Joghurt ist häufig lecker, aber oft enthält Joghurt Zucker und andere Zutaten, die man nicht so gerne mag. Vielleicht verträgst du manche Inhaltsstoffe in herkömmlichem Joghurt aus dem Supermarkt auch nicht.

Wenn du deinen Joghurt nach deinen eignen Geschmacksvorstellungen und Bedürfnissen zubereiten möchtest, hilft dir ein Joghurtbereiter. Mit ihm kannst du selber Joghurt herstellen.

Damit du den für dich besten Joghurtmaker findest, stellen wir dir in unserem großen Joghurtbereiter Test 2019 mehrere Joghurtmaker vor. Außerdem geben wir dir hilfreiche Tipps und Kriterien, anhand derer du herausfinden kannst, welcher Joghurtbereiter für dich der richtige ist.

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit einem Joghurtbereiter kannst du zu Hause ganz einfach gesunden und leckeren Joghurt selber machen. Egal ob mit Milch, laktosefrei oder vegan – mit oder ohne Früchte – du entscheidest selbst, was reinkommt und kannst je nach Belieben ganz auf Zusatz- und Konservierungsstoffe verzichten.
  • Grundsätzlich wird zwischen elektrischen Joghurtmaschinen und Geräten ohne Strom unterschieden. Bei beiden Varianten wird Milch erhitzt und durch Zugabe von Milchsäurebakterien in Joghurt umgewandelt.
  • Als Grundzutaten benötigst du außer dem passenden Gerät nichts weiter außer Milch und Joghurtkulturen (diese sind in Pulverform erhältlich, du kannst für deine sogenannte Starterkultur aber auch einfach auf Naturjoghurt aus dem Supermarkt zurückgreifen).

Joghurtbereiter Test: Favoriten der Redaktion

Der Joghurtbereiter mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis

Der JG 3525 Joghurtbereiter von Severin eignet sich optimal für die Herstellung deines eigenen Joghurts. Dank seinen Joghurtgläsern hat man die perfekte Portionsgröße auch für unterwegs und kann je nach Vorlieben und Größe des Haushalts auch mehr Portionsgläser dazu wählen.

Zudem erhält die Joghurtmaschine bei Wunsch eine integrierte Abschaltautomatik und einen konstanten Temperaturregler. So kann bei deiner Joghurtzubereitung nichts schiefgehen. Mit seiner 13 Watt Leistung ist er zudem stromsparend, umweltfreundlich und geräuschlos. Der Joghurtbereiter ist obendrein reinigungsfreundlich, da die Portionsgläser spülmaschinentauglich sind. Weiter ist er in verschiedenen Farben erhältlich.

Der Verkäufer verspricht hochwertige Qualität und eine Garantie von 2 Jahren. Die Kunden schätzen vor allem das starke Preis-Leistungs-Verhältnis und die einfache Handhabung.

Der beste Joghurtbereiter ohne Strom

Der My.Yo Joghurtbereiter arbeitet ganz ohne Strom und ist flexibel einsetzbar. Du kannst ihn überall hin mitnehmen und auch als Thermobehälter verwenden. Der Joghurtbereiter besteht aus einem Außen- und einen Innenbehälter. In den Innenbehälter kommen ein Liter Milch und die Joghurtkulturen, während der Außenbehälter mit heißem Wasser gefüllt wird.

Die Zubereitungszeit hängt von Art und Temperatur der verwendeten Milch und den Milchsäurebakterien ab. Da das Gerät ohne Strom arbeitet, dauert es natürlich allgemein etwas länger als bei elektrischen Maschinen. Vorteil des stromlosen Joghurtbereiter ist, dass keinerlei Überhitzungsgefahr oder Ähnliches besteht. Zudem ist das Gerät Spülmaschinen geeignet und verfügt über eine einfache Handhabung

Der beste Joghurtbereiter mit Timerfunktion

Bei diesem Modell können in 8 Portionsgläsern bis zu 1,2 Liter Joghurt produziert werden. Der elektrische Joghurtbereiter wendet hierfür eine Energie von 40 Watt pro Stunde auf. Damit liegt das Gerät mit seiner Kapazität und den Maßen von 34 x 17,5 x 14 cm im Normalbereich.

