Simmertopf
Zuletzt aktualisiert: 13. Dezember 2019

Unsere Vorgehensweise

25Analysierte Produkte

32Stunden investiert

36Studien recherchiert

92Kommentare gesammelt

Wer gerne kocht und backt, der kennt diese Probleme bestimmt: Die Milch brennt an, die Sauce Bernaise gerinnt oder die Kuvertüre wird durch ein Tröpfchen Wasser ruiniert. Für all diese Malheure gibt es eine handliche und unkomplizierte Lösung: den Simmertopf, manchmal auch Milchtopf genannt.

In unserem Simmertopf Test 2020 erfährst du, was das Geheimnis dieses speziellen Topfes ist. Wir erklären dir, wie ein Simmertopf aufgebaut ist und was es mit Wasserstandsanzeigen und Temperaturmessungen auf sich hat. Mit diesem Wissen kannst auch du in Zukunft im Handumdrehen eine perfekte Sauce Bernaise zubereiten. Im Folgenden haben wir dir die Vor- und Nachteile der verschiedenen Arten von Simmertöpfen und wertvolle Tipps zusammengestellt, um dir die Entscheidung für den Kauf eines perfekten Simmertopfes zu erleichtern.

Inhaltsverzeichnis




Das Wichtigste in Kürze

  • Die Funktion des Simmertopfes basiert auf dem Prinzip des Wasserbades. Speisen werden in einem Gefäß erwärmt, welches seinerseits in einem zweiten Gefäß mit Wasser ruht. Da Wasser bei über 100 °C verdampft, kann das Kochgut im Wasserbad nicht anbrennen oder überkochen.
  • Im Simmertopf lassen sich unkompliziert Milch- und Eierspeisen sowie Soßen herstellen, ohne dass du ständig mit professionellem Feingefühl rühren musst. Im Simmertopf gerinnt kein Eiweiß und die Milch brennt niemals an.
  • Simmertöpfe gibt es in zwei Ausführungen: Bei doppelwandigen Simmertöpfen sind die zwei Töpfe fest miteinander verbunden. Der zweiteilige Simmertopf kann auseinander genommen und auch als normles Topfset verwendet werden.

Simmertopf Test: Favoriten der Redaktion

Der beste Simmertopf für Einsteiger

Der Simmertopf von GSW kommt mit einem integrierten Wasserstandsanzeiger und einer Mengenmessskala im Inneren des Topfes. Besonders praktisch: Zum leichteren Befüllen des doppelwandigen Zwischenraums mit Wasser legt der Hersteller einen passenden Trichter bei, so dass Wassernachfüllen zum Kinderspiel wird.

Dieser doppelwandige Simmertopf überzeugt nicht nur durch sein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit seinem Fassungsvolumen von ca. 1,5 Litern eignet er sich besonders für das unkomplizierte Herstellen von Milchbreien und Soßen auf Eier- oder Sahnebasis. Bist du auf der Suche nach einem Simmertopf ohne viel Schnick-Schnack, dann ist dieser Milchtopf genau der richtige für dich.

Der beste zweiteilige Simmertopf

Beim Simmertopf von WMF handelt es sich um ein zweiteiliges Modell mit einem Fassungsvermögen von 1,5 Litern. Er ist für alle Herdarten geeignet und kann sogar in den Backofen gestellt werden. Dieser Simmertopf ist einer der wenigen, der mit einer integrierten Temperaturanzeige kommt.

Ein zweiteiliger Simmertopf lässt sich deutlich einfacher mit Wasser befüllen und reinigen, als ein einteiliger doppelwandiger Simmertopf. Ohne den Einsatz kann der Außentopf auch als ganz normaler Topf verwendet werden. Daher ist dieser Simmertopf vor allem für all diejenigen geeignet, die besonders oft empfindliche Speisen zubereiten, welche nicht direkt erhitzt werden dürfen.

Der beste Simmertopf mit großem Fassungsvermögen und Deckel

Der Hersteller Contacto überzeugt mit einem Simmertopf, der aufrund seiner Größe vor allem für das schonende Garen von Gemüse geeignet ist. Es gibt ihn in zwei Größen: 3 Liter und 6 Liter. Für eine effiziente Energienutzung liegt dem Topf ein Deckel bei, was bei Simmertöpfen ein besonderes Ausstattungsmerkmal ist.

