Frisch gepresste Säfte aus Obst und Gemüse sind gesund und schmecken, doch auf Dauer können gekaufte Säfte sehr teuer werden. Wenn du dich langfristig gesund ernähren willst und dabei nicht auf deine wohlschmeckenden und nährstoffreichen Säfte verzichten willst, kann die Anschaffung eines Entsafters durchaus sinnvoll sein.

Die Auswahl an Entsaftern am Markt ist jedoch riesengroß und die Entscheidung daher nicht gerade einfach. Deshalb wollen wir dir in unserem Entsafter Test 2019 die besten Modelle vorstellen und dir alle wichtigen Informationen zum Thema vermitteln. Unsere wertvollen Tipps können dir dabei helfen, den für dich perfekten Entsafter zu finden.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit einem Entsafter kannst du ganz einfach leckere und vor allem gesunde Säfte herstellen. Innerhalb kurzer Zeit können mehrere Liter Saft gewonnen werden, was ohne ein entsprechendes Gerät eine komplizierte und langwierige Angelegenheit wäre.
  • Unterscheiden kannst du zwischen einem Zentrifugenentsafter, einem Dampfentsafter oder einer Saftpresse, zu der auch die Zitruspressen gehören.
  • Zentrifugenentsafter entsaften besonders schnell, während du mit einem Dampfentsafter größere Mengen an Saft herstellen und mit Saftpressen dein Obst bzw. Gemüse besonders schonend entsaften kannst.

Entsafter Test: Favoriten der Redaktion

Die beste Zitruspresse

Die Russell Hobbs Zitruspresse ist ein absoluter Bestseller, was sicher auch am hervorragenden Preis-/Leistungsverhältnis liegt. Die Saftpresse funktioniert automatisch, sobald du Druck ausübst. Dann rotiert der Presskegel nach links oder rechts und quetscht die Zitrusfrucht effektiv aus. Der Saft läuft dann über eine Ausgusstülle mit Tropf-Stopp-Funktion in den Behälter, den du vorher druntergestellt hast.

Zum Lieferumfang der Russell Hobbs Zitruspresse gehören zwei unterschiedlich große Presskegel – einer für Orangen und Grapefruits, der andere für Zitronen und Limetten. Zudem gibt es eine Kabelaufwicklung. Das Gerät mit einer Leistung von 60 Watt steckt in einem gebürsteten Edelstahlgehäuse und macht einen hochwertigen Eindruck. Wenn du Glück hast, bekommst du es im Sale schon für unter 30 Euro.

Der beste Edelstahl Entsafter

Der KESSER Entsafter für Obst und Gemüse ist ein Zentrifugal-Entsafter mit 1.050 Watt, Überhitzungsschutz und einer besonders großen Einfüllöffnung von 8,5 cm. So kannst du viele Früchte auch ohne Zerschneiden hineingeben. Das Sieb besteht wie das Gehäuse aus Edelstahl und hat besonders scharfe Klingen.

Der Tresterbehälter des KESSER Entsafters fasst zwei Liter – du kannst also jede Menge Saft auf einmal herstellen, der dann in einem einen Liter fassenden Behälter landet. Der Ausgießer hat eine Anti-Tropf-Funktion, sodass du auch ein Glas statt des Saftbehälters nutzen kannst.

Das Gerät lässt sich nach der Benutzung schnell zerlegen und in die Teile können in der Spülmaschine gereinigt werden. Es wird aber auch eine Reinigungsbürste mitgeliefert. Ein Rezeptheft liegt ebenfalls bei, sodass du gleich mit der Zubereitung leckerer Säfte beginnen kannst.

Der beste BPA freie Entsafter

Der Nutrilovers Slow Juicer ist ein BPA freier edelstahl Entsafter, der sich zum Entsaften von Obst und Gemüse eignet.

Zum Lieferumfang zählt zudem ein Rezeptbuch. Ein integriertes Sieb ermöglicht dir das Zubereiten von Eis und Sorbets.

Der beste Entsafter mit Vorspülfunktion

Der Philips HR1921/20 Entsafter ist ein Qucik Clean Entsafter mit Vorspülfunktion. Er besteht aus Edelstahl und bietet dir ein einmaliges Safterlebnis.

Die Größe der Einfüllöffnung macht das Vorschneiden der Zutaten überflüssig. Im Handumdrehen wird dir innerhalb einer Minute dein Erfrischungsgetränk zubereitet.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du einen Entsafter kaufst

Du überlegst schon länger dir einen Entsafter zuzulegen, aber die Fülle an Informationen und Angeboten verunsichert dich eher, anstatt dir zu helfen? Dann bist du hier genau richtig!

Unser Ratgeber zeigt dir, auf was du bei Entsaftern achten musst, um Fehlkäufe zu vermeiden.

Was ist ein Entsafter und wie funktioniert er?

Entsafter sind Küchengeräte, welche in drei Kategorien eingeteilt werden können: Saftpressen, Zentrifugenentsafter und Dampfentsafter. Generell dienen sie dazu, Säfte aus Obst, Gemüse, Kräutern oder Gräsern zu gewinnen.

Wie ein Entsafter funktioniert, hängt von seiner Bauart ab, auf die wir weiter unten im Abschnitt “Entscheidung” näher eingehen.

Zentrifugalentsafter zerreiben das Obst bzw. Gemüse. Ein Sieb trennt dann den Saft vom Trester. Bei einem Dampfentsafter sorgt Wasserdampf dafür, dass die Früchte platzen und der Saft austreten kann. Das dauert mitunter ziemlich lange.

