Rund 300.000 Tonnen Tiefkühlpommes landen jedes Jahr auf den Tischen der Deutschen. Doch die beliebten Kartoffelstreifen lassen sich auch ganz leicht selbst machen und punkten mit ihrem leckeren, frischen Geschmack.

Wie dir die selbstgemachten Pommes am besten gelingen, Tipps, Zubereitungsarten und spannende Fakten rund um den Fast-Food-Klassiker für Zuhause möchten wir dir in diesem Artikel vorstellen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die perfekten selbstgemachten Pommes sollten gleichmäßig gegart sein und eine goldbraune Färbung besitzen. Zudem sollte die Außenseite knusprig, das Pommesinnere jedoch fluffig leicht sein.
  • Deine selbstgemachten Pommes kannst du ganz leicht in der Fritteuse, der Heißluftfritteuse, dem Backofen oder auch im Topf zubereiten. Für das Frittieren ist vor allem ein Öl mit einem hohen Rauchpunkt, wie beispielsweise Erdnussöl wichtig.
  • Die perfekte Kruste erhältst du laut vielen Köchen durch das Vorkochen in einem Essig-Wasser-Bad und die Doppelte-Frittier-Methode.

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Die schwarze Heißluftfritteuse von Princess eignet sich hervorragend zum Grillen, Braten und Backen von leckeren Gerichten. Dabei werden die Zutaten durch eine Highspeed-Konvektionstechnologie lediglich mit heißer Luft frittiert. So werden Kalorien eingespart ohne Einbußen an Aroma oder Konsistenz.

Das Produkt ist durch eine einfache Bedienung mit einstellbarer Temperaturregelung, integriertem Timer, 8 vorprogrammierten Backprogrammen und einem digitalen Bedienfeld gekennzeichnet. Ein Fassungsvermögen von 3,2l sorgt dabei für bis zu 5 Portionen Pommes in einem Durchgang. Die einzelnen Teile sind leicht zu reinigen, jedoch nicht spülmaschinenfest.

Hintergründe: Was du über selbstgemachte Pommes wissen solltest

Bevor du deine gewünschte Zubereitungsart für selbstgemachte Pommes wählst, stellt sich erst einmal die Frage, wie perfekte Pommes überhaupt sein sollten, welche Kartoffelsorte und Öl sich dafür am besten eignet und ob du deine Pommes vorab in einem Essig-Wasser-Bad kochen solltest. All das erfährst du im folgenden Abschnitt.

Wie sollten die idealen Pommes sein?

Natürlich ist die Konsistenz der Pommes Geschmacksache. Trotzdem gibt es einige Kriterien, die für perfekte Pommes sprechen.

Kriterien für perfekte Pommes sind demnach folgende:

  1. gleichmäßig gegart und goldbraune Färbung
  2. fluffiges Pommesinnere
  3. knusprig, aber nicht zu sehr
  4. behalten ihre Form

Welche Kartoffeln eignen sich am besten für selbstgemachte Pommes?

Die Wahl der Kartoffelsorte für deine selbstgemachten Pommes hängt voll und ganz von deinem Geschmack ab.

Kartoffelsorte Pommesergebnis
Mehlig kochende Kartoffeln luftige Pommes
Vorwiegend festkochende Kartoffeln außen knusprig und innen cremige Pommes

Die meisten Menschen bevorzugen jedoch festkochende Kartoffeln für das perfekte Pommesergebnis. Bei der Zubereitung macht es jedoch keinen Unterschied, welche Kartoffelsorte du gewählt hast.

Welche Vorteile hat ein Baden der Pommes in Essig vor dem Backen?

Viele Pommes-Gourmets schwören auf ein 10-minütiges Kochen in einem Wasser-Essig-Bad vor dem Frittieren der Pommes für die ideale Kruste.

Dafür kannst du circa 2 Liter Wasser mit 2 EL Essig mischen und dies zum Kochen bringen.