Der Hersteller Contacto stattet seit 1958 in erster Linie Gaststätten und Hotels aus. Wenn du also auf der Suche nach einem hochwertigen Simmertopf bist, mit dem du eine große Familie bekochen kannst, dann ist dieser Topf genau der richtige für dich.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du einen Simmertopf kaufst

Was ist ein Simmertopf und wie funktioniert er?

Der Simmertopf ist ein doppelwandiger Spezialtopf, mit dem du empfindliche Speisen sehr schonend erhitzen kannst. Er ist eine praktische Alternative zum aufwendigen Wasserbad und wird gerne zur Herstellung von Milchspeisen und Nachtischen verwendet.

View this post on Instagram

#simmertopf #caffelatte #ersterkaffeeclubkoeln #kaffee

A post shared by 1. KC Koeln☕️🤤 (@ersterkaffeeclubkoeln) on

Aufgrund der doppelwandigen Konstruktion besitzt der Simmertopf eine Außen- und eine Innenwand mit einem Zwischenraum. In der Außenwand oder im Griff befindet sich eine kleine Öffnung mit Ventil, über das Wasser in den Hohlraum eingefüllt werden kann.

Die doppelwandige Konstruktion sorgt dafür, dass die Speisen an keiner Stelle direkt mit der heißen Herdplatte in Kontakt kommen. Die Speisen im Inneren des Topfes werden somit ausschließlich über die Hitze des Wassers erwärmt.

Die Innenwand wird durch diese indirekte Wärmeverteilung über das Wasser nie heißer als 100 °C. Bei höheren Temperaturen verwandelt sich das Wasser in Dampf und entweicht über das Ventil. Daher muss das Wasser im Zwischenraum des Simmertopfs regelmäßig aufgefüllt werden.

Beachte, dass der Siedepunkt von Wasser in den Bergen deutlich niedriger ist als am Meer. Wie schnell z.B. deine Milch heiß ist, hängt also davon ab, wo auf der Erde du dich gerade befindest. Zur Veranschaulichung dieses physikalischen Phänomens haben wir dir die unterschiedlichen Siedetemperaturen von Wasser in einer Tabelle zusammengefasst.

Höhenmeter ü. NN Siedepunkt des Wassers in °C Beispielort
0 100 Den Haag
1000 96,7 Pretoria (1271 m ü. NN)
2000 93,4 Mexiko-Stadt (2.250 m ü. NN.)
3000 90,2 Sucre (2800 m ü. NN)
4000 87,1 La Paz (3600 m ü. NN.)
5000 84 La Rinconada (5100 m ü. NN)
6000 81 Cerro Acotango (6052 m ü. NN)
7000 78,1 Khan Tangri (7010 m ü. NN)
8000 75,2 Annapurna I (8091 m ü. NN)
9000 72,3 Mount Everest (8850 m ü. NN)
10.000 69,6 Tropopause (Grenzfläche der Erdatmosphäre, liegt je nach Breitengrad in 6 bis 18 km Höhe)

Was ist der Unterschied zwischen einem Simmertopf und einer Bain-Marie?

Die Bain-Marie wird in der Gastronomie zum Warmhalten von Speisen verwendet. Sie funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie ein Simmertopf.

Simmertopf-1

Dank der Bain-Marie musst du beim Buffet nicht der Erste in der Schlange sein, um ein heißes Essen zu bekommen. Damit die besten Happen jedoch nicht weg sind, solltest du dir dennoch nicht zu viel Zeit lassen!
(Quelle: maria-anne / pixabay.de)

In einer großen Wanne befindet sich eine zweite Wanne, in der das Essen aufbewahrt wird. Im Zwischenraum ist ebenfalls Wasser, welches meist über eine darunter befindliche Gasflamme erhitzt wird. Besonders bei größeren Buffets, werden die Speisen auf diese Art warm gehalten, damit auch der letzte Gast noch ein warmes Essen genießen kann.

Im Unterschied zum Simmertopf wird die Bain-Marie nicht zum Kochen verwendet, sondern in erster Linie zum Warmhalten von Speisen. Daher ist sie auch um einiges größer als ein handelsüblicher Simmertopf.

Im Tischlerhandwerk wird ein sogenannter doppelwandiger “Marientopf” zum Flüssighalten des Knochenleims verwendet.

