Zuletzt aktualisiert: 9. April 2021

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Die Pizza gilt als traditionelle italienische Speise mit Ursprung in Neapel und wurde im Laufe der Zeit auf der ganzen Welt bekannt. Durch die Beliebtheit wächst das Bedürfnis, dieses einfache und leckere Gericht auch zuhause zuzubereiten. Das fängt natürlich beim Teig an, welcher größtenteils aus Mehl besteht.

Damit du für deinen Geschmack das richtige Pizzamehl findest, haben wir verschiedene Varianten miteinander verglichen. Außerdem erfährst du, welche Vorteile Pizzamehl bietet, was es besonders macht und worauf du beim Kauf achten solltest.




Das Wichtigste in Kürze

  • Pizzamehl ist ein bestimmtes Mehl, das sich aufgrund seiner besonderen Eigenschaften sehr gut für die Herstellung von Pizzateig eignet. Dieser soll dehnbar und reißfest sein, um eine echte italienische Pizza backen zu können.
  • Der Glutengehalt im Pizzamehl ist verantwortlich für die besonderen Eigenschaften des Teigs. Die verschiedenen Varianten von Pizzamehl unterscheiden sich vor allem im Geschmack und in der Verarbeitung des Teigs.
  • Grundsätzlich ist Weizenmehl Typ 00 eine gute Wahl für einen Pizzateig. Es gibt allerdings auch innerhalb des Typs kleine Abweichungen. Die Auswahl für eine spezielle Variante ist abhängig von persönlichen Vorlieben.

Pizzamehl im Vergleich: Bewertungen und Empfehlungen

Im folgenden Abschnitt stellen wir dir unsere Pizzamehl-Favoriten vor. Da es bei einer Pizza viele unterschiedliche Geschmäcker gibt, haben wir dir ganz verschiedene Produkte zusammengestellt. Mit nur wenigen Klicks kannst du das gewünschte Produkt auch direkt kaufen.

Das beste Bio-Pizzamehl

Beim Bio-Pizzamehl von Caputo sind im Gegensatz zu den klassischen Varianten weniger Zusatzstoffe enthalten. Auch wenn es nicht explizit mit “Pizzamehl” gekennzeichnet wird, eignet es sich dennoch hervorragend dafür. Um das Produkt länger haltbar zu machen, werden hier dem Mehl z.B. keine Ascorbinsäure hinzugefügt, sondern auf natürliche biologische Prozesse gesetzt.

Wer also Wert auf naturbelassene und hochwertige Zutaten zurückgreifen möchte, macht mit diesem Mehl alles richtig. Es verfügt über alle Eigenschaften, die ein Pizzamehl haben muss, ohne dass viele Zusatzstoffe notwendig sind.

Bewertung der Reaktion: Dieses Bio-Pizzamehl eignet sich für ernährungsbewusste Bäcker, die das Mehl nicht nur zum Backen von Pizza verwenden möchten.

Das beste traditionelle Pizzamehl

Das Pizzamehl “Farina Speciale Per Pizza” von Frießinger gilt als das klassische Pizzamehl für den Pizzagenuss zuhause. Erhältlich ist es in einer 1kg-Packung und wird in unterschiedlichen Set-Größen verkauft. Es verfügt über optimale Eigenschaften für einen Pizzateig, zum Beispiel einen Eiweißgehalt (W-Wert) von 12,5%.

Dieses Pizzamehl eignet sich allem für Anfänger und Unerfahrene im Pizzabacken. Es ist einfach zu verarbeiten und hat einen guten Eigengeschmack. Tipp: Siebe das Mehl vor der Verwendung mit einem Mehlsieb, damit die Teigkonsistenz gleichmäßig wird.

Bewertung der Reaktion: Wenn du zum ersten Mal eine Pizza mit Pizzamehl statt dem Weizenmehl Typ 405 backen möchtest, wirst du bei “Farina Speziale Per Pizza” große Unterschiede im Geschmack und in der Konsistenz erkennen.