Der Joghurtbereiter verfügt zudem über einen integrierten Timer mit Abstellautomatik, welcher auf 1-18 Stunden einstellbar ist. Der Reifeprozess kann jederzeit unterbrochen werden.

Abdeckhaube und Verschlussdeckel können per Hand mit heißem Wasser und Spülmittel gereinigt werden. Das Gehäuse soll nur feucht abgewischt und dann mit einem Lappen nachgetrocknet werden. Zur Benutzung müssen alle Teile des Geräts trocken sein.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du einen Joghurtbereiter kaufst

Ist selbstgemachter Joghurt gesünder?

Wie schon erwähnt: Die Basis von hausgemachtem Joghurt ist gekaufter Naturjoghurt oder alternativ ein Pulver, das natürliche Joghurtbakterien enthält. Dass es sich dabei um die gesündeste Variante aller Joghurts aus dem Kühlregal handelt, liegt auf der Hand.

Gekaufte Fruchtjoghurts aus dem Supermarkt enthalten dagegen in der Regel industriellen Zucker sowie zusätzliche Inhaltsstoffe und haben mit gesundem natürlichem Joghurt nicht mehr viel zu tun. Ein Vorteil von selbstgemachten Joghurt ist also schon mal, dass du durch Zugabe von frischen Früchten auch gesunden Joghurt mit Geschmack herstellen kannst.

Aber auch für denjenigen, der Joghurt generell nur in Form von Naturjoghurt genießt, hat die selbstgemachte Variante Vorteile. Denn auch wenn du mit einem kleinen Anteil an gekauftem Joghurt startest, entscheidest du welche Produkte du hinzufügst.

Selbstgemachter Joghurt gekaufter Joghurt
Wird auf der Basis von Naturjoghurt hergestellt welcher natürliche Joghurt Bakterien enthält Fruchtjoghurts in den Supermärkten können relativ viel Zucker enthalten und sind daher eher ungesund
Es können selbst frische Früchte hinzugefügt werden, was dem Joghurt einen natürlichen Geschmack verleiht Häufig werden Frucht-Ersatzzutaten verwendet und keine echten Früchte
Du kannst individuell, je nach deinen Präferenzen deinen eigenen Joghurt kreieren und so auch beispielsweise auf Sojamilch zurückgreifen Du musst dich für eine Joghurt Sorte entscheiden und es wird eher ein homogenes Angebot geliefert. Auf individuelle Wünsche kann nur bedingt eingegangen werden.

Du kannst auf alternative Milchsorten, wie zum Beispiel Sojamilch, zurückgreifen und den Fettanteil selbst bestimmen. Vielleicht hast du sogar die Möglichkeit, deine Milch direkt „beim Bauer nebenan“ zu kaufen. Bei Roh- oder Frischmilch solltest du allerdings unbedingt darauf achten, sie vorher aufzukochen.

Der größte Vorteil von selbstgemachtem Joghurt ist also definitiv: Du weißt, was du isst. Und mal ehrlich – hausgemacht schmeckt am Ende immer besser.

Was kostet ein Joghurtbereiter?

Die Preise für Joghurt-Maker zum privaten Gebrauch bewegen sich zwischen zehn und 50,00 Euro. Je nach Preisklasse unterscheiden sich die verschiedenen Joghurtbereiter vor allem nach der Größe beziehungsweise Menge, die auf einmal an Joghurt hergestellt werden kann.

Modell Preis
Joghurt-Maker zum privaten Gebrauch ca. 10-50€
Joghurt-Maker für grössere Mengen ca. 100-200€

Geräte für die Herstellung von größeren Mengen können auch bis zu 200 Euro kosten – diese hochwertigen Apparate sind allerdings hauptsächlich für den professionellen Gastronomiegebrauch gedacht und eine Anschaffung für zu Hause lohnt sich kaum.