Folgende Vorteile bringt dieses Essigbad mit sich:

Vorteile
  • Sie werden nicht zu schnell braun, bevor sie knusprig sind
  • Durch die Stärkung der Kartoffelstruktur bleiben die Pommes in Form
  • Du endest dementsprechend mit keinen hohlen Pommes, die außen zu kross sind

Welches Öl eignet sich am besten für selbstgemachte Pommes?

Grundsätzlich eignen sich alle Öle und Fette für das Zubereiten von Pommes und ist lediglich abhängig von deinen geschmacklichen Präferenzen.

Für das Frittieren von Pommes solltest du vor allem auf einen hohen Rauchpunkt des Öls achten. Das bedeutet, dass sich bei dem Erhitzen des Öls auch bei sehr hohen Temperaturen noch kein Rauch bildet, da sich sonst gesundheitsschädliche Stoffe bilden. Für das Frittieren eignet sich beispielsweise Erdnuss- oder raffiniertes Olivenöl besonders. (Bildquelle: 123rf.com / Алексей Резин)

Etwas Vorsicht ist jedoch beim Frittieren geboten. Dabei solltest du auf besonders hitzebeständige Fette zurückgreifen, welche auch bei hohen Temperaturen keinen Rauch bilden. Findet eine Rauchbildung statt, wird der sogenannte Stoff Acrolein freigesetzt, welcher gesundheitsschädlich ist.

Geeignete Öle zum Frittieren sind beispielsweise folgende:

  • Raffiniertes Olivenöl (Vorsicht: Natives Olivenöl eignet sich nicht zum Frittieren)
  • Erdnussöl
  • Sesamöl
  • Spezielles Frittieröl (meist Erdnussöl)

Was tun für selbstgemachte Pommes: 4 leckere Zubereitungsarten

Für alle Zubereitungsarten solltest du die Kartoffeln vorab in gleichmäßige circa 0,5-1 cm breite Stifte schneiden. Das kannst du entweder mit einem normalen Messer oder aber mit einem sogenannten Pommesschneider machen. Ob du diese schälst oder nicht, ist dabei ganz dir überlassen.

Hast du deine Wahl für ein Öl getroffen und die Kartoffelstifte eventuell in einem Wasser-Essig-Bad vorgekocht, steht nun die Wahl der Zubereitungsmethode an. Wie du deine selbstgemachten Pommes in der Fritteuse, im Backofen, in der Heißluftfritteuse oder aber im Topf am besten zubereitest, verraten wir dir im Folgenden.

Frittierte selbstgemachte Pommes

Die wohl bekannteste Zubereitungsform von Pommes ist das Frittieren. Dabei werden blanchierte Kartoffeln circa 7 Minuten in einem Öl mit einem hohen Rauchpunkt bei circa 170-180 °C gegart. Durch das Schwimmen in Öl ist der Fettgehalt dieser Zubereitungsart sehr hoch, punktet jedoch auch mit Knusprigkeit und Geschmack.

Das doppelte Frittieren

Für die perfekten Pommes schwören viele Köche auf das doppelte Frittieren. Für diese Methode werden die Kartoffelstifte zu aller erst für etwa 10 Minuten vorgekocht. Nach circa 5-minütiger Trocknungszeit, kannst du sie für 50 Sekunden bei circa 180 °C frittieren.

Selbstgemachte Pommes kannst du sowohl in der Fritteuse als auch im Backofen, im Topf oder der Heißluftfritteuse zubereiten. Für all diese Zubereitungsarten solltest du die Kartoffeln dafür in circa 0,5.1 cm breite Stifte schneiden. (Bildquelle: 123rf.com / Jacek Nowak)

Als heißer Tipp werden diese dann nach einer Abkühlzeit von 30 Minuten noch einmal ins heiße Öl gegeben. Diesmal bis sie eine gelbgoldene Farbe annehmen.

Die Doppelte-Frittier-Methode ist berühmt-berüchtigt für die perfekte Kruste mit saftigem Innenleben.