Das beste schnelle Pizzamehl

Das Pizzamehl “Classica Blu” von Caputo gilt ebenfalls als eines der typischen Mehle, welches für eine Pizza geeignet ist. Es wird in einer renommierten italienischen Mühle hergestellt. Das Mehl hat eine leicht gelbliche Färbung und verfügt über einen geringfügig kleineren Glutenanteil als klassische Pizzamehle. Dadurch geht der Teig schneller auf und kann schneller gebacken werden.

Wenn die Pizza also schnell gehen muss, ist die blaue Variante dieses Herstellers empfehlenswert. Hier kannst du bereits nach einer Gehzeit von ca. einer Stunde mit dem Ausrollen des Teigs beginnen.

Bewertung der Redaktion: Mit diesem Mehl gelingt eine leckere Pizza, auch mit wenig Vorbereitungszeit. Trotzdem lässt es an Geschmack nicht zu wünschen übrig.

Das beste Pizzamehl der Type 0

Das Manitoba-Mehl von der Stadtmühle Waldenbuch ist ein spezielles Pizzamehl. Es stammt aus der kanadischen Region Manitoba. Hier wachsen viele besondere robuste Weizensorten. Mehl aus diesem Weizen verfügt über einen sehr hohen Glutengehalt von 14% und einen W-Wert von 360.

Manitoba Mehl ist perfekt für jeden, der viel Zeit und Kraft hat, seinen Pizzateig lange zu kneten. Eine lange Teigführung ist hier unerlässlich. Hier bietet es sich an, eine Küchenmaschine zu verwenden. Die Belohnung ist jedoch ein unwiderstehlicher fluffiger und besonders lockerer Pizzateig.

Bewertung der Redaktion: Mit diesem Mehl und etwas Geduld gelingt ein leckerer Pizzateig, der besonders geschmackvoll ist.

Das beste glutenfreie Pizzamehl

Beim Mehl “FioreGlut” von Caputo handelt es sich um eine glutenfreie Mehlmischung, die in etwa die gleichen Eigenschaften aufweist, wie das klassische Pizzamehl. Anders als beim Weizenmehl, werden hier mehrere Mehlsorten und Stärken, wie z.B. Buchweizenmehl und Reis- zw. Maisstärke miteinander vermischt. Damit die Teigstruktur auch elastisch wird, wird ein Bindemittel als Glutenersatz hinzugefügt.

Wer auf Gluten verzichten, aber dennoch eine leckere fluffige Pizza genießen möchte, greift am besten auf dieses Mehl zurück. Das Ergebnis ist einer glutenhaltigen Pizza extrem ähnlich, weshalb das Mehl wahrscheinlich so beliebt ist. Wichtig beim glutenfreien Backen ist die lauwarme Temperatur aller Zutaten und die genaue Abmessung der jeweiligen Mengen.

Bewertung der Reaktion: Eine glutenfreie Ernährung muss heutzutage nicht mehr ohne Pizza auskommen. Mit diesem leckeren Mehl wirst das Gluten gar nicht vermissen. Der Teig wird damit sogar besonders luftig.

Kauf- und Bewertungskriterien für Pizzamehl

Damit du das passende Pizzamehl für deine perfekte Pizza ausfindig machen kannst, haben wir dir die wichtigsten Kauf- und Bewertungskriterien für Pizzamehl zusammengefasst:

Damit du noch besser Bescheid weißt, findest du hier eine genauere Beschreibung der einzelnen Kriterien.

Qualität

Die Qualität des Mehls zeigt sich v.a. an dem Ergebnis: eine gute Qualität der Backwaren deutet auf eine gute Qualität der Zutaten, also auch des Mehls, hin. Hochwertiges Mehl lässt sich an der Reinheit erkennen.