Ob sich die Anschaffung eines Joghurtbereiters im Vergleich zum Kauf von Kühlregalprodukten preislich lohnt, liegt an deinem persönlichen Verbrauch. Wie viel Joghurt konsumierst du/dein Haushalt in etwa pro Woche? Legst du Wert auf (Bio-)Qualität und greifst im Zweifelsfall lieber auf teurere Marken zurück?

Du kannst für die Anschaffung eines Joghurtmakers mittlerer Preisklasse mit ca. 20 € rechnen, dazu kommen etwa 0,40 € für einen Becher Bio-Naturjoghurt und 1,00 € für einen Liter Bio-Milch. Ab der zweiten Zubereitung kann selbstverständlich der hausgemachte Joghurt als Basis dienen.

Es gilt also wie fast überall: Je größer der Verbrauch, desto eher lohnt sich die eigene Zubereitung. Da Joghurt bei uns in Deutschland aber ein sehr preisgünstiges Lebensmittel ist, rechnet sich die eigene Herstellung – zumindest was den Kostenaufwand betrifft – für den durchschnittlichen Verbrauch tatsächlich nur geringfügig.

Wie funktioniert ein Joghurtbereiter?

Wie entsteht eigentlich Joghurt? Vereinfacht gesagt: Milch wird erhitzt und unter Zugabe von Joghurtbakterien in Naturjoghurt umgewandelt. Dieser Prozess nennt sich Fermentation. Und genau so funktioniert auch die Herstellung in einem Joghurtbereiter.

Bei der stromlosen Variante wird die Milch entweder im Topf oder im Joghurtbehälter von außen mit heißem Wasser erhitzt. Bei elektrischen Maschinen wird sie durch Strom auf konstante 42 Grad Celsius erhitzt. Die Zugabe der Joghurtkulturen (oder auch Milchsäurebakterien) wird auch als Impfen der Milch bezeichnet. Dieser Prozess der Milchsäuerung macht sie nach circa fünf bis zehn Stunden zum Joghurt.

Wo gibt es Joghurtbereiter zu kaufen?

Joghurtbereiter werden von einigen verschiedenen Herstellern für Küchengeräte (zum Beispiel Severin, Tupper, Rommelsbacher und Rosenstein&Söhne) angeboten. Man findet sie sowohl im Einzelhandel (Saturn, Media Markt, Karstadt etc.) als auch in Onlineshops wie Amazon und Ebay.

Die beliebteste Variante ist hierbei wohl der Kauf über das Internet, da herkömmliche Geschäfte meist nur eine sehr kleine Auswahl an verschiedenen Geräten zur Verfügung haben.

Entscheidung: Welche Arten von Joghurtbereitern gibt es und welche ist die richtige für dich?

Grundsätzlich kann zwischen zwei Arten von Joghurtbereitern unterschieden werden:

  • Elektrische Joghurtmaschinen
  • Joghurtbereiter ohne Strom

Die Herstellung von Joghurt ist ein Prozess, der vom Prinzip her immer gleich abläuft – egal ob mit oder ohne Joghurtzubereiter. Ein Joghurtgerät erleichtert das Ganze aber natürlich um ein Vielfaches. Wenn du also vorhast, in Zukunft öfter auf hausgemachten Joghurt zurückzugreifen, dann sei dir die Anschaffung von einem Joghurtbereiter auf jeden Fall ans Herz gelegt.

Dazu muss erwähnt werden, dass für stromlose Joghurtbereiter heißes Wasser benötigt wird – also in den meisten Haushalten auch Strom zum Erhitzen verwendet wird. Es lohnt sich trotzdem, einen Blick auf die Vor- und Nachteile der beiden Varianten zu werfen.

Abhängig davon, welche Mengen du zubereitest – und natürlich, wie viel Geld du für deinen selbstgemachten Joghurt ausgeben möchtest – könnte auch eine stromlose Variante deine erste Wahl sein. Der folgende Vergleich von verschiedenen Joghurtbereitern soll dir dabei helfen, dein geeignetes Gerät zur Herstellung von leckerem hausgemachtem Joghurt zu finden.

