Veganes Proteinpulver
Veröffentlicht: 23. Februar 2021

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Du ernährst dich vegan und bist auf der Suche nach einem passenden veganen Proteinpulver? Du weißt aber nicht worauf du achten sollst? Als Veganer ist die Ernährung häufig schwierig. Nicht immer findet man direkt die passenden Produkte. Zusätzlich fehlen wichtige Nährstoffe, so wie es auch bei Eiweiß der Fall ist. Veganes Proteinpulver ist da eine gute Alternative.

Die Anzahl an veganen Produkten und somit auch an veganen Proteinpulver steigt. Du findest diverse Geschmäcker, unterschiedliche Proteinquellen und Anwendungsbereiche. Als Neuling kann man schnell den Überblick verlieren. Für unseren Produktvergleich haben wir verschiedene vegane Proteinpulver miteinander verglichen und die wichtigsten Aspekte herausgearbeitet.




Das Wichtigste in Kürze

  • Durch veganes Proteinpulver kann die Eiweißzufuhr bei einer veganen Ernährung ergänzt und ausgeglichen werden.
  • Veganes Proteinpulver basiert auf verschiedensten Proteinquellen. Meist handelt es sich um Sojaprotein, Reisprotein, Hanfprotein, Erbsenprotein, Kürbiskernprotein und Lupinenprotein.
  • Das vegane Proteinpulver eignet sich gut für Allergien und Unverträglichkeiten. Es ist leicht verdaulich, gluten- und laktosefrei.

Veganes Proteinpulver im Vergleich: Bewertungen und Empfehlungen

Im Folgenden haben wir unsere Favoriten der veganen Proteinpulver zusammengestellt. Das soll dir helfen, die Auswahl zu vereinfachen und die richtige Kaufentscheidung zu treffen, um das passende vegane Proteinpulver für deine Bedürfnisse zu finden.

Das beste natürliche vegane Vanille-Proteinpulver

Das Vegan Protein von Alpha Foods enthält als Proteinquellen gesprosstes Sojakeimproteinpulver, Erbsenproteinpulver, Reisprotein, Sonnenblumenkernproteinpulver, Kürbiskernproteinpulver, Amaranthproteinpulver, Leinsamenproteinpulver. Die gesprossten Samen steigern die Bekömmlichkeit des veganen Proteinpulvers. Zudem wird lediglich mit Stevioglycoside (Steviablattextrakt) gesüßt. Vanille und Zimt verfeinern den Geschmack.

Das Pulver ist rein pflanzlich und frei von Schadstoffen sowie Gentechnik. Es enthält keine weiteren Farb- und Füllstoffe, und ist gluten- und laktosefrei. Dabei beträgt bei einer Portion von 30 Gramm der Proteingehalt 22 Gramm. Sowohl die Rohstoffe als auch die Endprodukte werden laborgeprüft und kontrolliert.

Bewertung der Redaktion: Das vegane Proteinpulver kommt ohne viele Zusatzstoffe aus. Zeitgleich beinhaltet es zahlreiche Proteinquellen. Die verschiedenen Proteinpulver sind gekeimt und daher bekömmlicher. Es wird auf natürliche Weise gesüßt. Außerdem ist es für Unverträglichkeiten geeignet, da es frei von Fructose, Gluten und Laktose ist.

Das beste starke schokoladige vegane Proteinpulver

Das schokoladige Vegan Protein 3k Shake von Nu3 setzt sich als drei-Komponenten-Protein aus Erbsenproteinisolat, Hanfproteinpulver und Reisproteinkonzentrat zusammen. Die drei Komponenten führen zu einem vollständigen Aminosäure-Profil. Darüber hinaus enthält es Kakaopulver, Meersalz und natürliches Aroma. Gesüßt wird mit Stevioglykoside und Sucralose.

Auf weitere Zusatzstoffe, wie Farb- und Konservierungsstoffe wird verzichtet. Der Eiweißanteil pro 30 Gramm beträgt 21 Gramm. Da das Pulver in Wasser gut löslich ist, kann auf weitere Kohlenhydrate und Fette verzichtet werden. Ein Shake mit 30 Gramm enthält 107 Kalorien.