Wofür verwendet man einen Simmertopf?

Simmern bezeichnet eine sehr schonende Garmethode, bei der das Wasser nicht über 95 °C erhitzt wird. Das Gegenteil davon wäre “sprudelnd kochen”. Da der Unterschied zwischen simmern und kochen klein aber fein ist, gibt es dafür ein eigenes Kochgeschirr – den Simmertopf.

Obwohl es sich bei einem Simmertopf um ein sehr spezielles Kochutensil handelt, ist er in der Küche erstaunlich vielseitig einsetzbar. Ein Simmertopf wird in erster Linie für das Erhitzen von empfindlichen Speisen mit Milch oder Ei verwendet:

  • Pudding
  • Milchreis
  • Zabaione
  • Porridge
  • Kakao
  • Sauce Hollandaise/Bernaise
  • sonstige Soßen
  • Eierstich
  • Mousse au Chocolat usw.
Milch brennt im herkömmlichen Topf besonders schnell an, da sich das Eiweiß der Milch leicht am heißen Topfboden ansetzt.

Besonders bei der Zubereitung von Desserts ersetzt der Milchtopf das aufwendige Wasserbad. Mit einem Simmertopf ist das Schmelzen von Schokolade oder Kuvertüren ein Kinderspiel, ohne dass du jederzeit deinen Herd im Auge behalten musst.

Darüber hinaus kann ein Simmertopf auch zum schonenden Erwärmen von Babynahrung oder Tiefkühlgerichten verwendet werden. Ohne umständliches Wasserbad wird auch ein Käsefondue mit einem Simmertopf zu einer unkomplizierten Angelegenheit.

Vielleicht etwas ungewöhnlich, aber dennoch möglich: Gemüse oder Eier lassen sich im Simmertopf hervorragend pochieren. Für das Pochieren muss das Kochgut vollständig mit einer Flüssigkeit bedeckt sein. Je nach Rezept kann dies Wasser, Gemüsebrühe, Saft oder Wein sein.

Wo kann ich einen Simmertopf kaufen?

Simmertöpfe sind aufgrund ihrer unkomplizierten Handhabung nicht nur bei ambitionierten Hobbyköchen sehr beliebt. Daher gibt es sie in jedem Haushaltswarengeschäft, allen größeren Kaufhäusern oder Supermärkten mit einer eigenen Haushaltswarenabteilung. So zum Beispiel hier:

  • Karstadt
  • Kaufland
  • Höffner
  • Segmüller
  • Metro
  • Real
  • Media Markt
  • Saturn

Auch einige Discounter haben immer wieder Simmertöpfe im Angebot.

Da es jedoch sehr viele Hersteller für Simmertöpfe gibt, ist das Angebot online um ein Vielfaches größer. Du findest Simmertöpfe sowohl bei Amazon als auch bei Online-Portalen, die sich auf Küchenutensilien oder Einrichtungsgegenstände  spezialisiert haben:

  • Amazon
  • Westwing

Eignet sich ein Simmertopf für einen Induktionsherd?

Da moderne Simmertopfe fast ausschließlich aus Edelstahl bestehen, kann die Frage nicht mit einem eindeutigen Ja beantwortet werden. Du kannst jedoch ganz einfach selbst überprüfen, ob dein Topf induktionsgeeignet ist.

Simmertöpfe aus Aluminium sind nicht für den Induktionsherd geeignet.

Induktionstechnik funktioniert mit einem magnetischen Feld. Halte daher zum Test einen Magneten an den Boden deines Topfes. Wird dieser angezogen, so kannst du deinen Topf ohne Probleme auf dem Induktionsherd verwenden.

Ob deine Töpfe für Induktion geeignet sind, erkennst du auch an den typischen Piktogrammen, die sich meist auf dem Topfboden befinden. Das Zeichen für Induktion ist eine Induktionsspule und sieht aus wie viele kleine “L” in Schreibschrift.

Wie viel kostet ein Simmertopf?

Die Preise für Simmertöpfe variieren mitunter sehr stark. In Abhängigkeit von der Größe und Ausstattung des Topfes unterscheiden sich die Kosten deutlich.