Ein Entsafter kann nicht nur auspressen. In Kombination mit anderen Geräten und Säften lassen sich so unterschiedliche Getränke herstellen und tolle Cocktails zaubern. (Bildquelle: pixabay.com / silviarita)

Saftpressen sind da wesentlich schneller. Am bekanntesten sind die Zitruspressen, bei denen die halbierte Zitrone oder Orange über einen Kegel mit scharfkantigen Rippen mechanisch ausgequestscht wird.

Wenn die Saftpresse über eine oder zwei Schnecken verfügen, können sie im Gegensatz zu Zitrusfrüchte nicht nur Zitronen und Orangen auspressen. Die Schnecken zerquetschen das Obst oder Gemüse und das dadurch entstehende Mus wird durch ein Sieb in Saft und Trester getrennt.

Für wen eignet sich ein Entsafter?

Ein Entsafter ist für jeden geeignet, der sich gesund ernähren und sein Immunsystem pushen möchte.

Zudem enthalten selbst hergestellte, frische Säfte sehr oft mehr Vitamine, Spurenelemente, Enzyme und Mineralstoffe als solche, die beispielsweise im Supermarkt gekauft werden.

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Wusstest du, dass man Saft auch zum Kochen benutzen kann?

Es gibt einige Rezepte die Rot- oder Weißwein verwenden. Die alkoholische Zutat kannst du einfach durch einen passenden Fruchtsaft austauschen. Ist zum Beispiel ein Portwein unter den Zutaten aufgelistet, so kann dieser durch Schattenmorellenfruchtsaft ausgetauscht werden.

Außerdem kann man sich bei selbst hergestellten Säften sicher sein, dass keine Konservierungsstoffe oder andere bedenkliche Inhaltsstoffe enthalten sind.

Ein weiterer positiver Punkt bei selbst hergestellten Säften ist, dass du genau weißt, was alles in deinem Saft enthalten ist.

Was können Entsafter?

Entsafter können nicht nur entsaften, sondern auch noch eine Reihe anderer Dinge wie etwa Mandelmilch oder Hummus herstellen.

Neben Säften können Entsafter auch Mandelmilch oder Humus herstellen.

Das Wichtigste vorweg: Entsafter sind natürlich da, um Obst und Gemüse, aber auch Kräuter und Gräser zu entsaften. Aber es gibt auch einige weitere Einsatzmöglichkeiten von Entsaftern, die du vielleicht noch nicht kennst.

Zum Beispiel kannst du mit einem Entsafter auch Mandelmilch herstellen oder du verwendest die frischen Säfte in leckeren Cocktails. Auch eine Tomatensalsa oder Hummus lassen sich mit einem Entsafter zubereiten.

Robustere Geräten kannst du sogar für Fruchtsorbet aus gefrorenen Früchten verwenden. Du siehst – deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Was kann ich alles entsaften?

Grundsätzlich kannst du aus jedem Obst und Gemüse sowie aus Kräutern und Gräsern einen Saft herstellen, sofern genügend Flüssigkeit enthalten ist.

Äpfel, Karotten, Orangen, Ananas, Salatgurken, Tomaten, Weintrauben, Erdbeeren, Grapefruit, Rote Bete oder andere Früchte und Gemüsesorten eignen sich hervorragend für die Saftherstellung.

Natürlich kommt es auch darauf an, welche Art von Entsafter du benutzt. Möchtest du beispielsweise Weizengras oder Dinkelgras entsaften, ist das mit einer Zitruspresse nicht möglich. Hierfür würde sich eine Saftpresse am besten eignen.

Wie viel kostet ein Entsafter?

Erst einmal ist zu sagen, dass es Entsafter in allen Preisklassen gibt – von der manuellen Zitruspresse über die verschiedenen Einsteigermodelle bis hin zum Profimodell.

Primär hängt der Preis davon ab, für welche Art von Entsafter du dich entscheidest, von welchem Hersteller er ist und welche Funktionen das Gerät besitzen sollte.

Wir haben in einer großen Preisstudie insgesamt 150 Produkte aus der Kategorie Entsafter untersucht, um dir einen Überblick zu verschaffen. Die Ergebnisse kannst du hier in unserem Graph betrachten. Finde in unserem Ratgeber heraus, ob eher ein Produkt der höheren oder niedrigeren Preisklasse für dich geeignet ist. (Quelle: Eigene Darstellung)

Einstiegsmodelle bei den Zentrifugenentsaftern gibt es bereits ab ca. 30 Euro, Profimodelle können aber auch deutlich über 150 Euro kosten.

Bei den Dampfentsaftern sind die günstigsten Modelle bereits ab ca. 25 Euro erhältlich. Je nach Modell und Hersteller kannst du aber für einen Dampfentsafter auch über 100 Euro ausgeben.

Art Preis
Zentrifugenentsafter ca. 30 bis 300 Euro
Dampfentsafter ca. 25 bis 150 Euro
Zitruspressen ca. 5 bis 200 Euro
Saftpressen ab ca. 150 Euro

Hast du dich für eine manuelle Zitruspresse entschieden, bekommst du diese schon für unter 10 Euro, elektrische Zitruspressen gibt es ab ca. 10 Euro aufwärts. Für Saftpressen mit einer oder zwei Schnecken musst du allerdings etwas mehr einplanen. Hier belaufen sich die Preise bei den besseren Modelle auf über 300 Euro.

Wo kann ich einen Entsafter kaufen?

