben zur Wasserqualität liefert ein Blick auf die Website des Versorgers. Häufig noch genauer sind aber Labortests. Hierbei nimmst du eine Wasserprobe und sendest sie über einen Anbieter ein. Der Preis hierfür liegt zwar häufig bei mehr als 100€, aber dafür erhältst du einen guten Überblick über den Inhalt deines Wassers.

Auch ein PPM-Messgerät kannst du recht einfach zu Hause benutzen. Dieses misst die Parts Per Million, also wie viele fremde Teilchen auf eine Millionen Wasserteilchen kommen. Wichtig: Dieser Test erfasst nur die Anzahl aller leitfähigen gelösten Stoffe im Wasser. Andere belastende Schadstoffe, wie bspw. Medikamentenrückstände, bleiben weiterhin unerkannt.

Auch wenn die Wasserqualität in Deutschland unbedenklich ist, so kann sich eine Bestimmung der eigenen Wasserqualität durchaus lohnen. Vor allem wenn man weitere Schritte der Wasseraufbereitung plant.

Was suchst du in deinem Wasser?

Der wohl verbreitetste Grund für eine Wasseraufbereitung ist die Gesundheit. Um dies kurz zusammenzufassen: Die Wasserqualität in Deutschland kann als unbedenklich eingestuft werden. Möchte man jedoch auf Nummer sicher gehen, so kann eine Wasseraufbereitung aus gesundheitlichen Gründen Sinn machen.

Ein anderer Grund liegt im Kalkgehalt des Wassers. Eine Enthärtung des Wassers bringt einige Vorteile:

  • Längere Lebensdauer und mehr Effizienz für Haushaltsgeräte
  • Reduktion von Kalkablagerungen im Bad oder in der Küche
  • Die Pflanzenwelt profitiert von weichem Wasser
  • Gesteigertes Geschmackserlebnis von Kaffee, Tee und gekochten Speisen

Jedoch verbirgt sich im Kalk kein Gesundheitsrisiko für den Menschen. Ganz im Gegenteil, wichtige Mineralstoffe wie Calcium und Magnesium sind unerlässlich für den Körper. Diese gewinnt er zwar überwiegend aus der Nahrung, jedoch macht es das Wasser damit nicht ungesünder.

Jedoch sehen einige auch einen gesundheitlichen Vorteil in der Enthärtung (und damit Wasseraufbereitung generell). Je “leerer” das Wasser, desto mehr kann es seiner Transportfunktion im Körper nachkommen. Außerdem sei der Mensch von Natur aus an mineralstoffarmes Wasser gewöhnt. Erklärt wird dieser Umstand durch den niedrigen Mineralgehalt im Oberflächenwasser.

2 Wassergläser auf Tablett hinter Sonnenbrille

Wasser weist häufig verschiedene Verunreinigungen auf. Mit einem Wasserfilter musst du dir darum keine Sorgen mehr machen (Bildquelle: 123rf.com / 42824200).

Wo liegt der Unterschied zwischen Filtern mit und ohne Kartusche?

Ob man in einem Filtersystem eine Kartusche per se findet, liegt an der Art des Systems. Diese unterschiedlichen Systeme basieren auf unterschiedlichen Prinzipien und haben verschiedene Methoden.