Wie funktioniert ein Joghurtbereiter ohne Strom und worin liegen seine Vorteile und Nachteile?

Das Gerät besteht aus zwei Behältern, die ineinander gesteckt werden. In den inneren Behälter kommen Milch und Joghurtkulturen und der äußere Behälter wird mit heißem Wasser gefüllt. Alternativ gibt es auch einteilige Joghurtbereiter beziehungsweise Joghurtgläser.

Hier wird die Milch zunächst im Topf erhitzt und die Joghurtbakterien im Nachhinein hinzugegeben. Die Milch wird dann zur sogenannten Fermentation (Umwandlung in Joghurt) im Behälter oder Joghurtglas für einige Stunden verschlossen.

Vorteile
  • Zubereitung von großen Mengen auf einmal möglich
  • stromlos / umweltfreundlich
  • individuelle Zugabe von anderen Zutaten möglich
  • günstigere Variante
  • leicht zu reinigen
Nachteile
  • keine Portionierungen möglich
  • Erhitzen von Wasser erfordert in der Regel doch Strom
  • keine Abschaltautomatik

Da es sich also „nur“ um zwei isolierte Behälter ohne Elektrizität handelt, ist diese Variante besonders langlebig. Außerdem können die Behälter, die ähnlich wie Thermoskannen konzipiert sind, alternativ zur Einlagerung anderer Lebensmittel verwendet werden  Auch die Reinigung gestaltet sich einfach, da die Behälter meist sogar spülmaschinentauglich sind.

Wer seinen also Joghurtbereiter flexibel benutzen können möchte und Wert auf eine leichte Reinigung des Geräts legt, für den könnte die stromlose Variante die optimale Lösung sein.

Wie funktioniert ein elektrischer Joghurtmaker und worin liegen seine Vorteile und Nachteile?

Gerade in privaten und vor allem kleinen Haushalten ist die Joghurtmaschine mit Strom meist die beliebtere Variante.

Denn wer keine überdurchschnittlich großen Mengen von Joghurt konsumiert, freut sich nicht nur über die Automatik und vereinfachte Handhabung der Geräte, sondern kann auch leichter kleine Mengen produzieren. Außerdem verkürzt sich die Zubereitungszeit bei strombetriebenen Apparaten in der Regel.

Vorteile
  • vereinfachte Zubereitung
  • verkürzte Zubereitungszeit
  • automatische Abschaltfunktion
  • Herstellung von kleinen portionierten Mengen möglich
  • Stromverbrauch hält sich auch hier in Grenzen
Nachteile
  • keine Herstellung von großen Mengen auf einmal
  • etwas teurer als die stromlose Variante
  • Herstellung von Quark und Käse ebenfalls einfacher möglich

Strombetriebene Joghurtmaschinen bestehen meist aus mehreren kleinen Gläsern. Wie bei der stromlosen Variante werden in die einzelnen Behälter wieder Milch und Joghurtbakterien gefüllt und von einem einzelnen Gehäuse verschlossen.

Die Maschine erhitzt die Milch auf konstante 42 Grad und stellt sich am Ende des Vorgangs automatisch wieder ab. Das punktgenaue eigenständige Überprüfen der Konsistenz fällt also weg. Das macht den persönlichen Tagesablauf natürlich um einiges einfacher und flexibler, als es bei der stromlosen Variante der Fall ist.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Joghurtbereiter vergleichen und bewerten

Im Folgenden möchten wir dir zeigen, anhand welcher Faktoren du Joghurtbereiter gut vergleichen und bewerten kannst. Damit fällt es dir hoffentlich leichter zu entscheiden, welches Modell sich am besten für dich eignet. Je nach Bedarf kann auch eine sehr preisgünstige Maschine zwischen zehn und 20 Euro völlig ausreichend sein. Wichtig beim Preisvergleich zu beachten sind vor allem Angaben zu:

  • Fassvolumen
  • Zubereitungszeit
  • Stromverbrauch
  • Abstellautomatik beziehungsweise einem integrierten Timer
  • Reinigung/Spülmaschinentauglichkeit
  • Herstellung weiterer Milchprodukte wie (Frisch-)Käse und Quark möglich?
  • Verfügbarkeit von Ersatzteilen

In den folgenden Absätzen kannst du jeweils nachlesen, was es mit den einzelnen Kaufkriterien auf sich hat und wie du diese jeweils einordnen kannst.