Entsafter zu kaufen ist relativ einfach, da man sie teilweise im Supermarkt kaufen kann. Aldi und Lidl haben sie ebenfalls oft im Angebot. Des Weiteren kannst du einen Entsafter in Elektronikmärkten erwerben.

Möchtest du deinen Entsafter lieber nach Hause geliefert bekommen, gibt es natürlich auch unzählige Angebote im Internet.

Unseren Recherchen nach werden im Internet die meisten Entsafter in Deutschland derzeit über die folgenden Shops verkauft:

  • Amazon.de
  • Ebay.de
  • Saturn.de
  • Mediamarkt.de
  • Real.de

Alle Entsafter, die wir dir auf dieser Seite vorstellen, enthalten einen Link zu mindestens einem dieser Shops, sodass du deinen Entsafter gleich erwerben kannst, falls dir ein Modell zusagt.

Welche bekannten Hersteller von Entsaftern gibt es?

Entsafter werden von zahlreichen Herstellern angeboten. Das Angebot reicht von günstigen No-Name-Produkten bis hin zu Premiumgeräten namhafter Marken. Einige wollen wir dir an hier vorstellen.

Entsafter von Philips

Die Marke (Royal) Philips stellt eine Vielzahl an Haushaltsgeräten her, darunter auch Entsafter. Das niederländische Unternehmen wurde 1891 gegründet und ist weltweit bekannt für hochwertige Produkte.

Deswegen gehören Entsafter von Philips zu den beliebtesten Geräten zur Saftherstellung.

Entsafter von Gastroback

Wie der Name schon vermuten lässt, konzentriert sich der Hersteller Gastroback auf Haushaltsgeräte für Küche und Gastronomie. Die Marke gehört zum australischen Unternehmen Breville Group Limited mit Sitz in Sydney.

Die hochwertigen Entsafter von Gastroback bewegen sich in einem Preisbereich von 100 bis 200 Euro.

Weitere Hersteller von Entsaftern sind beispielsweise:

  • Clatronic
  • Russell Hobbs
  • WMF
  • KitchenAid
  • Bosch
  • Braun
  • Severin

Jeder Hersteller bietet Produkte mit anderen Eigenschaften und Funktionen an. Bei deiner Entscheidung solltest du vor allem auf deine Bedürfnisse achten und aufgrund dessen deine Entscheidung treffen.

Gibt es Alternativen zum Entsafter?

Es gibt tatsächlich einige Tricks, wie du auch ohne Entsafter einen leckeren Saft herstellen kannst. Die gängigste Methode ist dabei das Leinentuch. Du pürierst vorher das gewünschte Obst oder Gemüse und gibst den Brei in das Tuch.

Danach musst du deine Muskeln spielen lassen und das Tuch fest ausdrücken. So erhältst du auch ohne Entsafter einen frisch gepressten Saft.

Wenn du auf Smoothies stehst, dann können wir dir spezielle Smoothie Maker, Hochleistungsmixer oder Pürierstäbe empfehlen. So erhältst du vielleicht keinen reinen Saft, sondern eher ein dickflüssiges Püree, aber dafür bleiben alle Stoffe und Vitamine im Smoothie enthalten.

Entscheidung: Welche Arten von Entsaftern gibt es und welche ist die richtige für dich?

Grundsätzlich kann man zwischen drei Arten von Entsaftern unterscheiden:

  • Zentrifugenentsafter
  • Dampfentsafter
  • Saftpressen

Bei jeder dieser drei Arten verläuft der Entsaftungsprozess etwas anders, was individuelle Vor- und Nachteile mit sich bringt.

Je nachdem, auf welche Dinge du am meisten Wert legst, eignet sich eine andere Art von Entsafter für dich. Wir möchten dir im folgenden Abschnitt dabei helfen herauszufinden, welche Art von Entsafter ideal für dich ist.

Dazu stellen wir dir alle oben genannten Arten von Entsafter vor und übersichtlich dar, worin jeweils die Vor- und Nachteile liegen.

Was zeichnet einen Zentrifugenentsafter aus und worin liegen die Vor- und Nachteile?

Der Entsaftungsvorgang beim Zentrifugenentsafter funktioniert mit einer sogenannten Reibescheibe und einem Sieb.

Durch die Reibescheibe wird das Obst und Gemüse zuerst sehr schnell zerkleinert, dann filtert das Sieb das Fruchtfleisch und eventuell vorhandene Kerne heraus und der Saft wird durch das Sieb ausgepresst.

Da sich die Reibescheibe sehr schnell dreht, kommt es zur Hitzeentwicklung, wodurch wertvolle Vitamine verlorengehen können.

Ein Vorteil beim Zentrifugenentsafter ist die relativ große Einfüllöffnung. Hier kannst du problemlos Obst und Gemüse reingeben, das teilweise nicht einmal kleingeschnitten werden muss. Zudem geht das Entsaften mit einem Zentrifugenentsafter ziemlich schnell.

Vorteile
  • Schnelle Zubereitung
  • Auch für ganze Früchte
  • Große Einfüllöffnung
  • Einfache Reinigung
  • Auch gut geeignet für hartes Obst und Gemüse
Nachteile
  • Durch Hitzeentwicklung weniger Vitamine
  • Lauter im Betrieb
  • Nicht für Gräser und Kräuter geeignet
  • Weniger robust
  • Nussmilch lässt sich damit nur schwer herstellen

Nachteilig ist, dass Zentrifugenentsafter beim Entsaften etwas lauter sein können als andere Arten von Entsaftern. Sie sind zudem auch nicht ganz so robust wie Saftpressen mit Schnecken und es ist nicht möglich, Gräser und Kräuter mit dieser Art von Entsafter auszupressen.