  • Umkehrosmoseanlagen: Diese Art der Aufbereitungsanlage macht sich die Osmose zu nutze. Im Mittelpunkt steht eine semipermeable Membran. Diese kann nur von Wasserteilchen passiert werden. Durch entsprechenden Druck wird das Wasser durch die Membran gepresst. Verunreinigungen bleiben zurück und das Ergebnis ist Wasser von höchster Reinheit. Diese Anlagen können unter der Spüle oder aber an der gesamten Wasserversorgung installiert werden.
  • Aktivkohlefilter: Bei dieser Anlage wird das Wasser durch gepresste Kohleblöcke geleitet. Ein Großteil der Mineralien (und damit Kalk) bleiben im Wasser zurück. Giftstoffe, Keime, Medikamentenrückstände etc. bleiben im Kohlefilter hängen. Dieser birgt jedoch bei unzureichender Wartung das Risiko der Verkeimung. Diese Anlagen sind hauptsächlich als Untertischfilter für die Spüle konzipiert.
  • Ionentausch: Ziel dieses Vorgangs ist die Enthärtung des Wassers. Dieses System enthält ein Tauscherharz in dem Natrium-Ionen gebunden sind. Fließen nun die stärker geladenen Calcium-Ionen vorbei, nehmen sie den Platz der Natrium-Ionen ein. Letztere befinden sich nun stattdessen im Wasser. Durch regelmäßiges Nachfüllen von Salz kann sich das Harz regenerieren und weiter arbeiten. Auch diese Anlagen können unter die Spüle und an den Gesamtanschluss./li>
  • Tischfilter: Diese Kannenfilter sind nicht an fließendes Wasser angeschlossen. Die Filterleistung ist nicht auf dem Niveau der genannten Anlagen. Dafür sind diese auch deutlich günstiger und für den kleinen Verbrauch durchaus geeignet. Diese funktionieren mit Kartuschen aus beispielsweise Aktivkohle, die meist auch mit einem Tauscherharz als Granulat vorliegt.

Erwähnenswert ist, dass nur wenige Anlagen auf einem einzigen Prinzip beruhen. Oftmals wird das Wasser auf die Hauptreinigung vorbereitet. Spricht man aber von Kartuschen, so bezieht man sich meistens auf die Kannenfilter (Tischfilter).

Wo kannst du Wasserfilter Kartuschen kaufen?

Wasserfilter Kartuschen lassen sich eigentlich überall auftreiben. Du hast die Wahl sie direkt vor Ort zu kaufen oder einfach online zu bestellen. Verkauft werden sie in Läden, die auch Kannenfilter im Sortiment führen.

Im Internet bietet sich aber dank Anbietern wie Amazon und ebay eine deutlich größere Auswahl. Auch größere Ketten wie real, Rossmann und Saturn laden zum Online-Kauf.

Durch Abonnements hat man so auch die Möglichkeit, stets eine automatische Bestellung aufzugeben. So kann man eine Kartuschenknappheit elegant verhindern.

Wie lange können Wasserfilter Kartuschen benutzt werden?

Diese Frage lässt sich selbstverständlich nicht mit allgemeiner Gültigkeit beantworten. Die besten Aussagen trifft der jeweilige Hersteller des Produkts.

Eine Vielzahl der Kartuschen ist aber für eine nutzung über einen Monat ausgelegt. Die meisten Angaben und Richtwerte geben auch eine Auslegung in Litern an. Diese übersteigt im Normalfall nicht 100 Liter. Man sollte also mindestens jeden Monat oder alle 100 Liter wechseln, je nachdem was zuerst eintritt.

Die vorhandene Wasserqualität ist ein anderer Faktor. Je härter das Wasser, desto geringer die Lebensdauer der Kartusche. Aber auch hier machen manche Hersteller genaue Angaben, für welchen Härtegrad das Produkt im Idealfall ausgelegt ist.

Woher weißt du, wann du Wasserfilter Kartuschen wechseln musst?

Früher oder später ist die Filterkapazität der Kartusche erschöpft. Ist dies der Fall, so wird das Wasser einfach nicht mehr gefiltert. Damit lassen positive Unterschiede, wie beispielsweise Geschmacksverbesserungen nach.

Die meisten Kartuschen in Kannenfiltern geben bei Erschöpfung leider kein Signal von sich. Hier hilft hauptsächlich das regelmäßige Auswechseln der Filterkartuschen.

Natürlich geht es auch anders. Manche Kannenfilter haben eine eingebaute Anzeige. Dieses Display informiert dich über die noch vorhandene Filterkapazität.

Wie werden Kartuschen in Wasserfiltern gewechselt?

Wie immer gelten auch hier die genauen Angaben des Herstellers. Generell laufen die Schritte aber ähnlich ab.