Die Spanne reicht von 10 Euro bis 150 Euro, wobei ein dreistelliger Betrag vor allem für extrem große Töpfe zu Buche schlagen. Für einen Simmertopf mit ca. 1,5 Liter Fassungsvermögen liegen die Preise für ein hochwertiges Produkt um die 50 Euro.

Simmertöpfe aus Aluminium gibt es teilweise sogar für unter 10 Euro. Diese Milchtöpfe sind deutlich leichter als ihre Kollegen aus Edelstahl. Allerdings ist Aluminium nicht sehr robust und auch nicht induktionsgeeignet.

Günstige Simmertöpfe aus Aluminium sind eher für Nostalgiker oder den Outdoorgebrauch am Lagerfeuer geeignet.

Bei Simmertöpfen aus Edelstahl reicht die Preisspanne bis 150 Euro, wobei vor allem die Markenprodukte deutlich über 50 Euro liegen. Meist ist bei hochpreisigeren Produkten eine Wasserstandsanzeige, ein Thermometer und eine Literskala integriert.

Welche Alternativen gibt es zum Simmertopf?

Da der Simmertopf sehr vielseitig einsetzbar ist, gibt es nicht die eine Alternative für ihn. Je nachdem, was du zubereiten möchtest, benötigst du ohne einen Simmertopf unterschiedliches Küchengeschirr.

Das Wasserbad gehört zu den grundlegenden Techniken in der Küche zur Zubereitung von eihaltigen Soßen und Süßspeisen. Als Alternative zum Simmertopf kannst du für diesen Zweck auch auf andere Küchenutensilien zurückgreifen.

Typischerweise wird dazu eine metallene Schüssel mit rundem Boden verwendet, auch Schlagkessel genannt. Diese hängst du in einen mit Wasser gefüllten Topf, so dass der Schüsselboden frei im Topf schwebt und das Wasser nicht berührt. Wichtig: Das Wasser im Topf muss kurz vor dem Siedepunkt sein, aber nicht kochen!

Schlagkessel, werden auf einen großen Topf mit Wasser gesetzt und eignen sich vor allem zur Herstellung von größeren Mengen.

Milchspeisen wie Milchreis oder Pudding kannst du auch in einem ganz normalen Topf kochen. Damit deine Milch nicht anbrennt, achte jedoch darauf, dass du die Herdtemperatur niedrig wählst. Gehe auch niemals aus der Küche, denn die Milch kocht in einem herkömmlichen Topf relativ schnell über.

Simmertopf-2

Nur ein paar Sekunden nicht aufgepasst und schon wieder ist die Milch übergekocht. Mit einem Simmertopf wäre das nicht passiert.
(Quelle: Myriams-Fotos / pixabay.de)

Beim Erhitzen von Babynahrung in einem einwandigen Topf solltest du ebenfalls unbedingt darauf achten, den Herd nicht zu überhitzen. Ansonsten kann es aufgrund zu hoher Temperaturen passieren, dass dein Babygläschen im Topf zerspringt. Daher empfehlen wir aus Sicherheitsgründen, lieber einen elektrischen Babyflaschenwärmer zu verwenden.

Entscheidung: Welche Arten von Simmertopf gibt es und welcher ist der richtige für mich?

Simmertöpfe unterscheiden sich nur gering in ihrer Ausstattung. Wenn du dir einen Simmertopf kaufen möchtest, gibt es allerdings zwei Ausführungen, zwischen denen du dich entscheiden kannst:

  • doppelwandiger Simmertopf
  • zweiteiliger Simmertopf

Beide Varianten bringen Vor- und Nachteile mit sich. Je nachdem, wofür du den Simmertopf verwenden möchtest, eignet sich die eine oder andere Ausführung für dich. Mit dem folgenden Abschnitt möchten wir dir daher die Entscheidung etwas erleichtern.

Was zeichnet einen doppelwandigen Simmertopf aus und was sind dessen Vorteile und Nachteile?

Bei der doppelwandigen Ausführung des Simmertopfes sind der Außen- und Innertopf fest miteinander verbunden. Zwischen beiden Wänden befindet sich ein Hohlraum, der mit Wasser aufgefüllt wird.

Das Wasser wird über ein Ventil, welches sich meist im Henkel des Topfes befindet, in den Zwischenraum gefüllt. Durch das Erhitzen des Topfes überträgt das Wasser die Temperatur an den Innenraum.