Was zeichnet einen Dampfentsafter aus und worin liegen die Vor- und Nachteile?

Ein Dampfentsafter besteht aus drei Teilen: aus einem Wassertopf, einem Auffangbehälter und einem Fruchtkorb.

In den untersten Topf wird Wasser gegeben, das später den nötigen Dampf erzeugt. Darauf wird der Auffangbehälter gesetzt, der in der Mitte mit einem Trichter ausgestattet ist, durch den der Dampf aufsteigen kann.

Am Auffangbehälter befindet sich der Ablaufschlauch aus Silikon oder Gummi. Auf den Auffangbehälter kommt der Fruchtkorb, der an ein Sieb erinnert.

In den Fruchtkorb werden die zerkleinerten Früchte gegeben. Durch das erhitzte Wasser entsteht Wasserdampf, durch den die Früchte erhitzt und entsaftet werden. Bei dieser Art von Entsafter muss das Obst nicht entkernt werden.

Weil der Saft stark erhitzt wird, ist er länger haltbar, wenn du ihn gleich nach dem Entsaften in vorher sterilisierte Flaschen füllst und diese anschließend gut verschließt.

Vorteile
  • Obst muss nicht entkernt werden
  • Saft ist länger haltbar
  • Große Mengen können entsaftet werden
  • Geringe Anschaffungskosten
  • Einfache Reinigung
Nachteile
  • Zeitintensiv
  • Durch Hitzeentwicklung weniger Vitamine
  • Entsafter benötigt viel Stauraum
  • Man kann nur Obst entsaften

Zudem kannst du hier gleich große Mengen Obst verarbeiten. Allerdings dauert diese Methode mit ca. 30 bis 60 Minuten etwas länger. Durch die Hitzeentwicklung gehen zudem wertvolle Vitamine verloren. Außerdem kannst du mit einem Dampfentsafter nur Obstsaft herstellen.

Was zeichnet eine Saftpresse aus und worin liegen die Vor- und Nachteile?

Bei den Saftpressen gibt es drei unterschiedliche Arten:

  • Zitruspressen
  • Saftpressen mit einer Schnecke
  • Saftpressen mit zwei Schnecken

Zitruspressen

Zitruspressen können nur Zitrusfrüchte entsaften, wohingegen Saftpressen mit einer bzw. zwei Schnecken fast jedes Obst und Gemüse entsaften können.

Bei den Saftpressen mit einer bzw. zwei Schnecken wird das Pressgut zuerst in Teile zerbrochen und im nächsten Schritt ausgequetscht. Es gibt zwei Auffangbehälter – einen für den Saft und einen weiteren für den Trester.

Da das Obst bzw. Gemüse bei einer Saftpresse nur durch mechanischen Druck entsaftet wird und das mit einer geringen Drehzahl geschieht, ist die Qualität des Safts höher. Weil keine Hitze entsteht, gehen bei dieser Art von Entsafter keine wichtigen Vitamine verloren.

Achte darauf, dass du nur wenig Druck beim Saftpressen anwendest. Es empfiehlt sich, den Presser ganz langsam nach unten zu drücken.

Vorteil einer Zitruspresse ist der geringe Anschaffungspreis. Manuelle Zitruspressen bekommst du schon für weniger als 10 Euro. Zudem brauchen sie sehr wenig Platz und sind einfach zu bedienen.

Vorteile
  • Geringe Anschaffungskosten
  • Braucht wenig Platz
  • Einfache Bedienung
  • Lange Lebensdauer
  • Einfach zu reinigen
Nachteile
  • Nur für Zitrusfrüchte
  • Viel Kraft notwendig

Allerdings kannst du mit einer Zitruspresse nur Zitrusfrüchte pressen und je nach Modell musst du etwas Kraft anwenden, um eine ausreichende Menge an Saft zu gewinnen.

Saftpressen mit einer oder zwei Schnecken

Bei Saftpressen mit einer oder zwei Schnecken hast du den großen Vorteil, dass keine wertvollen Vitamine verloren gehen, da sich keine Hitze entwickelt und das Obst und Gemüse schonend entsaftet wird.

Außerdem ist hier das problemlose Entsaften von Gräsern und Kräutern möglich.

Allerdings ist bei dieser Art von Saftpressen mit höheren Anschaffungskosten zu rechnen und auch mit etwas mehr Zeit, da du das Obst und Gemüse vorher teilweise schälen und zerkleinern musst.

Zudem kann es zu einem Stau kommen, wenn du zu viel Obst oder Gemüse auf einmal einfüllst.

Vorteile
  • Keine Hitzeentwicklung
  • Schonende und leise Entsaftung
  • Entsaftet auch Gräser und Kräuter
  • Feinere Konsistenz des Safts
  • Keine Schaumbildung
Nachteile
  • Zeitintensiv
  • Höhere Anschaffungskosten
  • Mögliche Staubildung
  • Schälen und zerkleinern von Obst und Gemüse
  • Obst muss entkernt werden

Wie du sehen kannst, haben Saftpressen mit einer oder zwei Schnecken sehr positive Eigenschaften, aber auch einige negative Aspekte. Daher liegt die Entscheidung bei dir und du musst selber abwägen, wie du die Faktoren gewichtest.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Entsafter vergleichen und bewerten

Im Folgenden möchten wir dir zeigen, anhand welcher Faktoren du Entsafter vergleichen und bewerten kannst. Dadurch wird es dir leichter fallen, zu entscheiden, ob sich ein bestimmtes Gerät für dich eignet oder nicht.

