Zuletzt aktualisiert: 21. April 2021

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Die Misopaste (auch Miso, jap. みそ) ist eine dickflüssige Substanz, die sich aus keiner japanischen Küche wegdenken lässt und vor allem aus Sojabohnen besteht. Mit ihrem einzigartigen Geschmack lässt sie sich vielseitig sowohl in süße Speisen als auch zu würzigen Suppen und Dips verarbeiten.

Durch die vielseitige Anzahl an Miso Sorten und Verwendungsmöglichkeiten dieser japanischen Paste kommt man zunächst vermutlich schnell durcheinander – doch all das und was genau Miso Paste eigentlich ist, findest du in diesem Beitrag.




Das Wichtigste in Kürze

  • Die Würz Paste ist grundlegender Bestandteil vieler traditioneller japanischer Gerichte, bei der zur Herstellung gedämpfte Sojabohnen mit Reis oder Gerste gemischt und anschließend samt Koji-Schimmelpilzen fermentiert werden.
  • Man kann die Paste grundsätzlich in 4 Sorten, je nach Geschmack und Farbe unterteilen. Dazu zählt weißes Shiro-miso, rotes Aka-miso, gelbes Shinshu-miso und dunkles Kuro-miso. Hierbei gilt, je dunkler, desto intensiver der würzige Geschmack.
  • Da Miso sehr vielfältig einsetzbar ist, sind der Verwendung in der Küche keine Grenzen gesetzt – von Ramen über Misosuppe, bis zu herzhaften Speisen ist alles möglich. Wichtig ist hierbei, bei der Sortenwahl aufzupassen, da sich die Geschmäcker unterscheiden.

Misopasten im Vergleich: Bewertungen und Empfehlungen

Bei dieser Vielfalt an Sorten und Herstellern ist es schwierig, sich für eine Misopaste zu entscheiden. Aus diesem Grund haben wir für dich unsere besten Miso Empfehlungen, je nach Bedarf und Verwendung, zusammengetragen und nach eigenen Kriterien bewertet.

Die beste deutsche Misopaste

Bei der Arche Genmai Bio Miso Paste wird Nachhaltigkeit besonders großgeschrieben. Sie gehört zur dunklen Sorte der Miso. In ihren 300g schweren Packungen befinden sich weder künstliche Aromen oder Süßungsmittel, noch Konservierungs- oder Farbstoffe. Zudem wird der veganen Paste kein Alkohol zugesetzt und alle Zutaten stammen aus ökologischem Anbau.

Mit seinem aromatischen Geschmack verleiht diese Miso Paste jedem Gericht, ob herzhaft oder fleischig, eine würzige Note. Durch ihre 18 Monate lange Reifezeit schmeckt diese Misopaste besonders intensiv. Ihr Herstellersitz liegt in Deutschland, was positiv für die Regionalität spricht. Unter den dunklen Pasten gilt sie außerdem als Bestseller.

Bewertung der Redaktion: Die Arche Genmai Bio Miso Paste solltest du vor allem dann kaufen, wenn du die lokale Wirtschaft unterstützen möchten. Außerdem kann man mit ihr köstliche als auch gesunde japanische Gerichte herbeizaubern. Durch ihre qualitativen Zutaten kommt auch die Nachhaltigkeit nicht zu kurz und macht die Paste noch attraktiver.

Die beste traditionelle Misopaste

Bei der dunklen Aka Miso Paste der Shinjyo-Firma handelt es sich um Miso der roten Sorte. Die Würz Paste wird in Japan hergestellt und sticht vor allem wegen ihrer gentechnikfreien Produktion hervor. Anmerken sollte man außerdem, dass weder Konservierungs- noch Süßungsstoffe genutzt werden, sodass sie sich  hervorragend für eine gesunde Ernährung eignet.

Dank des intensiven Geschmacks der dunkleren Sorte reicht hier eine kleine Menge bereits aus, um das bekannte Umami-Aroma zu erreichen. Der Salzgehalt ist bei dieser 300g Packung demnach etwas höher als bei anderen Marken und Misosorten. Dadurch eignet sich diese Paste hervorragend zum Würzen von Suppen oder Marinieren von Fleischgerichten.

Bewertung der Redaktion: Zu Liebhabern von Tradition passt diese Paste vermutlich am meisten, da sie auf klassische und dennoch gesunde Weise im Ursprungsland Japan hergestellt wird. Solltest du deine Gerichte außerdem am liebsten sehr würzig zubereiten, solltest du hier auf jeden Fall zuschnappen, da die Shinjyo Aka Miso Paste nicht nur preislich klasse ist, sondern auch einen sehr intensiven Geschmack hat.