Fassvolumen

Bei diesem Punkt solltest du zuallererst darauf achten, welche Menge an Joghurt du auf einmal herstellen kannst. In vielen Fällen handelt es sich dabei um einen Liter, also eine angemessene Portion für einen privaten Haushalt.

Für die meisten aber genauso wichtiger Faktor: Handelt es sich dabei um einen einzigen Behälter oder hast du die Möglichkeit, deinen Joghurt von Anfang an in einzelnen Gläsern zu portionieren und gegebenenfalls weniger auf einmal zu produzieren?

Im Normalfall findest du bei den Modellen ohne Strom vor allem einzelne Behälter, während strombetriebene Joghurtbereiter oft die Möglichkeit bieten, von Anfang an in kleinere Mengen zu portionieren.

Solltest du dich für die Variante mit mehreren kleineren Behältern entscheiden, hast du natürlich immer die Möglichkeit, den Inhalt im Nachhinein zusammen zu schütten. Da auch diese Modelle oft ein Gesamt-Fassvolumen von mindestens einem Liter haben, machst du hier in der Regel keine Abstriche, was die Gesamtmenge betrifft.

Ein weiterer Tipp zum Fassvolumen ist die Verstaubarkeit. Ist es für dich leichter, einzelne Gläschen im Kühlschrank zu verstauen oder hast du auch immer einen kühlen Platz für einen größeren Behälter zur Verfügung? Und nicht zu vergessen: Im Gesamtpaket dagegen sind Geräte mit mehreren Behältern oft etwas sperriger und schwerer als ein einziger (Plastik-)Behälter.

Zubereitungszeit

Beim Thema Zubereitungszeit ist die erste logische Frage natürlich: Wie lange dauert es, bis mein Joghurt fertig ist? Die meisten Hersteller geben hier eine Zeitspanne an, die sich zwischen etwa acht bis zwölf Stunden bewegt. Es kommt natürlich auch immer auf deinen Geschmack und deine Zutaten (zum Beispiel fettarme versus Vollmilch) an, wie lange der Joghurt letztendlich ziehen muss.

Ein absolutes Schnellverfahren gibt es bei der Zubereitung von Joghurt nie, trotzdem brauchen Geräte ohne Strom meist ein paar Stunden länger als elektrische Joghurtmaschinen.

Die viel wichtigere Frage ist aber, ob du die Zubereitungszeit frei wählen (beziehungsweise einstellen) kannst. Denn je nachdem wie lange dein Joghurt zieht, wird er zum Beispiel mehr oder weniger sauer und stichfest. Natürlich solltest du dich zunächst an die Anleitung halten, aber ein bisschen mit der Zubereitungseit zu experimentieren kann bestimmt nicht schaden, um deinen perfekten Geschmack zu treffen.

Je nach Art der Milch, Gerät und Produkt dauert der Reifungsprozess länger oder kürzer. Für die Herstellung von Quark und Frischkäse ist aber meistens mit einem längeren Fermentationsprozess zu rechnen.

Hier daher ein kurzer Überblick der Zubereitungszeiten der einzelnen Produkte, welche du mit einem Joghurtbereiter herstellen kannst:

Produkt Fermentierungszeit Abtropfzeit
Joghurt 5-12h 0h
Quark ca. 14h 4-6h
(Frisch-)käse ca. 14h 12-24h

Da stromlose Joghurtbereiter von vorn herein keine Abstellautomatik besitzen, kannst du die „Ziehzeit“ hier natürlich immer frei wählen.

Bei Geräten mit Strom solltest du darauf achten, ob du die Zubereitungszeit selber einstellen kannst und die Möglichkeit hast, im Nachhinein besipeilsweise noch eine Stunde anzuhängen. Auch wie viele Stunden am Stück du maximal einstellen kannst, ist ein interessanter Faktor.