Zusammengefasst handelt es sich dabei um:

  • Größe des Entsafters
  • Leistung
  • Anzahl der Geschwindigkeitsstufen
  • Gehäusematerial
  • Fassungsvermögen
  • Größe der Einfüllöffnung
  • Reinigung
  • Design

In den nachfolgenden Absätzen kannst du jeweils nachlesen, was es mit den einzelnen Kaufkriterien auf sich hat und wie du diese einordnen kannst.

Größe des Entsafters

Ein Entsafter kann einiges an Platz in deiner Küche oder im Schrank einnehmen. Je nachdem für welches Modell du dich entscheidest, benötigst du mehr oder weniger Stauraum.

Überlege dir vor dem Kauf, wie oft du deinen neuen Entsafter benutzen möchtest und welche Art von Obst und Gemüse du am liebsten entsaften willst.

Entsafter gibt es in verschiedenen Modellen und Größen. Die geeignete Größe hängt auch davon ab, wie viel Platz du in deiner Küche zur Verfügung hast. (Bildquelle: 123rf.com /  maridav)

Am platzsparendsten sind manuelle und elektrische Zitruspressen. Sie benötigen nur wenig Stauraum, allerdings kannst du damit auch nur Zitrusfrüchte wie Orangen oder Zitronen entsaften. Die gängigsten Zitruspressen haben durchschnittliche Maße von ca. 20 x 20 cm.

Möchtest du allerdings mehr als nur Zitrusfrüchte entsaften, musst du schon etwas mehr Platz in deiner Küche oder im Schrank einplanen. Zentrifugenensafter und Saftpressen können durchaus mindestens den doppelten Platz von Zitruspressen in Anspruch nehmen.

Dampfentsafter haben einen Durchmesser von ca. 26 cm, können aber durchaus bis zu 50 cm hoch sein. Allerdings kannst du Dampfentsafter sehr gut in ihre einzelnen Teile zerlegen und dadurch platzsparender aufbewahren.

Marktstudie (10/19): Mithilfe von wissenschaftlichen Methoden haben wir eine Marktstudie durchgeführt, in der wir uns 95 Produkte der Kategorie Entsafter genauer angesehen haben. Wir wollen dir damit die Frage beantworten, wie die Produkteigenschaft Entsaftungstechnik quer über den Markt verteilt ist. Damit kannst du besser einschätzen welcher Produkttyp für dich geeignet ist. Du kannst die Ergebnisse unserer wissenschaftlichen Studie hier oben in dem Graph betrachten. (Quelle: Eigene Darstellung)

Am besten ist es, du misst den Platz in deiner Küche genau aus, den du für deinen Entsafter zur Verfügung hast. Anschließend informierst du dich über die Größen der einzelnen Geräte.

Dann kannst du dich individuell entscheiden, welcher Entsafter am Besten zu dir und deiner Küche passt.

Leistung

Welche Leistung dein Entsafter haben sollte, kommt ganz darauf an, welches Obst du hauptsächlich entsaften möchtest und wie oft du das Gerät benutzen wirst.

Willst du hauptsächlich weiches Obst entsaften und kein Vielverwender werden, reicht oftmals schon ein günstiges Einsteigergerät mit 300 Watt. Für das Entsaften vieler verschiedener Obst- und Gemüsearten und wenn du Wert legst auf eine gute Leistung wäre ein Modell mit etwa 1.000 Watt eine gute Wahl.

Anzahl der Geschwindigkeitsstufen

Bei der Anzahl der Geschwindigkeitsstufen kommt es darauf an, welche Art von Entsafter du bevorzugst. Die meisten Zentrifugenentsafter haben zwei Geschwindigkeitsstufen.

Je nachdem wie weich oder wie hart dein Obst bzw. Gemüse ist, kannst du eine der beiden Geschwindigkeitsstufen auswählen.

Dampfentsafter haben aufgrund ihres Entsaftungsvorgangs keine Geschwindigkeitsstufen, da hier mit Dampf entsaftet wird. Zitruspressen reagieren meist auf Druck und haben deswegen nur eine Geschwindigkeitsstufe.

Auch Saftpressen mit einer oder zwei Schnecken haben nur eine Geschwindigkeitsstufe, allerdings kann man sie in der Regel vor- und zurückdrehen. Das ist praktisch bei einem Stau, wenn du zuviel Obst oder Gemüse eingefüllt hast.

Gehäusematerial

Beim Gehäusematerial kann meist zwischen Edelstahl und Kunststoff gewählt werden. Bei der Wahl solltest du dir verschiedene Punkte überlegen, beispielsweise wie langlebig der Entsafter sein sollte oder wie robust. Vielleicht ist dir auch die Optik wichtig.

Nach dem Beantworten dieser Fragen kannst du dich individuell für einen für dich richtigen Entsafter entscheiden. Zu bedenken ist, dass Entsafter mit einem Gehäuse aus Edelstahl meist etwas langlebiger sind als Entsafter aus Kunststoff.

Die Qualität eines Entsafters hängt sehr vom Preis ab. Wenn du einen hochwertigen Entsafter suchst, achte auf die Kundenbewertungen.

Fassungsvermögen

Beim Fassungsvermögen spricht man grundsätzlich von zwei verschiedenen Behältern. Zum einen gibt es das Fassungsvermögen des Saftbehälters und zum anderen das des Auffangbehälters.