Die beste helle Misopaste

Diese Hikari Shinshu Miso-Paste gehört zur hellen Sorte und punktet demnach mit ihrem milden und dennoch aromatischen Geschmack. Außerdem wird diese Paste statt mit Gerste mit Reis vermengt, wodurch die Würze weniger harsch ist. Sie wird in 400g Packungen verkauft und verfügt über einen geringeren Salzgehalt als dunklere Pasten.

Die Würzpaste wird in Japan hergestellt, nach traditioneller Rezeptur und doch ohne künst­li­che Aromen oder Süßungsmittel. Außerdem ist diese Misopaste vegan und eignet sich durch den milderen Geschmack besonders gut für süße Dips und Speisen. Mit ausreichender Menge kann man sie aber natürlich auch zum Würzen von Brühen verwenden.

Bewertung der Redaktion: Für Liebhaber von Traditionen ist diese Paste ein wahrer Hingucker, da sie nicht nur aus Japan stammt, sondern auch auf klassische Art und Weise hergestellt wird. Mit ihrem milden Geschmack passt sie in jedes herzhafte Gericht und punktet außerdem mit ihrem guten Preis.

Die beste rote Misopaste ohne Gentechnik

Diese Aka Miso Paste stammt auch aus der Shinjyofirma und gehört zur roten Sorte. Dementsprechend intensiver und würziger ist ihr Geschmack. Hervorsticht, dass sie in 500g Packungen verkauft wird, was deutlich mehr ist, als der Durchschnitt. Die vegane Paste eignet sich also für besonders großen Verzehr.

Außerdem wird sie in Japan hergestellt und folgt ebenfalls einer traditionell japanischen Rezeptur, allerdings ohne Süßungsmittel. Eine weitere inhaltliche Besonderheit ist, dass bei der Herstellung ausschließlich nicht genbehandelte Sojabohnen verwendet werden, dementsprechend gesund ist diese Paste.

Bewertung der Redaktion: Die Shinjyo Aka Miso Paste punktet vor allem durch die ihre klassisch japanische Rezeptur als auch durch ihre Herstellung ohne Gentechnik. Die dunkle Sorte spricht außerdem für einen besonders würzigen Geschmack, solltest du also gerne etwas salziger kochen, ist diese Paste genau das Richtige.

Die beste dunkle Misopaste im Glas

Bei dieser Fairment Miso “Genmai” handelt es sich um eine unpasteurisierte Paste der dunklen Sorte. Ein Glas enthält 200g purer Würz Paste mit intensivem Geschmack. Durch ihre Sorte sticht auch hier wieder das besonders starke Umami-Aroma hervor, wodurch man sie vor allem zum Würzen benutzen kann.

Sie stammt außerdem nicht aus Japan, sondern aus Deutschland und wird ohne Konservierungs-, Farb- oder Süßungsstoffe hergestellt. Zum Inhalt anmerken sollte man außerdem, dass die Paste alkoholfrei und vegan ist, sich dementsprechend hervorragend für dich eignet, sollte dir Gesund- und Nachhaltigkeit am Herzen liegen.

Dazu gehört auch, dass dieser Artikel besonderer Weise im Glas verkauft wird und durch die Nähe der Herstellung weniger Transportkosten oder CO2-Emissionen anfallen.

Bewertung der Redaktion: Die Fairment Miso “Genmai” Paste ist eine ausgezeichnete Wahl für dich, wenn dir die japanische Küche Freude bereitet, du aber dennoch sehr viel Wert auf Nachhaltigkeit legen. Sollten dir außerdem fleischige und würzige Gerichte besonders gut schmecken, eignet sich die dunkle Sorte mit ihrem starken Geschmack hervorragend.

Die beste helle Misopaste ohne Gentechnik

Bei der Shinjyo Shiro Miso Paste handelt es sich um eine traditionell japanische Paste. Sie wird nach klassischer Rezeptur hergestellt und in 500g Packungen verkauft, welche wesentlich größer sind als der Durchschnitt. Da sie zur hellen Miso Sorte zählt, ist ihr Geschmack sanfter und passt hervorragend zu süßlichen oder milderen Speisen.

Wie die rote Sorte auch, wird hier ebenfalls ohne Gentechnik gearbeitet, das heißt die Sojabohnen sind nicht genbehandelt. Weiterhin ist diese Paste vegan und wird ohne Süßungsmittel hergestellt, was deutlich gesünder ist. Wie die meisten hellen Miso Pasten wird auch Shinjyo Shiro Miso mit Reis vermengt, wodurch ein milderer Geschmack zustande kommt.