Stromverbrauch

Die Frage des Stromverbrauchs erübrigt sich bei stromlosen Joghurtbereitern – bis auf die schon erwähnte Erhitzung des Wassers – natürlich. Aber auch elektrische Geräte weisen einen relativ geringen Stromverbrauch auf.

Die Leistung der meisten Modelle bewegt sich zwischen zehn bis 40 Watt. Deshalb sollte der nicht vorhandene Stromverbrauch nicht unbedingt das Hauptargument für einen Joghurtbereiter ohne Strom sein.

Abstellautomatik/Integrierter Timer

Wer schon einmal einen Kuchen im Backofen vergessen hat, weil er „nur kurz einkaufen gehen“ wollte, weiß einen integrierten Timer mit Abstellfunktion sicher zu schätzen. Auch wenn die Brandgefahr bei einem Joghurtbereiter geringer ist – ärgerlich ist es trotzdem, wenn er verdirbt.

Wahrscheinlich hast du auch keine Lust darauf, dir eventuell nachts um zwei Uhr einen Wecker für deinen selbstgemachten Joghurt stellen zu müssen. Das kann dir bei einem elektrischen Joghurt-Maker mit Abstellautomatik nicht passieren. Ein integrierter Timer ermöglicht es dir, die Zubereitungszeit vorher einzustellen, und das Gerät schaltet sich nach Ablauf der Zeit automatisch ab.

Wenn du deinen Tag flexibel gestalten möchtest und nicht ab einem bestimmten Zeitpunkt an zu Hause gebunden sein möchtest, nur um deinen Joghurtbereiter abzustellen, dann sei dir die Timer-Funktion definitv ans Herz gelegt.

Reinigung/Spülmaschinentauglichkeit

Wenn du auch nicht zu der Sorte Mensch gehörst, die putzen beziehungsweise spülen als entspannend empfinden, dann ist das Merkmal „möglichst leicht und schnell zu reinigen“ mit Sicherheit nicht ganz uninteressant für dich. Besonders wenn der Joghurtbereiter regelmäßig zum Einsatz kommt, ist die unkomplizierte Reinigung ein wichtiges Merkmal.

Geräte ohne Strom lassen sich relativ leicht reinigen, da sie in der Regel nur aus zwei großen Behältern bestehen. Elektrische Joghurtbereiter mit mehreren Behältern beanspruchen hier etwas mehr Zeit, allerdings sind die einzelnen Becher meist herausnehmbar und spülmaschinentauglich, so dass auch hier kein allzu großer Aufwand entsteht.

Stromlose Geräte lassen sich also ganz fix auch von Hand reinigen, während einzelne Portionsgläser weniger Platz in der Spülmaschine verschwenden. Wenn du glücklicher Besitzer einer Spülmaschine bist, solltest du in beiden Fällen Angaben zum Material beziehungsweise zur Reinigung beachten – in den meisten Fällen kannst du beide Varianten aber unbesorgt in die Spülmaschine stecken.

Geräte ohne Strom lassen sich relativ leicht reinigen, da sie in der Regel nur aus zwei großen Behältern bestehen. Elektrische Joghurtbereiter mit mehreren Behältern beanspruchen hier etwas mehr Zeit. (Foto: Sambazon / unsplash.com)

Ist die Herstellung weiterer Milchprodukte wie (Frisch-)Käse und Quark möglich?

Was soll dein Gerät sonst noch alles können? Möchtest du lediglich Joghurt zubereiten oder ist es dir wichtig, dass du mit einem Küchengerät mehrere Produkte herstellen kannst – auch um Platz zu sparen.

Unter den vorgestellten Joghurtbereitern auf dieser Seite findest du bereits Produkte, die auch zur Käse- und Weinbereitung und sogar zum Dörren von Obst geeignet sind. Aber woran erkennst du an einem herkömmlichen Joghurtbereiter ohne „2 in 1“-Funktion, dass du auch andere Milchprodukte wie Quark damit herstellen kannst?