Sind Rückstände aus dem Mahlvorgang enthalten, kann man die Mehlqualität infrage stellen. Durch Zusatzstoffe, wie Enzyme oder Chemikalien wird sichergestellt, dass die Produktqualität auch bei schwankender Rohstoffqualität gleich bleibt.

Grundsätzlich sind Zusatzstoffe kein Anzeichen von minderer Qualität, es kann jedoch ein ausschlaggebendes Kaufkriterium sein. Bei bio und demeter-Produkten sind meist keine Zusatzstoffe enthalten.

Teigeigenschaften

Ein erhöhter Klebereiweißanteil (Gluten) im Mehl führt zu einer guten Dehn- und Formbarkeit des Teiges und äußert sich im W-Wert. Oft ist er nicht auf der Verpackung angegeben, lässt sich allerdings meist beim Hersteller herausfinden.

Für Pizzateig eignet sich Mehl mit einem Glutenanteil von 12-14,5% und mit einem W-Wert von 180 W bis 350 W.

Je höher der W-Wert, desto langsamer wird der Teig aufgehen. Das Ergebnis ist jedoch eine robuste Glutenstruktur und damit ein elastischer Teig. Das ist abhängig von deinen Anforderungen an den Teig, deiner verfügbaren Zeit sowie deinen persönlichen Vorlieben.

Geschmack

Der Geschmack der Pizza wird größtenteils durch das Mehl im Teig beeinflusst. Hierfür ist der Mineralstoffgehalt im Mehl ausschlaggebend, welcher durch den Mehltyp angegeben wird.

In Deutschland eignet sich Weizenmehl Typ 450 am besten für einen Pizzateig. Es entspricht dem traditionellen italienischen Pizzamehl Typ 0 oder Typ 00, welches allerdings mehr Klebereiweiß hat und sich dadurch noch besser eignet.

Je höher der deutsche Mehltyp, desto dunkler und v.a. geschmackvoller das Mehl, weil mehr Mineralstoffe enthalten sind. Bei Wahl eines höheren Mehltyps solltest du darauf achten, dem Teig etwas mehr Flüssigkeit hinzuzufügen. So trocknet der Teig nicht aus.

Ratgeber: Häufig gestellte Fragen zum Thema Pizzamehl ausführlich beantwortet

Um dich bei deiner Entscheidung für das richtige Pizzamehl weiter zu unterstützen, findest du im Folgenden einige Zusatzinformationen über Pizzamehl.

Was ist Pizzamehl?

Wer sich einen Pizzabäcker bei der Teigzubereitung genauer angeschaut hat, stellt fest, dass ein Pizzateig sehr dehnbar ist und sogar durch die Luft geschleudert werden kann, ohne zu reißen. Das liegt an der verwendeten speziellen Mehlsorte.

Pizzamehl ist eine bestimmte Art Weizenmehl. Es verfügt über besondere Eigenschaften, welche für die Herstellung eines Pizzateigs bestens geeignet sind. Das liegt vor allem am hohen Glutengehalts des Mehls. Es führt dazu, dass sich der Teig gut ausrollen lässt und eine hohe Elastizität hat. Während des Gärens entsteht eine stabile Glutenstruktur, sodass der Teig gut aufgehen kann.

Pizzamehl ist ein spezielles Mehl, das den Pizzateig dehnbar und reißfest macht. Es bietet die perfekte Grundlage für eine leckere italienische Pizza. (Bildquelle: Nadya Spetnitskaya / Unsplash)

Traditionell wird für einen Pizzateig Mehl des italienischen Typs 00 verwendet. Das entspricht in etwa dem deutschen Weizenmehltyp 405, enthält allerdings mehr Gluten. Ein echter Pizzabäcker mischt außerdem verschiedene Mehlsorten zusammen, um einen einzigartigen Teig herzustellen. Besonders gerne wird Hartweizengrieß zum Weizenmehl gemischt. Das wertet den Geschmack auf und der Teig bekommt seine typische Färbung.