Da das Ventil beim doppelwandigen Griff konstruktionsbedingt meist recht klein ist, empfehlen wir die Verwendung eines Trichters zum Befüllen des Hohlraums. Mithilfe eines Trichters kannst du das Wasser direkt vom Wasserhahn in den Zwischenraum einfüllen.

Nach dem Kochen muss der Topf unbedingt völlig trockengelegt werden, damit im Hohlraum kein Rost entsteht. Während des Kochens musst du dagegen darauf achten, dass das Wasser nie komplett verdunstet, denn sonst besteht Überhitzungsgefahr.

Vorteile
  • Sehr kompakt
  • Es kann nichts auseinanderfallen
  • Auch in kleinen Größen erhältlich
Nachteile
  • Lässt sich nicht auseinandernehmen wodurch die Trocknung schwierig ist
  • Befüllen mit Wasser umständlich

Was zeichnet einen zweiteiligen Simmertopf aus und was sind dessen Vorteile und Nachteile?

Im Unterschied zu doppelwandigen Simmertöpfen bestehen zweiteilige Simmertöpfe aus zwei einzelnen Töpfen, die bei Bedarf ineinander gestellt werden können. Meist gibt es eine Schraube, über die beide Töpfe miteinander fixiert werden können.

Der Vorteil zweiteiliger Simmertöpfe liegt unter anderem in ihrer verfügbaren Größe. Vor allem im Gastronomiebereich wird die zweiteilige Variante daher oft verwendet. Wenn du also öfters für Gäste kochst, dann ist ein zweiteiliger Simmertopf genau das richtige für dich.

Da der Zwischenraum aufgrund der Zweiteiligkeit kein geschlossenes System ist, gibt es kein Ventil. Das Wasser verdampft einfach über den Topfrand.

Zum Befüllen des Hohlraums wird einfach der innere Topf entfernt. Dafür benötigt man keinen extra Trichter, da der Topf einfach unter den Wasserhahn gehalten werden kann.

Nach dem Kochen kann der Innentopf mitsamt des Kochguts sofort vom Innentopf getrennt werden. Dadurch ist es möglich, dass du deine Soße ganz unkompliziert ausgießen kannst, ohne Wasser aus dem Zwischenraum zu vergießen.

Vorteile
  • Gut zu reinigen
  • Beide Töpfe können auch einzeln verwendet werden
  • Auch mit großem Fassungsvermögen erhältlich
  • Kochgut kann ausgeschüttet werden, ohne Wasser zu vergießen
Nachteile
  • Nimmt relativ viel Platz weg
  • Nicht mit einer Hand bedienbar
  • relativ teuer
  • Nicht mit abgebogenem Griff erhältlich

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Simmertöpfe vergleichen und bewerten

Nachfolgend zeigen wir dir, anhand welcher Kriterien du verschiedene Simmertöpfe miteinander vergleichen kannst. So hast du eine ideale Entscheidungsgrundlage, um den idealen Simmertopf für dich zu finden.

Die Aspekte, mit deren Hilfe du Simmertöpfe besser beurteilen und vergleichen kannst, umfassen:

In den kommenden Absätzen erklären wir dir, worauf es bei den einzelnen Kriterien ankommt.

Mit bzw. ohne Deckel

Simmertöpfe werden von den meisten (Hobby-)Köchen für die Herstellung von Soßen und Desserts verwendet. Da bei diesem Vorgang sehr viel gerührt werden muss, wird ein Deckel meist nicht gebraucht.

Um Gemüse schonend zu garen oder Eier professionell im Simmertopf zu pochieren, empfiehlt sich jedoch ein Deckel. Das im Topf befindliche Wasser erhitzt mit Deckel deutlich schneller als ohne. Dadurch kannst du ca. 60 % Strom sparen.

Ein Topf ohne Deckel verbraucht beim Wasserkochen ca. dreimal so viel Strom als ein Topf mit Deckel.

Wenn du also vor allem Wert auf gesunde Ernährung legst und den Simmertopf in erster Linie für das schonende Garen von Gemüse verwenden möchtest, dann ist ein Simmertopf mit Deckel genau das richtige für dich.

Griffart

Bevor du dich für einen Simmertopf entscheidest, solltest du dir unbedingt überlegen, wofür genau du den Topf verwenden möchtest. Je nach Anwendungsgebiet haben sich verschiedene Griffe bewährt. Verschiedene Hersteller bieten Simmertöpfe mit unterschiedlichen Grifflösungen an.