Die Videoanleitung für leckere, selbstgemachte Pommes aus der Fritteuse findest du hier:

Pommes im Topf selber machen

Hast du keine Fritteuse zu Hause, kannst du deine selbstgemachten Pommes auch einfach im Topf frittieren. Dafür einfach Öl mit einem hohen Rauchpunkt bei mittlerer Stufe für circa 20 Minuten bis zu einer Temperatur von etwa 140 °C aufheizen lassen.

Die Temperatur kannst du entweder mit einem Küchenthermometer oder aber mit einem Holzkochlöffel bzw. Zahnstocher überprüfen. Wenn du den Kochlöffel in das Öl hältst, bilden sich bei idealer Temperatur kleine Bläschen am Holz. Bei einer zu hohen Temperatur sprudelt das Öl förmlich.

Blanchierte Kartoffeln solltest du im Topf für circa 7 Minuten bzw. bis sie eine goldgelbe Farbe annehmen, frittieren.

Zubereitung der selbstgemachten Pommes im Backofen

Zum einen kannst du die berühmten Kartoffelstifte natürlich im Backofen zubereiten. Dafür mischst du die rohen Pommes am besten mit 1 bis 2 EL Öl deiner Wahl und verteilst diese auf einem Backblech. Nach circa 30 Minuten bei 175 °C Umluft sind deine Pommes fertig.

Der Fettgehalt ist bei der Zubereitung im Backofen deutlich geringer als bei der Zubereitung in der Fritteuse. Dafür werden sie eventuell jedoch nicht ganz so knusprig.

Pommes in der Heißluftfritteuse selber machen

Doch auch sogenannte Heißluftfritteusen eignen sich hervorragend zur Zubereitung von Pommes. Diese Variante ist wohl am fettärmsten, da die Kartoffelstifte lediglich durch heiße Luft gegart werden und trotzdem die Konsistenz und das Aroma einer herkömmlichen Fritteuse imitiert wird.

Die Garzeit beträgt etwa 20 Minuten und das Beste an der Sache ist, dass du bei Heißluftfritteusen auf nichts aufpassen musst. Du hast eine vorprogrammierte Einstellung, stellst einen Timer und fertig ist das leckere Allroundgericht.

An dieser Stelle möchten wir dir den großen Pommes-Check von Galileo verlinken, welcher sich dem neuen Trend der Heißluftfritteuse widmet und der Frage auf den Grund geht, ob die Zubereitungsart tatsächlich mehr kann als die Fritten aus dem Backofen oder der herkömmlichen Fritteuse.

Trivia: Was du sonst noch über selbstgemachte Pommes wissen solltest

Wer hat eigentlich die Pommes erfunden? Wie hält man selbstgemachte Pommes am besten warm und kann man sie einfrieren? Und wo entsorgst du das Frittieröl am besten? All das und noch einige interessante Fakten mehr rund um die beliebten Kartoffelstreifen kannst du im folgenden Abschnitt lesen.

Wer hat die Pommes erfunden?

Belgier, Franzosen oder doch US-Amerikaner? Tatsächlich stammen die frittierten Kartoffelstreifen aus Belgien. Schon im 17. Jahrhundert wurden diese von den armen Bewohnern rund um die Maas zubereitet, wenn die Fische im Winter knapp wurden.

Die Zubereitung in Frankreich kann erst gegen 1789 belegt werden, wobei die Kartoffelstreifen unter dem Namen der Pommes Pont-Neuf bekannt waren. In den USA, dem Ursprungsland vieler Schnellrestaurants, sind diese erst seit Ende des 1. Weltkriegs bekannt und erhielten durch die Rückkehr der Soldaten ihren Namen der French Fries.

Wie hält man selbstgemachte Pommes am besten warm?

Frisch gemachte Pommes schmecken zwar am besten. Trotzdem gibt es natürlich Möglichkeiten diese warmzuhalten bzw. aufzuwärmen.

Art Beschreibung
Backofen Bei circa 80 °C auf einem Backblech, optional: spezielles Backpapier, das Feuchtigkeit leicht absorbiert, sodass die Pommes knusprig bleiben
Fritteuse kurzes, erneutes Frittieren (circa 30-60 s), am besten beim ersten Frittieren ca. 1 min früher abschöpfen

Was passt zu Pommes?