Bewertung der Redaktion: Das vegane drei-Komponenten-Protein führt zu einem hohen Proteingehalt. Es enthält natürliche Süßungsmittel und verzichtet auf weitere Zusatzstoffe sowie auf einen erhöhten Kohlenhydrat- und Fettgehalt. Zudem ist das vegane Proteinpulver gut löslich und verfügt über ein ausgeprägtes Aminosäure-Profil.

Das beste cremige Zwei-Komponenten-Proteinpulver

Bei dem Vegan Pro Complex Smooth Chocolate von ESN handelt es sich um ein schokoladiges Zwei-Komponenten-Proteinpulver, welches aus Erbsen- und Reisprotein besteht. Die biologische Wertigkeit, also wie effizient das Nahrungsprotein in körpereigenes Protein umgewandelt werden kann, ähnelt der von herkömmlichen Whey Protein. Außerdem sind die essenziellen Aminosäuren abgedeckt.

Der Eiweißgehalt beträgt bis zu 78 Prozent. Dabei wird der Fettgehalt mit bis zu 5,5 Prozent und der Kohlenhydratgehalt mit bis zu 3 Prozent gering gehalten. Das vegane Proteinpulver kommt ohne Zucker, Laktose und Gluten aus. Außerdem ist es weniger mehlig und in Wasser gut löslich.

Bewertung der Redaktion: Das vegane Proteinpulver von ESN kommt mit wenigen Inhalten aus, ohne dabei minderwertig zu sein. Es besitzt eine hohe biologische Wertigkeit und ein gutes Aminosäure-Profil. Des Weiteren liegt nur ein moderater Fett- und Kohlenhydratanteil vor. Das Proteinpulver eignet sich auch bei Unverträglichkeiten.

Das beste vegane Allrounder-Proteinpulver

Das vegane 6k-Protein-Mehrkomponenten-Proteinpulver von Nutri-Plus Shape & Shake mit Vanille-Geschmack beinhaltet Sojaproteinisolat, Weizenprotein, Erbsenproteinisolat, Reisprotein, Sonnenblumenprotein und Mandelprotein. Dank des Weizenproteins eignet es sich zum Kochen und Backen. Als Süßungsmittel wird Sucralose verwendet. Das Produkt ist frei von weiteren Zucker- und Salzzusätzen, Farbstoffen, Palmöl, Konservierungsstoffen, Aspartam und Gentechnik.

Der Proteinanteil ist mit über 80 Prozent sehr hoch. Außerdem sorgen die sechs Komponenten für eine hohe biologische Wertigkeit und ein ausgeprägtes Aminosäuren-Profil. Das vegane Proteinpulver eignet sich für fett- und kohlenhydratarme Ernährungsweisen.

Bewertung der Redaktion: Aufgrund der vielen Komponenten und des hohen Proteingehalts unterstützt dieses vegane Proteinpulver den Muskelaufbau. Es kommt ohne viele Zusatzstoffe aus und eignet sich für eine Low-Carb- und Low-Fat-Ernährung. Weiterhin kann es für unterschiedliche Fitnesslevel verwendet werden. Jedoch könnte es bei Allergien und Unverträglichkeiten problematisch sein.

Das beste athletische Proteinpulver

Das Vegan Muscle Vanille von Alpha Foods setzt sich aus Erbsenproteinisolat, Reisproteinkonzentrat, Sonnenblumenkernprotein, Kürbiskernprotein, Hanfsamenprotein und Chiasamenprotein zusammen. Zusätzlich wird es durch BCAAs (L-Leucin, L-Isoleucin, L-Valin, L-Glutamin), Kreatin und Ginsengwurzelextrakt ergänzt. BCAAs sind verzweigte Aminosäuren. Sie gehören zu den essenziellen Aminosäuren, die der Körper selbst nicht produziert. Allerdings werden sie für den Muskelaufbau benötigt.

Als Süßungsmittel wird Stevia verwendet und der Vanille-Geschmack kommt durch natürliches Vanille-Aroma und Vanillepulver zustande. Zudem ist es frei von weiteren Farbstoffen, Füllstoffen, Schadstoffen, Gentechnik, Laktose und Gluten.