  1. Zuerst wird das noch vorhandene Restwasser abgegossen.
  2. Nun wird der Deckel der Kanne entfernt.
  3. Entnimm nun bitte vorsichtig die Kartusche.
  4. Öffne die neue Kartusche und achte darauf, diese nicht zu beschädigen.
  5. Setze diese nun ohne größeren Kraftaufwand in den Filter.
  6. Befülle sie einige Male mit Wasser um Reststoffe aus dem Filter zu spülen. Dieses Wasser kann zwar nicht zum Trinken, aber gut für Pflanzen und Reinigung benutzt werden.
  7. Deckel drauf und Wasser marsch.

Wie lange sind Wasserfilter Kartuschen haltbar?

Achtet man auf eine korrekte Lagerung, kann man sich lange an den Kartuschen erfreuen. Die Kartuschen sollten hierbei weder besonders hohen, noch besonders niedrigen Temperaturen ausgesetzt sein. Zimmertemperatur ist ein guter Richtwert.

Außerdem gilt wie bei allen Produkten: Direkte Sonnen -und Hitzeeinwirkung sollte vermieden werden. Die Kartusche sollte weiterhin in der originalen Verpackung versiegelt aufbewahrt werden.

In diesen Fällen steht auch einer Lagerung von mehreren Jahren nichts im Wege.

Worauf musst du besonders bei der Nutzung der Wasserfilter Patronen achten?

Das größte Risiko bei Wasserfilter Kartuschen bildet eine mögliche Verkeimung, in manchen Fällen auch ein sogenannter Durchbruch.

Eine Verkeimung ist möglich, wenn man die Kartusche zu lange nicht wechselt. Auch bei zu geringem Wasserdurchfluss (zu geringer Verwendung) wird das Wachstum von Keimen begünstigt.

Ein Durchbruch ist das worst-case-scenario eines Kannenfilters. Dieser kann geschehen, wenn sich zu viele Schadstoffe und Keime gesammelt haben und die Kartusche nicht gewechselt wird. Dann werden alle heraus gefilterten Stoffe auf einen Schlag zurück ins Wasser entlassen.

Bei neueren Kartuschen ist die Gefahr eines Durchbruches aber ausgesprochen gering, bei einigen Modellen quasi nicht mehr vorhanden.

Kann man Wasserfilter Kartuschen wiederverwenden?

In aller Regel gilt hier: Nein! Ist eine Patrone einmal verbraucht, sollte und kann man sie im Regelfall nicht mehr benutzen. Es kursieren zwar einige Methoden der Reinigung, wie zum Beispiel das Spülen mit Zitronensäure, aber diese bergen keinerlei Garantie.Wer auf Nummer sicher gehen will wechselt die Kartuschen regelmäßig.

Wie kompatibel sind Kartuschen mit Wasserfiltern unterschiedlicher Hersteller?

Hier sehen die Nachrichten schon etwas besser aus. Die meisten Kannenfilter und Kartuschen von größeren Herstellern wie Brita und BWT sind miteinander kompatibel. Nur ist zu beachten, dass bei der Nutzung von anderen Kartuschen kaum Service des ursprünglichen Herstellers geliefert wird.

Wie entsorgst du Wasserfilter Kartuschen am Besten?

Auf der einen Seite hat man natürlich die Möglichkeit, Kartuschen materialgerecht im Müll zu entsorgen. Hier gibt es nichts, was unbedingt beachtet werden sollte.

Möchte man der Umwelt aber etwas gutes tun, so kann man die Filter Kartuschen auch vollständig recyceln lassen. Der Anbieter Brita nimmt zum Beispiel Ladungen ab 6 Kartuschen wieder zurück, um diese wiederzuverwerten.

Aber Achtung: Dies gilt nicht für Kartuschen anderer Hersteller. Für diesen Service zumindest lohnt sich Markentreue.

Entscheidung: Welche Arten von Wasserfilter Kartuschen gibt es und welche ist die richtige für dich?

Die meisten größeren Aufbereitungsanlagen bestehen aus mehreren verschiedenen Komponenten. Diese reinigen das Wasser auf unterschiedliche Art und Weisen, wobei meistens eine Aufbereitung im Mittelpunkt steht.