Bewertung der Redaktion: Die Shiro Miso Paste der Shinjyo Firma eignet sich ausgezeichnet für Liebhaber der japanischen Kochkultur, die außerdem viel Wert auf die Qualität der Zutaten legen. Ihr Geschmack zeichnet sich durch eine milde Würze aus, die in vielerlei Gerichten eine köstliche Note bei führt.

Kauf- und Bewertungskriterien für Misopaste

Damit dir der Vergleich der Miso Pasten und somit die Entscheidung leichter fällt, achten wir auf folgende Bewertungskriterien beim Kauf:

Um einen genaueren Einblick in die Kriterien zu erlangen, lies dir bitte folgende Beschreibungen durch:

Inhaltsstoffe

Grundsätzlich bestehen sämtliche Unterarten der Misopaste aus denselben Grundzutaten, nämlich Soja(-Bohnen), Wasser, Salz und Reis/Gerste. Dennoch unterscheiden sich die Miso Sorten vor allem in diesem Gebiet voneinander und dementsprechend sollten die Inhaltsstoffe bei der Produktwahl berücksichtigt werden.

Sprich ist eventuell Alkohol vorhanden, wurde mit Reis oder Gerste gearbeitet, sind Probiotika Bestandteil der Paste und wenn ja, welche? Je nachdem ist die Paste verträglicher bzw. hat einen anderen Geschmack und eignet sich demnach für andere Gerichte.

Sorte

Je nach Anlass und Gericht unterscheiden sich die genutzten Sorten aufgrund ihrer Geschmäcker stark, weshalb es hier besonders gilt, beim Kauf aufzupassen.
Solltest du also herzhaftes kochen wollen, wäre es klug, wenn du dunklere Pasten vermeiden.

Diese sind nämlich im würzigen Geschmack intensiver, während hellere Pasten eher mild und süßlicher schmecken. Du solltest demnach ihren Bedarf und Verwendungszweck bei der Sorten-Entscheidung mit einbeziehen.

Besonderheiten

Hierbei wird auf verschiedene Aspekte geachtet, die sich auf den Inhalt und der Herstellung der Paste beziehen. Wer viel Wert auf Nachhaltigkeit und gesunde Ernährung legt, sollte insbesondere hier beim Kauf aufpassen.

Zu diesen Besonderheiten zählt beispielsweise, ob es sich um eine Bio Paste handelt oder wie hoch der Zuckeranteil jeweils ist.

Weitere Merkmale sind vegane/alkoholfreie oder konservierungsstofffreie Pasten. Je mehr dieser Besonderheiten auffallen, desto gesünder ist die Paste, weshalb es ebenfalls berücksichtigt werden sollte.

Ursprungsland

Viele der Pasten stammen aus Japan, was in Anbetracht der historischen Herkunft Sinn ergibt. Allerdings sollte man sich als Käufer fragen, ob es nicht besser sei, Miso Paste aus der eigenen Region zu kaufen. Hierbei wird sowohl die lokale Wirtschaft unterstützt als auch durch weniger Transportkosten für Nachhaltigkeit gesorgt.

Wenn du hingegen sehr traditionell japanisch kochen möchtest, wäre es angemessener, die klassische Miso Paste aus Japan zu bestellen, sollte dein Augenmerk allerdings auf Nachhaltigkeit liegen, wäre es klug, das Ursprungsland zu berücksichtigen, weshalb dies ein Bewertungskriterium für uns ist.

Ratgeber: Häufig gestellte Fragen zum Thema Misopaste ausführlich beantwortet

Durch die Vielzahl an Angeboten und Inhalten der japanischen Misopaste fällt es oft schwer, eine fundamentierte Entscheidung zu fällen. Um dir beizustehen, gehen wir nun auf die häufigsten Fragen zu diesem Thema ein.

Was ist eine Misopaste?

Miso ist eine rein pflanzliche und fermentierte japanische Paste, die aus Sojabohnen, Kōji-Schimmelpilzen (Aspergillus oryzae) und Reis oder Gerste hergestellt wird. Durch ihre probiotischen Inhaltsstoffe eignet sich Miso bestens zur Verdauungsunterstützung und dient beispielsweise als Vitamin K, Protein und Zink Quelle.

Die Herstellung ist allerdings sehr aufwendig und kann je nach Sorte mehrere Jahre andauern, da hierbei nach der Fermentierung eine lange Reifephase folgt, um ihren intensiven Geschmack zu erhalten.