Für Toppings und Kombinationsmöglichkeiten von Pommes gibt es keinerlei Grenzen. Von Mayo, Ketchup, Pommes-Gewürz bis hin zu Käse mit cremiger Bratensauce, die Kombination mit einem Spiegelei oder aber eine mexikanische Variante mit Guacamole und Tomatenstücken ist alles denkbar. Folge deinem Geschmack und probier es aus.

Kann man selbstgemachte Pommes einfrieren?

Ja, auch selbstgemachte Pommes lassen sich wunderbar einfrieren. Das Ganze hat sogar Vorteile für das Geschmackserlebnis. So wird den selbstgemachten Pommes beim Einfrieren die restliche Feuchtigkeit entzogen, indem diese in Form von Eiskristallen beim nächsten Frittieren super schnell verdampft. Das Ergebnis sind super luftige und trotzdem knusprige Pommes.

Wie viele Kalorien haben selbstgemachte Pommes?

Wie viele Kalorien deine selbstgemachten Pommes tatsächlich haben, hängt stark von der Zubereitungsart ab. In Öl frittierte Pommes schneiden dabei natürlich am schlechtesten ab.

Art Kalorienanzahl
100g rohe Kartoffeln ca. 80 Kalorien
100g frittierte Pommes ca. 320 Kalorien
100g Pommes aus dem Backofen ca. 160 Kalorien
100g Pommes aus der Heißluftfritteuse ca. 146 Kalorien

Wie wird das Frittieröl am besten entsorgt?

Ein kleiner Tipp zu Beginn: Solange dein Frittieröl nicht ranzig riecht, kannst du dieses mehrfach nutzen und es beispielsweise durch ein feinmaschiges Sieb oder Mulltuch filtern.

In Bezug auf das Entsorgen gilt, das Frittieröl auf keinen Fall in den Abguss oder das Klo zu schütten. Für eine umweltgerechte und richtige Entsorgung gibt es 3 Möglichkeiten:

  • Zum einen kannst du das Frittieröl auf Wertstoffhöfen entsorgen. Diese bieten auch meistens Behälter zum einfachen Abfüllen an.
  • Zum anderen kannst du das Öl abkühlen lassen und anschließend in einen verschließbaren, dichten Behälter füllen. Diesen kannst du dann ganz einfach im Restmüll entsorgen.
  • Als dritte Möglichkeit kannst du festes Frittierfett auch in Küchen- oder Zeitungspapier einwickeln und es ebenfalls im Restmüll entsorgen.

Eine Variante mehrmals genutztes Frittieröl zu entsorgen ist beispielsweise das Abfüllen in einen verschließbaren, dichten Behälter. Diesen kannst du dann ganz einfach in den Restmüll schmeißen. (Bildquelle: 123rf.com / belchonock)

Fazit

Selbstgemachte Pommes sind der Hit! Du kannst diese ganz leicht in der Fritteuse, der Heißluftfritteuse, dem Backofen oder auch im Topf zubereiten und hast damit ganz schnell deinen eigenen Fastfood-Klassiker auf dem Tisch.

Für das Frittieren solltest du vor allem ein Öl mit einem hohen Rauchpunkt, wie beispielsweise Erdnussöl verwenden. Die perfekte Kruste erhältst du laut vielen Köchen durch das Vorkochen in einem Essig-Wasser-Bad und die Doppelte-Frittier-Methode.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.chefkoch.de/magazin/artikel/2201,0/Chefkoch/Pommes-selber-machen-mit-Ofen-Topf-Fritteuse.html

[2] https://www.die-kartoffel.de/31-blog/stories/588-alles-ueber-pommes

[3] https://www.die-kartoffel.de/31-blog/stories/438-ist-die-kartoffel-ein-gemuese

[4] https://www.lecker.de/rezepte/pommes

Bildquelle: pixabay.de/Pexels

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