Auch die Kannenfilter kommen in unterschiedlichen Ausführungen. Es gibt hier eigentlich so viele wie auch bei den großen Anlagen. Manche beruhen auf einem Prinzip und manche machen sich mehrere zu Nutze.

Ionentausch

Wie oben bereits erklärt, beruht der Ionentausch auf den unterschiedlichen Ladungen der Ionen. Calcium-Ionen ersetzen die Natrium-Ionen im Tauscherharz. Das Ziel und der primäre Zweck einer solchen Anlage ist die Enthärtung (Entkalkung) des Wassers.

Vorteile
  • Wasser wird enthärtet
  • Einzige Wartung: Nachfüllen von Salz (Wechsel der Kartusche)
Nachteile
  • Entfernt keine Schadstoffe
  • Keimbildung droht bei Inaktivität
  • Mineralien werden aus dem Wasser gefiltert

Aktivkohle

Auch die Aktivkohle ist eine weit verbreitete Anwendung. Sie ist quasi das Gegenteil eines Ionenaustauschers.

Vorteile
  • Mineralien bleiben im Wasser
  • Viele Schadstoffe werden entfernt
  • Stabiles System mit einfacher Wartung
Nachteile
  • Kalk bleibt im Wasser
  • Risiko der Verkeimung
  • Ersatzfilter müssen nah sein (Kartuschen immer)

Umkehrosmose

Die Umkehrosmose ist in Sachen Qualität wahrscheinlich der Spitzenreiter der Methoden. Die Osmose und der Konzentrationsausgleich bewirken, dass Wasserteilchen sich in eine bestimmte Richtung durch eine nur für sie durchlässige Membran bewegen.

Durch Druck in der Anwendung zwingt man dem Wasser eine andere Flussrichtung auf. Dadurch steigt die Schadstoffkonzentration auf der einen und fällt auf der anderen Seite.

Vorteile
  • Produziert das reinste Wasser
  • Weitestgehend selbstreinigend durch Spülung
  • Filtert alle Stoffe
Nachteile
  • Entfernt Mineralien
  • Setzt einen gewissen Druck voraus

Eine richtige Umkehrosmose ist in Kannenfiltern sehr schwierig und daher dort eher selten anzutreffen.

Granulat

Bei einem Granulat handelt es sich im Regelfall um die Substanz mit der eine Kartusche gefüllt ist. Hierbei kann es sich beispielsweise um Aktivkohle oder aber auch Salz für einen Ionentauscher handeln.

Lösung für direkten Gebrauch in Kaffeevollautomaten

Viele Kaffeevollautomaten bieten diese Option. Dabei ist der Einsatz einer Filterkartusche im Automaten selbst möglich. Primäres Ziel dieser Kartuschen ist eine Enthärtung des Wassers. Dabei ist zu beachten, dass diese Art von Gerät nicht kompatibel ist mit Kartuschen anderer Hersteller.

Vorteile
  • Besserer Geschmack
  • Erhöhte Lebensdauer
  • Weniger Wartung/ Entkalkung
Nachteile
  • Mögliche Kostenerhöhung
  • Geringe Kompatibilität

Die Kartuschen in Kantenfiltern enthalten meist ein Granulat. Dies besteht aus Aktivkohle Partikeln und einem Tauscherharz. Chlor und Kalk sind hier die Hauptziele.

Kaufkriterien: Anhand dieser Kriterien kannst du Kartuschen vergleichen und bewerten

Im Folgenden stellen wir nun einige Kriterien vor, die dir bei der Auswahl der richtigen Filter Kartusche helfen können. Sie sollen ermögliche, verschiedene Produkte gegeneinander abzugleichen und die nachvollziehbar richtige Entscheidung zu treffen.

Zusammengefasst lauten diese Kriterien:

  • Lebensdauer
  • Qualität der Filterleistung
  • Anzahl und Art der heraus gefilterten Stoffe
  • Kompatibilität
  • Gesundheitsrisiko

Nachfolgend kannst du lesen, was es mit den jeweiligen Kriterien auf sich hat und erfährst, weshalb es für dich sinnvoll ist, ein Gerät anhand der Kriterien zu erwerben oder eben nicht.