Grundsätzlich lassen sich zwei Griffvarianten unterscheiden:

  • wärmeisolierende Griffe
  • nicht-wärmeisolierende Griffe

Darüber hinaus kannst du dich auch noch zwischen verschiedenen Griffformen entscheiden. Je nach Verwendungszweck deines Topfes hat jedes Design seine Vor- und Nachteile:

  • Stielgriff
  • abgeknickter Griff
  • beidseitiger Griff

In der Praxis haben sich besonders Töpfe mit wärmeisolierenden Griffen bewährt. Da sich die Ventilöffnung bei doppelwandigen Simmertöpfe ausschließlich im Griff befinden, kommen eigentlich alle einteiligen Simmertöpfe mit einem wärmeisolierenden Griff aus Plastik.

Nicht-wärmeisolierende Griffe findest du meist bei besonders großen Simmertöpfen mit mehr als 3 Liter Fassungsvermögen. Während du kleine Töpfe gut mit einer Hand bewegen kannst, benötigst du bei dieser Topfgröße zwei Hände. Daher sind diese Griffe wie bei einem klassischen Topf oft beidseitig angeschweißt.

Um auch zweiteilige Simmertöpfe mit einer Hand bewegen zu können, muss bei dieser Kontruktion der Griff gerade sein. Ansonsten wäre es schwierig, den Innen- und Außentopf miteinander zu verbinden. Daher gibt es den Stielgriff fast ausschließlich bei zweiteiligen Simmertöpfen mit Fassungsvermögen von 1,5 Litern.

Schon verwirrt ob der vielen Varianten? Um für dich den besten Simmertopf zu finden, haben wir alle Griffvarianten mit ihren jeweiligen Eigenschaften noch einmal in einer übersichtlichen Tabelle zusammengefasst:

Griffform Wärmeleitung Topfvariante typischer Verwendungszeck
Abgeknickter Griff Immer wärmeisoliert, da hier das Wasser über den Griff in den Hohlraum eingefüllt wird Doppelwandiger Simmertopf Dies ist die klassische Simmertopfvariante mit dem größten Produktangebot. Er eignet sich vor allem zum Kochen von Breien, Desserts und Soßen. Zu diesem Zweck musst du den Topf immer bequem mit einer Hand halten und mit der anderen Hand rühren können.
Stielgriff Gibt es sowohl wärmeisoliert als auch nicht-wärmeisoliert Zweiteiliger Simmertopf Einen Simmertopf mit Stielgriff bieten nur wenige Hersteller an. Aufgrund seiner Größe von meist 1,5 Litern eignet er sich zum Kochen von Breien, Desserts und Soßen. Allerdings benötigt er mit seinem Stiel viel Platz im Schrank.
Beidseitiger Griff Meist nicht gut wärmeisoliert Doppelwandiger und zweiteiliger Simmertopf Simmertöpfe mit zwei Griffen zeichnen sich durch ein größeres Fassungsvolumen von ca. 3 bis 6 Litern aus. Dies wäre für einen einseitigen Griff zu schwer. Daher eignet sich diese Art des Simmertopfes hervorragend für das schonende Garen von Gemüse.

Schüttrand und Ausguss

Die meisten Köche verwenden den Simmertopf zur Herstellung von Soßen und Desserts. Um die Flüssigkeiten besser vom Topf in eine dekorative Schüssel umfüllen zu können, solltest du daher auf einen breiten Schüttrand achten.

Manche Modelle haben auch eine kleine Nase, um Flüssigkeiten tropffrei abgießen zu können. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn du Soßen ohne Kleckern in eine kleine Sauciere einfüllen möchtest.

Ausstattung: Temperaturanzeige, Wasserstandsanzeige, Maßeinteilung im Inneren des Topfes

In der Ausstattung unterscheiden sich moderne Simmertöpfe erheblich von älteren Modellen. Viele günstige Produkte verfügen noch heute ausschließlich über ein kleines Ventil, welches einen Pfeifton erzeugt, sobald das Wasser im Hohlraum kocht.