Ein Hauptbestandteil der Misopaste sind die Sojabohnen. Sie gehören zur Familie der Hülsenfrüchtler. (Bildquelle: Jing/ Pixabay)

Ihre einzigartige Geschmacksrichtung lässt sich weder salzig, süß, sauer noch bitter zuordnen und wird in Japan als umami bezeichnet, was wörtlich übersetzt “einfach köstlich” bedeutet. Über das genaue Herkunftsland von Miso ist man sich nicht sicher. Klar ist allerdings, dass es entweder aus China oder Japan stammt und der Ursprung in den Jahren ab 540 liegt.

Welche Arten von Misopasten gibt es?

Man kann die Misopaste nach Geschmack, Farbe und Zutaten grundsätzlich in 4 verschiedene Sorten unterteilen. Dazu gehören rotes (Aka-Miso), helles (Shiro-Miso), gelbes (Shinshu-Miso) und dunkles Miso (Kuro-Miso).

Die Vielfalt an Farben kommt durch eine unterschiedlich lange Fermentierungs-Periode zustande.

Grundsätzlich gilt, je länger eine Misopaste fermentiert, desto dunkler und würziger wird sie. Dunkle und Rote Miso reifen über mehrere Jahre hinweg, wodurch ihr Geschmack sehr salzig wird.

Deshalb werden dunklere Pasten eher für Suppen und Brühen als Würzmittel benutzt, während helle und gelbe Misopaste nur wenige Monate reifen. Dementsprechend mild schmecken sie auch.

Die gelbe Miso wird zwar länger als helle, aber kürzer als dunkle und rote fermentiert. Ein weiterer Unterscheidungsfaktor ist, dass die milderen und helleren Pasten eher mit Reis gemischt werden, während den dunkleren Pasten Gerste zugesetzt wird.

Was kostet Misopaste?

Der Preis einer Misopaste wird meist durch die Qualität der Zutaten und Aufbewahrung bestimmt, beispielsweise ob genbehandeltes Soja verwendet wird oder wie lang die Paste haltbar ist. Mithilfe dieser Tabelle möchten wir dir eine Orientierung für den möglichen Preis bieten.

Preisklasse pro kg Erhältliche Produkte
Niedrigpreisig (9 – 14 €) Paste mit künstlichen Aromen in Plastik
Mittelpreisig (14 – 25 €) Paste mit weniger Zusatzstoffen in Plastik
Hochpreisig (ab 25 €) Paste aus ökologischem Anbau, ohne Zusatzstoffe, im Glas

Es wird deutlich, dass man auch mit weniger Geld die klassischen Miso Pasten kaufen kann. Sollte dir allerdings Nachhaltigkeit wichtig sein, wirst du im mittel- bis hochpreisigem Milieu deine perfekte Miso finden.

Wie verwende ich eine Misopaste?

Miso kann man in den unterschiedlichsten Gerichten benutzen, durch den würzigen Geschmack eignet es sich aber am ehesten für Folgendes:

  • Zum Aromatisieren von Saucen, (Nudel-)Suppen, Gemüsepfannen sowie Dressings
  • Zum Marinieren von Fleisch-, Fisch- und Gemüsegerichten
  • Für Dipping Sauces, bspw. für Gemüse
  • Je nach Geschmack auch als Brotaufstrich

Die berühmtesten Gerichte, bei denen Misopaste genutzt wird, sind aber vermutlich Misosuppe und Ramen.

Gibt es Alternativen zur Misopaste?

Da Misopaste vor allem als Würzmittel genutzt wird, können unter Umständen auch Zutaten wie Salz, Gemüsebrühe oder Fischsauce genügen. Solltest du allerdings nur nach Alternativen suchen, da du dich gluten- oder sojafrei ernährst, können wir dich beruhigen, denn es gibt mittlerweile auch Misopasten ohne Gluten und Soja, die dafür aber auch meist zur höheren Preisklasse gehören.

Fazit

Um dein Gericht genau richtig zu würzen oder japanisch zu kochen, eignet sich die Misopaste hervorragend. Durch ihre unterschiedlichen Sorten und Geschmäcker kann man sie durchaus in vielerlei Rezepte einbauen, sodass sie schnell fester Bestandteil Ihrer Küche werden.

Zudem sollte jeder mal diesen populären, sogenannten 5. Geschmack “umami” selber probiert haben. Hervorheben sollte man außerdem, dass Miso durch ihre probiotischen Bestandteile sehr gesund und verdauungsfördernd ist.

Dazu gehört auch, dass die Paste als Quelle für diverse Vitamine und Proteine gilt. Das heißt, sie schmeckt nicht nur köstlich, sondern ist auch noch gesund!

(Titelbild: Ponyo Sakana/ Pexels)

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