Lebensdauer

Diese unterscheidet sich stark je nach Qualität der Kartusche. Damit kann die Nutzungsdauer oder die Menge an Filterwasser gemeint sein. Deine eigene Wasserqualität kann die Lebensdauer jedoch beeinträchtigen.

Deshalb lohnt sich ein Blick auf den Härtegrad, auf den eine Kartusche ausgelegt ist. Wird dieser stark überschritten, so reduziert sich zumeist auch die Lebensdauer. Andersherum jedoch sollte allerdings bei weicherem Wasser die angegebene maximale Nutzdauer nicht überschritten werden.

Starke Richtwerte der Marktführer liegen bei ca. 100 Litern Wasser oder einem Wechsel nach spätestens 4 Wochen.

Qualität der Filterleistung

Dies ist wohl einer der stärkeren Indikatoren. Er ist gleichbedeutend mit der generellen Qualität eines Filters. Hier gibt es keine genauen Angaben die diesen Wert beschreiben könnten.

Dieser Punkt besagt, wie stark die Filterleistung an einem bestimmten Stoff im Wasser ist. Kannenfilter schneiden dabei aufgrund ihrer geringen Größe und Komplexität generell schlechter ab als ihre größeren Geschwister.

Egal auf welchen Bereich sich ein Kannenfilter konzentriert, das Ergebnis ist meist etwas besser als zuvor. Aber eben nicht bedeutend. Demgegenüber steht aber auch der geringe Preis der Kannenfilter.

Hier bleibt einem nicht viel, als sich auf die Angaben des Herstellers, Kundenrezensionen und Test von Instituten zu verlassen. Alternativ kannst du deine Wasserqualität auch vor und nach Kannenfilter testen. Damit entsteht ein ungefährer Einblick in die Effektivität des Produkts.

Hier gilt: Je mehr desto besser.

Anzahl und Art der heraus gefilterten Stoffe

Dieses Kriterium ist bei deiner Auswahl besonders wichtig. Es setzt die Frage voraus, wonach du eigentlich suchst.

Es gibt unterschiedliche Methoden mit unterschiedlichen Zwecken. Normalerweise geht es entweder um eine Enthärtung des Wasser, eine Befreiung von Schadstoffen oder eine Mischung aus beidem.

Eine Enthärtung oder Entkalkung des Wassers wird häufig durch einen Ionentauscher (wie oben beschrieben) erreicht. Das Resultat einer Entkalkung ist meistens eine Geschmacksverbesserung des Wassers selbst und daraus zubereiteter Speisen und Getränke.

Die Filterung von Schadstoffen wird in Kannenfiltern häufig mit Aktivkohle durchgeführt. Diese ist theoretisch darauf ausgelegt, die meisten Schadstoffe aus dem Wasser zu filtern. Dabei handelt es sich unter anderem um Pestizide, pharmazeutische Rückstände und Bakterien.

Möchtest du besonders reines Wasser, so lohnt sich ein Filter der besonders viele dieser Stoffe abfängt. Hierbei lohnen Filter, die auch einen Schwerpunkt auf Bakterien legen, da diese laut Experten mit das größte Risiko darstellen.

Kannenfilter brillieren nun leider nicht in diesen Bereichen. Durch die lose Struktur der Aktivkohle in der Kartusche können die meisten Stoffe leider weiterhin passieren.

Nur Chlor und Kalk können von den Kannenfiltern einigermaßen gut entfernt werden.

Glas unter Wasserhahn

Sauberes Trinkwasser ist lebenswichtig für uns alle. Wenn du mit der Qualität deines Leitungswassers nicht zufrieden bist, kannst du sie ganz einfach durch einen Wasserfilter aufbessern (Bildquelle: 123rf.com / 34237088).

Kompatibilität

Sind Kartuschen der einen Marke kompatibel mit Filtern einer anderen? Hierbei handelt es sich weniger um ein Qualitätsmerkmal als vielmehr um eine Frage der Praktikabilität. Die meisten Kannenfilter von größeren Herstellern sind mit mehreren Kartuschen kompatibel.