Während man bei älteren Töpfe nur indirekt über den Pfeifton des Ventils auf die Wassertemperatur schließen konnte, kommen einige moderne Töpfe mit einer genauen Temperaturanzeige. Wie bei einem Fleischthermometer misst ein kleiner Metallstab die Wassertemperatur im Zwischenraum. Die Temperaturanzeige befindet sich meist auf dem Griff des Topfes.

Eines der wichtigsten Ausstattungsmerkmale ist unserer Meinung nach eine integrierte Wasserstandsanzeige. Um den Topf nicht zu beschädigen, sollte sich immer ausreichend Wasser im Zwischenraum befinden. Mit einer Wasserstandsanzeige hast du den Füllstand deines Topfes immer genau im Blick und kannst bei Bedarf schnell noch etwas Wasser auffüllen.

Damit der Simmertopf voll funktionsfähig ist, muss der Zwischenraum immer mit genügend Wasser gefüllt sein.

Besonders praktisch ist auch eine Maßeinteilung im Innenraum des Topfes. So kannst du Flüssigkeiten schnell abmessen, ohne einen zusätzlichen Messbecher zu verwenden. Das spart nicht nur Zeit sondern auch zusätzlichen Abwasch.

Größe

Simmertöpfe gibt es je nach Verwendungszweck in verschiedenen Größen. Das Fassungsvermögen des Spezialtopfes reicht von 1,5 Litern bis zu 6 Litern.

Als besonders alltagstauglich haben sich Simmertöpfe mit einem Volumen von 1,5 Litern erwiesen. Hier ist die Produktauswahl sehr groß und vielseitig. Möchtest du jedoch in erster Linie dein Gemüse sanft garen, dann solltest du dennoch auf einen größeren Topf zurückgreifen.

Auf eines solltest du allerdings unbedingt bei der Größenwahl deines Simmertopfes ein Auge haben: Nicht immer ist der Nutzinhalt des Topfes wirklich präzise angegeben. Achte darauf, dass der Topfinhalt etwas größer ist, als der angegebene Nutzinhalt. Nur so kannst du das Volumen optimal nutzen, ohne beim Umrühren ständig zu kleckern.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Simmertopf

Wie reiniget man einen Simmertopf?

Wie du deinen Simmertopf reinigen kannst, ist abhängig vom jeweiligen Topfmaterial. Eine schonende Handreinigung mit Spülmittel und Lappen ist für jede Materialart geeignet und trägt dazu bei, dass dein Topf lange kratzerfrei bleibt. Ansonsten solltest du folgende Dinge beachten:

  • Spülmaschinenreinigung: Für die Spülmaschine sind ausschließlich Töpfe aus hochwertigem rostfreien Edelstahl geeignet. Achte daher unbedingt auf die Herstellerangaben deines Topfes, denn nicht jedes Edelstahl ist für die Spülmaschine tauglich. Simmertöpfe aus Aluminium solltest du grundsätzlich nicht in die Spülmaschine stellen.
  • Speisereste im Zwischenraum: Vermeide in jedem Fall, dass Speisereste über das Ventil in den Zwischenraum des Simmertopfes gelangen. Während zweiteilige Simmertöpfe sehr einfach zu reinigen sind, ist der Hohlraum bei doppelwandigen Töpfen nicht zu erreichen. Sollte dennoch aus Versehen einmal etwas Essen in den Zwischenraum gelangen, spüle den Topf über das Ventil mehrfach mit Wasser.
  • Trocknung des Zwischenraums: Nach der Benutzung des Simmertopfes solltest du immer das Wasser aus dem Zwischenraum vollständig entfernen, damit sich kein Kalk ablagern kann. Um Kalkablagerungen zu vermeiden, kannst du auch destilliertes Wasser verwenden.
  • Säuberung des Topfbodens: Auch auf die Reinigung des Topfbodens musst du unbedingt achten. Bei einem Glaskeramikkochfeld können ansonsten leicht Kratzer beim Hin- und Herschieben des Topfes entstehen.

Wie viel Wasser benötigt der Simmertopf und wie fülle ich Wasser nach?

Die grundlegende Funktion eines Simmertopfes ist nur gewährleistet, wenn sich ausreichend Wasser im Zwischenraum der beiden Topfwände befindet. Daher solltes du immer auf einen angemessenen Wasserstand achten. Das Wasser füllst du beim doppelwandigen Simmertopf über die Ventilöffnung des Topfes auf.