Bewertung der Redaktion: Aufgrund der angereicherten Aminosäuren und des Kreatins wird ein sportlicher Mehrwert für unterschiedliche Trainingsarten geliefert. Die gesprossten Samen sind sehr bekömmlich und das vegane Proteinpulver eignet sich bei Unverträglichkeiten. Es ist natürlich und besitzt keine weiteren künstlichen Inhaltsstoffe.

Kauf- und Bewertungskriterien für veganes Proteinpulver

Um das perfekte vegane Proteinpulver zu finden, haben wir einige Kaufkriterien herausgearbeitet, die du beim Kauf berücksichtigen solltest. Diese Kriterien sollen einen Vergleich der einzelnen Produkte erleichtern, damit du deine Wahl fundiert treffen kannst.

Die Kriterien, mit deren Hilfe du vegane Proteinpulver vergleichen kannst, umfassen:

Vor deinem Kauf solltest du dir überlegen, auf welche Kriterien du besonders viel Wert legst. Nach diesen kannst du dann Ausschau halten.

Inhaltsstoffe

Hier spielt zunächst die Qualität der Inhaltsstoffe eine Rolle. Man kann auf Kennzeichnungen achten wie beispielsweise anerkannte Biosiegel. Deren Auflagen sind oft streng und die Produkte schadstofffrei. Weiterhin sollte das vegane Proteinpulver frei von Gentechnik, künstlichen Stoffen sowie Konservierungsstoffen sein. Die Süßungsmittel Sucralose oder Aspartam K sollten bestenfalls vermieden werden.

Außerdem muss man bei Allergien und Unverträglichkeiten besonders auf die Inhaltsstoffe achten. Tendenziell sind weniger Inhaltsstoffe bei Unverträglichkeiten ratsam. Vorteilhaft ist auch, wenn das vegane Proteinpulver noch weitere Nährstoffe, Ballaststoffe und Vitamine enthält.

Proteinquelle und Proteingehalt

Die Proteinquelle ist gerade bei Allergien und Unverträglichkeiten bedeutsam. Des Weiteren sind die Proteinquellen auch für die Konsistenz und den Geschmack entscheidend.

Der Proteingehalt sollte bei 100 Gramm Proteinpulver mindestens 60 Gramm Eiweiß betragen, am besten sogar 70 Gramm. Zusätzlich muss darauf geachtet werden, dass alle essenziellen Aminosäuren vorhanden sind. Je mehr Proteinquellen vorhanden sind, desto besser!

Geschmack

Dieses Kaufkriterium ist äußerst individuell und richtet sich nach deinen persönlichen Präferenzen. Vegane Proteinpulver gibt es in verschiedenen, auch neutralen, Geschmacksvarianten. Besonders gängig sind Vanille, Schokolade und Fruchtsorten.

Viele vegane Proteinpulver sind oftmals zu süß oder zu herb. Wenn nicht mit natürlichen Stoffen gearbeitet wird, schmeckt es schnell künstlich. Häufig wird beklagt, dass das Pulver sandig oder mehlig schmeckt. Dies hängt auch mit der Löslichkeit des veganen Proteinpulvers zusammen.

Kohlenhydrat-, Fett- und Zuckergehalt

Um einen optimalen Trainingserfolg zu erzielen, reduzieren viele Sportler den Kohlenhydrat-, Fett- und Zuckergehalt. Süßstoffe und Zucker können sich negativ auf den Trainingserfolg auswirken und den Appetit anregen.

Viele vegane Proteine zeichnen sich durch einen geringen Kohlenhydrat- und Fettgehalt aus. Mittlerweile verfügen zahlreiche Produkte über eine gute Wasserlöslichkeit, was die Zufuhr von weiteren Kohlenhydraten und Fetten verringert.

Eignung bei Unverträglichkeiten

Das vegane Proteinpulver sollte dem Körper keinen Schaden zufügen und gut bekömmlich sein. Einige Produkte arbeiten mit gesprossten Samen, die leicht verdaulich sind.

Vegane Proteinpulver sind gluten- und laktosefrei. Bei weiteren Unverträglichkeiten muss man auf zusätzliche Inhaltsstoffe wie Soja und Nüsse schauen. Generell gilt es, den eigenen Körper zu beobachten.