Was du dabei beachten solltest, erfährst du in den nächsten Absätzen.

Fassungsvermögen des Saftbehälters

Bei der Frage nach dem Fassungsvermögen des Saftbehälters solltest du dir die Frage stellen, wieviel Saft du in einem Arbeitsgang herstellen möchtest.

Willst du immer größere Mengen an Saft herstellen, macht es durchaus Sinn, einen Entsafter mit einem größeren Saftbehälter zu kaufen.

Hierbei kommt es natürlich auch wieder auf die Art des Entsafters an. Zentrifugenentsafter haben je nach Hersteller und Modell des Entsafters ein Saft-Fassungsvermögen von ca. 0,7 Liter bis 2,5 Liter. Du siehst, hier gibt es große Unterschiede.

Das größte Fassungsvermögen haben Dampfentsafter. Hier finden im Behälter je nach Hersteller und Modell etwa 3 bis 7 Liter Saft Platz. Bei Zitruspressen hast du entweder einen direkten Ausguss oder ein maximales Fassungsvermögen von ca. 0,75 Litern.

Das Volumen des Saftbehälters deines Entsafters sollte sich danach richten, wie viel Saft du auf einmal pressen willst. (Bildquelle: 123rf.com / monticello)

Entscheidest du dich für eine Saftpresse, kannst du mit einem Fassungsvermögen von etwa 0,5 Liter bis 1,5 Liter Saft rechnen. Auch hier gibt es wieder Unterschiede je nach Hersteller und Modell.

Fassungsvermögen des Auffangbehälters

Wieviel Trester sollte im Auffangbehälter deines Entsafters Platz finden? Auch hier kommt es auf deine persönlichen Bedürfnisse an.

Bei Zitruspressen wird sich diese Frage nicht stellen, da sie aufgrund ihrer Beschaffenheit in der Regel gar keinen Fruchtfleischbehälter besitzen.

Die Auffangbehälter von Zentrifugenentsafter haben in etwa ein Fassungsvermögen von ca. 1 bis 3 Liter. Wie groß dein Auffangbehälter sein soll, kommt zum Beispiel darauf an, wieviel Obst bzw. Gemüse du entsaften möchtest und ist auch abhängig vom Obst bzw. Gemüse selbst.

Es gibt Obst- und Gemüsesorten, die wenig Trester produzieren, aber auch solche mit mehr Trester.

Größe der Einfüllöffnung

Die Größe der Einfüllöffnung ist nur für Zentrifugenentsafter und Saftpressen von Relevanz, wobei Zentrifugenentsafter meistens einen etwas größeren Einfüllschacht besitzen.

Bei diesem Kriterium solltest du dir überlegen, welche Arten und Größen von Obst bzw. Gemüse du häufig entsaften möchtest.

Die Größe der Einfüllöffnung beträgt bei vielen Zentrifugenentsaftern zwischen 7 und 8,5 cm. Das heißt, du kannst auch problemlos Äpfel entsaften, ohne sie vorher kleinzuschneiden.

Bei Saftpressen ist die Einfüllöffnung meist etwas kleiner und beträgt ca. 4 bis 5 cm. Hier ist zu bedenken, dass größeres Obst bzw. Gemüse vorher kleingeschnitten werden muss.

Reinigung

Bei der Reinigung solltest du dir die Frage stellen, ob du Teile des Entsafters im Geschirrspüler reinigen möchtest. Dann ist auf jeden Fall ein Entsafter empfehlenswert, bei dem die einzelnen Teile spülmaschinengeeignet sind.

Ansonsten sollte ein Entsafter immer sofort nach dem Entsaften gesäubert werden, weil die Obst- bzw. Gemüsereste sehr schnell antrocknen können und das eine Schimmelbildung begünstigt.

“Vergleich.org““Verbrauchermagazin“

Oftmals besteht ein Entsafter aus abnehmbaren Teilen, die spülmaschinengeeignet sind. Das gilt jedoch nicht für den Motorblock, der nicht unter fließendes Wasser gehalten werden darf. Zudem muss der Netzstecker gezogen sein, bevor du den Entsafter in seine Einzelteile zerlegen und reinigen.

Auch den Trester, also die Pressrückstände, solltest du nach der Nutzung sofort entfernen, sonst erhärtet dieser und bleibt in den feinen Klingen und Maschen des Siebs bzw. im Tresterbehältnis haften
(Quelle: vergleich.org)

Grundsätzlich ist noch anzumerken, dass Zitruspressen die am einfachsten zu reinigenden Entsafter sind, da sie nur aus wenigen Teilen bestehen.

Reinige deinen Entsafter sofort nach jedem Gebrauch. Wenn du Teile deines Entsafters in die Spülmaschine geben willst, sollten sie spülmaschinenfest sein.

Design

Möchtest du deinen Entsafter nach dem Herstellen von Saft nicht in einem Schrank verstauen, sondern in deiner Küche offen stehen lassen, spielt möglicherweise auch das Design des Entsafters eine Rolle für dich.

Entsafter gibt es in verschiedenen Farben und Designs.

Hier kannst du dir beispielsweise die Frage stellen, welche Farbe dein Entsafter haben sollte. Dabei hast du bei den Zentrifugenentsaftern die größte Auswahl. Die gibt es sowohl in Edelstahloptik als auch in Farben wie schwarz, weiß oder auch rot.