Aus diesem Grund gibt es auch Kartuschen, die für alle Kannenfilter konzipiert sind. Ein Beispiel hierfür wären die Kartuschen von amazon basics.

Gesundheitsrisiko

Beim Thema Kannenfilter spielt das Risiko immer eine größere Rolle. Deshalb hier ein kurzer Überblick über einige der potentiellen Risiken:

  • Durchbruch aller Schadstoffe
  • Verkeimung
  • Bakterien
  • Silber als Desinfektionsmittel

Lange Zeit ging die größte Gefahr hier von einem Durchbruch aus. Dabei werden alle gefilterten Stoffe wegen Überlastung auf einen Schlag zurück ins Wasser gelassen. Diese Gefahr wurde aber bereits von  den meisten der Herstellern eliminiert.

Brita wirbt sogar damit, dass dies mittlerweile unmöglich sei. Immer noch sehr real allerdings ist das Risiko der Verkeimung. Nutzt man den Filter zu selten oder wechselt die Patrone nicht häufig genug, so kann das Granulat zum Heim von Bakterien und Keimen werden.

Um dem entgegenzuwirken werden häufig Silberverbindungen eingesetzt. Dadurch wird das Innere des Filters desinfiziert. Auf der anderen Seite können so aber auch Silberteilchen ins gereinigte Wasser gelangen. Auch das bildet ein potenzielles gesundheitliches Risiko.

Unterm Strich lohnt es sich, darauf zu achten ob es bei einer Kartusche zum Durchbruch kommen kann. Verkeimungsrisiko und genutzte Desinfektionsmethoden sind auch einen Blick wert.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Wasserfilter Kartuschen

Das tote Wasser?

Mit diesem kleinen Exkurs verlassen wir die empirische Welt des Filterbaren. Viktor Schauberger und anderen Größen der etwas alternativen Wasserforschung ist klar, dass das Wasser dieser Tage als Leiche in unseren Gläsern landet. Was ist damit gemeint?

Nun, sie halten das Wasser für unbelebt. An dieser Stelle etwas wichtiges vorweg: Gereinigtes und belebtes Trinkwasser wird auch in diesen Kreisen als komplett unterschiedlich erachtet. Auch die ausgeklügeltsten Methoden der Wasserbelebung sind kein Ersatz für eine ordentliche Aufbereitung. Doch was ist mit Belebung gemeint?

Hauptsächlich geht es dabei um die Fähigkeit des Wassers, Informationen zu speichern. Der Japaner Masaru Emoto glaubt bewiesen zu haben, dass sich die Wasserstruktur positiv und negativ beeinflussen lässt. Und tatsächlich lassen sich aus demselben Wasser durch unterschiedliche Informationen unterschiedliche Eiskristalle erzeugen.

Die Wasserbelebung funktioniert nun ergänzend zur Wasseraufbereitung. Durch Rotationsbewegungen (z.B. in Glaskolben) und den Einsatz von Steinen (z.B. Rosenquarz) wird versucht, das Wasser wieder mehr in seinen natürlichen Zustand zu versetzen. Diesen hat es unter anderem in Bergflüssen, in denen das Wasser auch um kleine Steine wirbelt und positiv “geladen” wird.

Ist diese Sache notwendig? Realistisch gesehen, wahrscheinlich nicht. Ist diese Sache nachvollziehbar? Kann man schon sagen. Ein Ersatz für einen Filter? Definitiv nicht. Einen Versuch wert? Überlassen wir dir.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links


[1] https://www.starkfilters.com/ratgeber/wasserfilter-kartuschen/


[2] https://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Trinkwasser-filtern-hilft-das-gegen-Keime,wasserfilter106.html

Bildquelle: 123rf.com / 64685939

Bewerte diesen Artikel


17 Bewertung(en), Durchschnitt: 4,00 von 5
Redaktion

Veröffentlicht von Redaktion

Die Redaktion von STERNEFOOD.de recherchiert und schreibt informative, verständlich aufbereitete Ratgebertexte zu den verschiedensten Themen- und Aufgabengebieten.