Ratgeber: Häufig gestellte Fragen zum Thema veganes Proteinpulver ausführlich beantwortet

Im Folgenden wollen wir die wichtigsten Fragen rund um das Thema veganes Proteinpulver beantworten. So wollen wir dir ein tieferes Verständnis und einen besseren Überblick gewähren.

Für wen eignet sich veganes Proteinpulver?

Prinzipiell eignet sich veganes Proteinpulver für alle – Veganer, Nicht-Veganer, Vegetarier, Sportler und Nicht-Sportler. Für VeganerInnen ist es aber besonders wichtig, da die tägliche Ernährung nicht immer ausreichend Eiweiß enthält. Veganes Proteinpulver kann als Alternative aushelfen und den Proteinbedarf sichern.

Veganes Proteinpulver

Veganes Proteinpulver ist gesund und facettenreich. Es eignet sich nicht nur für Sportler und Veganer, sondern beispielsweise auch für Nicht-Sportler und Personen mit Allergien oder Unverträglichkeiten. (Bildquelle: HowToGym/ Unsplash)

Selbstverständlich ist es für Personen empfehlenswert, die sportliche Leistungen erzielen und Trainingsziele erreichen wollen. Veganes Proteinpulver eignet sich aber auch zur Regeneration der Muskeln, für Diäten und bei Unverträglichkeiten.

Welche Arten von veganen Proteinpulvern gibt es?

Die Proteinquellen für veganes Proteinpulver sind vielseitig. Zu den wichtigsten gehören Sojaprotein, Erbsenprotein, Reisprotein, Kürbiskernprotein, Hanfprotein und Lupinenprotein.

Häufig findet man vegane Mehr-Komponenten-Proteinpulver. Diese sind eine Mischung aus verschiedenen pflanzlichen Proteinquellen. Die Kombination versucht viele Aminosäuren bereitzustellen und die Vorteile der einzelnen Komponenten zu vereinen. Sie verfügen somit über eine hohe biologische Wertigkeit.

Was kostet ein veganes Proteinpulver?

Der Preis wird oftmals durch die Hersteller und die Inhaltsstoffe bestimmt. Die Preise der veganen Proteinpulver können im unteren Preissegment beginnen und bis ins mittelpreisige Segment steigen. Die folgende Tabelle soll dir einen Überblick geben.

Preisklasse Erhältliche Produkte
Niedrigpreisig (13 – 15 €) Wenige Proteinkomponenten, 750 bis 1000 Gramm
Mittelpreisig (15 – 20 €) Bis zu vier Proteinkomponenten, Bio-Produkte, um die 1000 Gramm
Hochpreisig (ab 20 €) zahlreiche Proteinkomponenten, zusätzliche Mineralstoffe, Vitamine, BCAAs, größere Einheiten

Ist veganes Proteinpulver gesünder?

Zwar haben vegane Proteinpulver eine langsamere Wirkung, dafür besitzen sie aber einen geringen Fett- und Cholesterin-Gehalt. Dadurch werden Herz, Gelenke und Arterien geschont. Zudem lässt sich veganes Proteinpulver aufgrund der vielen Ballaststoffe leichter verdauen.

Dank der rein pflanzlichen Proteinquellen liefert das vegane Proteinpulver zusätzliche wichtige Mikronährstoffe. Dazu gehören Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Das Eiweißpulver kommt ohne viele Kohlenhydrate, Fett, Gluten und Laktose aus.

Fazit

Veganes Proteinpulver eignet sich für jede Person. Das Pulver birgt viele Vorteile und kann mit tierischen Proteinpulver-Varianten definitiv mithalten. Es besitzt weniger Fett und Kohlenhydrate. Weiterhin ist es frei von Gluten und Laktose, weshalb es sich perfekt für AllergikerInnen eignet. Generell ist es aufgrund der vielen Ballaststoffe für den Menschen leichter verdaulich.

Viele Produkte besitzen hochwertige Inhaltsstoffe und kommen ohne Schadstoffe, künstliche Farb-/Aromastoffe und Gentechnik aus. Bei den meisten veganen Proteinpulvern handelt es sich um eine Zusammensetzung verschiedener Proteinquellen. Dies erhöht die biologische Wertigkeit und die Anzahl an Aminosäuren.

(Titelbild: Kelly Sikkema/ Unsplash)

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