Auch Saft- und Zitruspressen sind in verschiedenen Designs erhältlich. Bei elektrischen Zitruspressen kannst du dich meistens zwischen Modellen mit Edelstahloptik und Weiß entscheiden.

Dampfentsafter gibt es aufgrund ihrer Beschaffenheit nur aus Edelstahl, aber diese Art von Entsafter wirst du wahrscheinlich ohnehin lieber im Schrank verstauen.

Weiterhin kannst du dir beim Design die Frage stellen, welche Form dein Entsafter haben sollte. Bei den Zentrifugenentsaftern und Saftpressen gibt es hier zwei Möglichkeiten: ein eher rundes oder ein längliches Design.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Entfsafter

Zum Schluss möchten wir dir noch ein paar wichtige Fragen rund um das Thema Entsafter und dessen Nutzung beantworten.

Du erfährst, was du beim Gebrauch beachten solltest, welche Lebensmittel sich zum Entsaften eignen und wie du deinen Entsafter am besten reinigst. Als Abschluss haben wir dir zudem noch ein paar leckere Rezepte eingebaut, mit denen du gleich loslegen kannst.

Was sollte ich beim Entsaften beachten?

Beim Entsaften sind einige Dinge zu beachten, die nachfolgend näher erläutert werden. Wichtig ist zum Beispiel, dass du nicht nur stark zuckerhaltige Obst- und Gemüsesorten wie Äpfel, Karotten oder Orangen entsaftest.

Achte darauf, weniger zuckerhaltiges Obst und Gemüse zu verwenden.

Verwende auch weniger zuckerhaltige Obst- und Gemüsesorten wie Salatgurken, da es sonst möglicherweise zu einem „Zuckerhoch“ kommt und du nur kurzzeitig voller Energie strotzt und sich dieses Hoch anschließend in Lethargie umwandelt.

Des Weiteren solltest du auch darauf achten, nicht gleich zu viel von deinem selbst hergestellten Saft zu trinken. Beginne mit einer kleinen Menge, die du dann mit der Zeit erhöhst.

Damit du einen guten Saft zauberst, solltest du dich auch damit auseinandersetzen, welche Obst- und Gemüsesorten überhaupt zusammenpassen.

Wichtig zu wissen ist, dass der Körper den Saft wie Essen und nicht wie Flüssigkeit verarbeitet. Ein Glas Saft pro Tag ist ideal.

Frische Säfte sollten immer sofort getrunken werden. In gut verschlossenen Glasbehältern kannst du deinen frisch gepressten Saft aber auch bis zu zwei Tage im Kühlschrank aufbewahren.

Welches Obst, Gemüse und Kräuter kann ich entsaften?

Bei der eigenen Herstellung von Säften sind dir keine Grenzen gesetzt. Du kannst die Inhalte nach deinen Vorlieben kombinieren. Hier zeigen wir dir, welches Obst, Gemüse und welche Kräuter sich zum Entsaften eignen.

Art von Lebensmittel Aufzählung
Obst Grapefruit, Erdbeeren, Cranberrys, Brombeeren, Birnen, Orangen, Aprikosen, Mangos, Kirschen, Ananas, Himbeeren, Äpfel, Pflaumen, Blaubeeren, Granatapfel, Kiwi, Limetten, Zitrone, Mandarinen, Pfirsich, Melonen (z.B. Honig oder Cantaloupe), Papaya, Weintrauben, Wassermelone.
Gemüse Mangold, Kohlrabi, Spinat, Blattkohl, Romanasalat, Knollensellerie, Zucchini, Lauch, Gurke, Steckrüben, Frühlingswiebeln, Brokkoli, Fenchel, Rot- und Weißkohl, Kopfsalat, Kürbis, Löwenzahn, Möhren, Palmkohl, Paprika, Radieschen, Pastinaken, Rote Bete, Wirsing, Tomaten, Süßkartoffel, Stangensellerie, Spargel, Weizengras, Zwiebeln.
Kräuter Ingwer, Basilikum, Dill, Chilischoten, Koriander, Estragon, Knoblauch, Petersilie, Minze.

Diese Liste beinhaltet sicher für jeden Geschmack etwas. Wenn du dir ein paar Zutaten herausgesucht hast, kannst du sofort mit deinem leckeren Drink beginnen.

Wie reinige ich meinen Entsafter am einfachsten?

Wichtig ist, dass du deinen Entsafter sofort nach dem Entsaften reinigst, da die Tresterreste sehr schnell antrocknen können.

Möchtest du deinen Saft sofort trinken, ist es ratsam, wenn du die schmutzigen Teile des Entsafters erst einmal einweichst, damit nichts antrocknen kann. Feine Siebe lassen sich am besten mit einer kleinen Bürste oder Zahnbürste reinigen.

Spülmittel brauchst du eigentlich nur bei starker Verschmutzung. Die Reibefläche trocknest du nur durch Abtupfen, da sie rau und scharfkantig sein kann und dadurch deine Tücher schnell in Mitleidenschaft gezogen werden.

Achte darauf, dass du auch Nischen sorgfältig säuberst, damit sich kein Schimmel bilden kann.

Kann ein Entsafter meine Gesundheit positiv beeinflussen?

Diese Frage ist eindeutig mit Ja zu beantworten. Allerdings sollte er dafür nicht nur ungenutzt im Schrank stehen.

Frische, selbst hergestellte Säfte beinhalten eine Vielzahl an Vitaminen, Mineralstoffen, Enzymen und Spurenelementen, die für einen gesunden Körper wichtig sind. Zudem ist es von der Menge her sicher einfacher, genügend Obst und Gemüse zu trinken als zu essen.