Wie backe ich eine Pizza?

Die perfekte Pizza zu backen erfordert hochwertige Zutaten und Zeit. Der Teig besteht traditionell aus Mehl, Hefe, Olivenöl, Wasser und Salz. Nachdem alle Zutaten vermengt worden sind, muss der Teig geknetet werden. Alternativ kann diese Aufgabe eine Küchenmaschine übernehmen.

Wenn der Teig geschmeidig und glatt ist, beginnt die Ruhephase.

Der Teig wird in einer Schüssel mit einem Tuch darüber an einen warmen Platz gestellt. Der Gärprozess der Hefe beginnt. Je nach verwendetem Mehl und Rezept dauert diese Ruhephase zwischen 30 Minuten und 24 Stunden. Währenddessen kannst du die Zutaten für den Belag vorbereiten. Hier sind deinem persönlichen Geschmack keine Grenzen gesetzt.

Bevor die Pizza in den Ofen geschoben wird, sollte dieser vorgeheizt sein. Pizza wird üblicherweise unter sehr hohen Temperaturen gebacken. Die Backdauer variiert ebenfalls je nach Temperatur und Vorliebe bzgl. der Konsistenz. Bei einer hohen Temperatur von z.B. 250°C bietet sich eine kurze Backdauer an, damit die Pizza luftig und locker wird. Wenn du deine Pizza eher knusprig magst, drehe die Temperatur auf 200°C herunter und verlängere die Backzeit um ca. 10 Minuten.

Was kostet Pizzamehl?

Pizzamehl ist in unterschiedlichen Preiskategorien erhältlich. Im Folgenden geben wir dir eine Übersicht:

Preisklasse Erhältliche Produkte
Niedrigpreisig 0,50 – 1,00 €) Discountermarken für schnelles Backen, Glutenanteil eher niedrig
Mittelpreisig 1,00 – 2,50 €) Glutenanteil mittel
Hochpreisig ab 2,50 €) hochwertige Rohstoffe, hoher Glutenanteil, wenige bis keine Zusatzstoffe

Für welche Speisen ist Pizzamehl auch geeignet?

Bei einem Pizzateig handelt es sich um einen einfach Hefeteig. Doch mit Pizzamehl lassen sich auch viele andere Speisen zubereiten, die auf einem Hefeteig basieren.

Im Folgenden findest du eine Liste mit Speisen, für die du ebenfalls Pizzamehl nutzen kannst:

  • Grissini
  • italienische Süßspeisen, z.B. Cantuccini oder Panettone
  • Waffeln, Kekse
  • Weißbrot und -brötchen, z.B. Ciabatta
  • Hefegebäck, z.B. Kuchen, Torten
  • Rührteig
  • Quiche
  • Saucen

Fazit

Um die perfekte Pizza zu backen, kommt es in erster Linie auf die richtigen Zutaten an. Vor allem das Mehl spielt eine bedeutende Rolle und hat großen Einfluss auf das Endergebnis. Besonders wichtig ist der Glutengehalt im Mehl. Je nach Anforderungen an den Teig kann man unterschiedliches Mehl verwenden.

Profis experimentieren mit verschiedenen Mehlmischungen oder der Hinzugabe von Hartweizengrieß, um den Teig noch besser zu machen. Letztendlich entscheidet jedoch der persönliche Geschmack über die Mehlauswahl.

Die Wahl des richtigen Mehls ist trotzdem keine Garantie für eine perfekte Pizza. Bei der Zubereitung von Pizzateig kommt es auf die richtige Verarbeitung der Zutaten an. Vor allem der Knet-, Gär- und Backvorgang sind Schlüsselmomente bei der Herstellung einer Pizza. Außerdem spielen die verwendeten Geräte, wie z.B. ein Pizzastein oder ein spezieller Pizzaofen eine große Rolle.

(Titelbild: Koba Samurkasov / 123rf)

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