Beim Kochen immer den Wasserstand im Auge behalten.

Wie viel Wasser du in den Hohlraum einfüllen musst, hängt sowohl von der Topfart als auch von den Herstellerangaben ab. Bei einem zweiteiligen Topf benötigst du tendenziell mehr Wasser als bei einem doppelwandigen Simmertopf. Lies dazu unbedingt die Gebrauchsanweisung des Herstellers.

Tendenziell gilt als Richtlinie, dass der Zwischenraum zu etwa einem Drittel den Gesamtvolumens mit Wasser gefüllt werden sollte. Besonders hilfreich ist hier eine integrierte Wasserstandsanzeige, an der du dich sehr gut orientieren kannst.

Besonders bei langen Kochzeiten solltest du den Wasserstand stets im Auge behalten, um ein optimales Kochergebnis zu erziehlen. Ohne Wasser im Zwischenraum können deine Speisen auch im Simmertopf schnell anbrennen.

Tipp: Zum Auf- bzw. Nachfüllen füllen verwendest du am besten heißes Wasser. So sparst du Strom und verhinderst schnelle Temperaturschwankungen deines Kochguts. Destilliertes Wasser beugt dabei Kalkablagerungen vor.

Im folgenden Video siehst du ein Beispiel, wie ein Simmertopf mit Wasser befüllt wird und wie man eine perfekte Sauce Hollandaise herstellt.

Wie entkalke ich einen Simmertopf?

Da eine 100prozentige Trocknung des Zwischenraums eines doppelwandigen Simmertopfes nicht immer möglich ist, kann es im Laufe der Zeit zu Kalkablagerungen kommen. Daher solltest du in in regelmäßigen Abständigen deinen Simmertopf entkalken, damit er lange funktionstüchtig bleibt.

Zum Entkalken deines Simmertopfes kannst du jedes handelsübliche Entkalkungsmittel verwenden. Um den Geldbeutel zu schonen, kannst du auch auf altbewährte Hausmittel wie Essig oder Zitrone zurückgreifen. Mit dem säurehaltigen Wasser spülst du den Zwischenraum deines Topfes gut aus, so dass sich der dort befindliche Kalk langsam lösen kann.

Wofür kann ich einen Simmertopf noch verwenden, außer zum Kochen?

Ein Simmertopf eignet sich aufgrund seiner Eigenschaften auch hervorragend für Anwendungen außerhalb der Küche. Wie oben erwähnt, benutzen Schreiner beispielsweise eine Art Simmertopf, um ihren Knochenleim flüssig zu halten, ohne dass er anbrennt.

Ein besonderer Tipp: Du kannst den Simmertopf auch zur Herstellung von handgemachten Seifen verwenden. Dafür müssen diverse Zutaten erhitzt werden, ohne dass die Temperatur zu hoch steigt – das ideale Einsatzgebiet für unseren Simmertopf. Mehr zum Thema Verseifung findest du hier.

Wolltest du schon immer das Sous-Vide-Garen ausprobieren, ohne Anschaffung eines teuren Spezielgeräts? Auch hierfür kannst du den Simmertopf zweckentfremden. Beim Sous-Vide-Garen werden Lebensmittel vakuumverpackt und anschließend im Wasserbad bei niedriger Temperatur gegart. Hierfür eignet sich besonders ein Simmertopf mit integrierter Temperaturanzeige.

Mit einem Simmertopf hätte der Mann im folgenden Video sein Steak noch unkomplizierter zubereiten können:

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.t-online.de/leben/essen-und-trinken/id_78488002/simmern-wir-erklaeren-was-simmern-ist-und-wie-es-funktioniert.html

[2] https://www.hausjournal.net/edelstahltopf-induktion

[3] https://www.foodbrothers.com/koch-wiki/wasserbad.html

[4] http://blog.expondo.de/gastronomiebedarf/die-erfindung-der-bain-marie/

Bildquelle: Baloon111/ 123rf.com

Warum kannst du mir vertrauen?

Renate arbeitet als Beraterin für Großküchen und kocht in ihrer Freizeit nicht nur gerne für ihre Kinder, sondern auch für Freunde. Durch ihre langjährige Erfahrung in der Küche kennt sie sich bestens mit Töpfen, Pfannen und allem was sonst noch in eine gut ausgestattete Küche gehört, aus.