Äpfel enthalten beispielsweise Inhaltsstoffe, die freie Radikale zerstören und Entzündungen hemmen können. Zudem stärken sie das Immunsystem.

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Wusstest du, dass Fruchtsaft schon von den Kelten hergestellt wurde?

Es handelte sich dabei um Most. Das war teilweise vergorener Fruchsaft. Dieser sollte die Verdauung anregen. Später wurde er von vielen geschätzt, da er kosengünstig selbst hergestellt werden konnte.

Orangen enthalten viel Vitamin C, das gegen Erkältungen hilft und vielen Erkrankungen vorbeugen kann. Darüber hinaus sorgt es für eine schöne Haut.

Salatgurken enthalten B-Vitamine und die Vitamine C und E. Außerdem sind im Gurkensaft viele Elektrolyte enthalten und er wirkt entgiftend sowie immunstärkend.

Karotten enthalten Betacarotin, das gut für die Sehkraft ist. Zudem sind in Karotten Eisen, Zink, Kalzium. Kalium und Folsäure enthalten.

Da durch das Entsaften die Ballaststoffe herausgefiltert werden, kann dein Organismus die enthaltenen Nährstoffe besonders schnell verarbeiten.

Was kann ich mit Tresterresten machen?

Wenn du Obst und Gemüse entsaftest, bleiben Rückstände über. Diese nennt man Trester und den solltest du nicht einfach entsorgen.

Deine Tresterreste sind Rohkost, die du nicht wegwerfen musst. Dank der wertvollen Vitamine, Nähr- und Ballaststoffe kannst du sie prima weiterverwenden.

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🥕Kann man die Reste aus dem Entsafter zu einem Kuchen verwerten? 🥧 Das habe ich mich gefragt und es einfach ausprobiert. Mich hat schon immer gestört, dass man die Reste aus dem Entsafter wegschmeißen muss und sich nur dem Saft dieser lang gereiften Früchten bedient. 🗑 Also hab ich alles was von 🥕🍎 und co. übrig blieb einfach mal mit Mehl, Zucker, Backpulver und Zimt gemixt, das Ganze in den Ofen geschoben, Erdnussbutter und Schokostreußel drauf getan und zack – wie ihr seht: es hat geklappt und schmeckt auch noch gut! 😋 Mega geil! Einfacher geht’s nicht: Kuchen statt Bio-Müll 💪🏻 . #karottenkuchen #entsafter #resteessen #entsatern statt #containern 😉 #entsafterrezepte #saftkuchen #saft #kuchenbacken #resteverwerten #zerowaste #keinmüll #veganerkuchen #vegan

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Hast du ein Dörrgerät, kannst du deine Tresterreste trocknen und bei Bedarf einfach knabbern. Aus Gemüsetrester lassen sich leckere Bratlinge zaubern oder du verwendest ihn für eine Pastasauce, indem du den Trester einfach mit etwas Zwiebeln und Knoblauch anbrätst, gut würzt und eventuell noch weitere Zutaten wie Faschiertes hinzugibst.

Tresterreste kannst du auch für Rohkostsalate, im Müsli oder für Fruchtmuffins verwenden. Eine weitere Möglichkeit wäre auch die Herstellung einer Gesichtsmaske.

Oder du nutzt die Tresterreste als Tierfutter. Hierbei solltest du dich aber vorher gründlich informieren, welche Obst- und Gemüsesorten von deinen Tieren vertragen werden und welche du ihnen lieber nicht zum Fressen geben solltest.

Die besten Rezepte für Entsafter

Nun folgen noch ein paar Rezepte, damit du gleich loslegen kannst.

  • Saft mit Erdbeeren, Ananas und Kokos: 300 g Ananas, 100 g Erdbeeren entsaften und mit Kokoswasser auffüllen
  • Multivitaminsaft: 1/2 Mango, 1 Birne, 1 Apfel, 2 Karotten und 1 Orange entsaften
  • Saft mit Äpfeln und Karotten: 2 Äpfel, 4 Karotten und ein kleines Stück Ingwer entsaften
  • Saft mit Roter Bete: 1 Apfel, 2 Rote Bete und 1 Zitrone entsaften
  • Saft mit Wassermelone: 400 g Wassermelone und 1 Stängel Zitronengras entsaften
  • Saft mit Melonen und Karotten: 1/2 Zuckermelone, 2 Karotten, 1 Apfel entsaften
  • Tomatensalsa: Tomaten entsaften, etwas Knoblauch in Olivenöl anschwitzen, entsaftete Tomaten samt Trester dazugeben und etwas einkochen lassen, anschließend noch etwas Salz und klein geschnittenen Basilikum hinzugeben
  • Hummus: Einfach eine Dose Kichererbsen durch den Entsafter schicken und anschließend mit Knoblauch, Tahini, Salz und Zitrone würzen

Kaufberaterio Experte

„Ein frischer Saft am Tag eignet sich hervorragend um deinen Körper mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen zu versorgen. Verwende am besten Früchte der Saison, die möglichst kurze Transportwege hinter sich haben und reich an Nährstoffen sind.“

Andrea Szodruch · Ernährungs- und Gesundheitsexpertin

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.bevegt.de/entsaften/

[2] http://www.gesundheute.com/entsaften-vs-mixen-ist-besser/

[3] http://www.gesundheute.com/die-top-3-haeufigsten-fehler-beim-entsaften/

Bildquelle: 123rf.com / maridav

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