Sollte die Frage in der Produktbeschreibung nicht beantwortet sein, schadet es nie, einfach beim Hersteller oder besser noch im Kommentarbereich nachzufragen. Falls dein Online-Shop die Kommentar-Funktion besitzt, hat eventuell auch schon ein anderer Nutzer vor dir die selbe Frage gestellt beziwhungsweise beantwortet.

Verfügbarkeit von Ersatzteilen

Es ist natürlich zunächst einmal wichtig, mit welchen Einzelteilen beziehungsweise welchem Zubehör dein Joghurt-Maker beim ersten Kauf ausgestattet ist. Die meisten Hersteller legen aber im Normalfall viel Wert auf positive Bewertungen.

Bei einem so simplen und verhältnismäßig preisgünstigen Küchengerät wie einem Joghurtbereiter wirst du also nichts kaufen, das ohne weiteres Zubehör (bis auf Milch und Joghurtkulturen natürlich) noch gar nicht verwendbar ist.

Viel wichtiger ist als die Frage nach der Verfügbarkeit von Ersatzteilen. Denn wer kennt es nicht: nur ein einzelnes Teil, zum Beispiel der Lampenschirm, ist kaputt gegangen, aber die Elektrik funktioniert noch.

Jetzt gibt es den Lampenschirm aber nicht einzeln zu kaufen, sondern es muss direkt eine komplett neue Lampe her. Und die Wahrscheinlichkeit, dass mal ein einzelnes Gläschen von deinem Joghurtbereiter zerbricht, dürfte sogar sehr viel größer sein. Deshalb lohnt es sich darauf zu achten, ob du Ersatzteile wie einzelne Joghurtgläser auch separat nachkaufen kannst.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Joghurtbereiter

Wie lange ist selbstgemachter Joghurt haltbar?

Im Kühlschrank hält sich dein Joghurt circa eine Woche. Die Milchsäurebakterien sorgen schon für eine gewisse Haltbarkeit, da du ansonsten aber ohne Zusatz- oder andere künstliche Inhaltsstoffe arbeitest, ist der Joghurt auch nicht „ewig“ haltbar. Es gilt aber wie bei jedem anderen Milchprodukt: einfach anschauen, daran riechen oder im Zweifelsfall eine Messerspitze probieren.

Welche Zutaten kann ich für die Zubereitung von Joghurt verwenden?

Zutaten, die du zur Herstellung von Joghurt benötigst:

  • Milch
  • Joghurtkulturen

Zur Herstellung von hausgemachtem Joghurt benötigst du zunächst einmal Joghurtkulturen – deine sogenannte Starterkultur. Dazu kannst du Naturjoghurt aus dem Kühlregal verwenden oder mit Milchsäurebakterien in Form von Pulver (am besten online oder auch im Reformhaus erhältlich) arbeiten.

Die Verwendung von einfachem Naturjoghurt ist hierbei wohl die günstigere Variante. Für vegane Rezepte dagegen eignen sich nur entsprechende vegane Pulver. Alles was du jetzt noch brauchst, ist Milch.

Je nach Vorliebe, Unverträglichkeiten und Geschmack kannst du sowohl auf ganz normale Kuhmilch als auch auf Alternativen wie Sojamilch, laktosefreie Milch, Mandelmilch, Hafermilch etc. zurückgreifen. Du solltest nur darauf achten, dass Frischmilch vor der Zubereitung einmal auf circa 90 Grad Celsius erhitzt werden muss.

Hast du mit deinem Joghurtbereiter erst einmal einen Joghurt zubereitet, so kannst du ihn dann noch mit etwas frischem Obst verzieren, um beispielsweise deinen Gästen ein ansprechendes und leckeres Dessert anzubieten. (Foto: RitaE / pixabay.com)

Was ist wichtig für die Qualität von selbstgemachtem Joghurt?

Gibst du „Zubereitung von Joghurt“ bei Google oder anderen Online-Suchmaschinen ein, findest du in diversen Rezept-Portalen und Foren oft die Frage nach der Stichfestigkeit von selbst hergestelltem Joghurt. Was muss du also beachten, damit das „Experiment hausgemachter Joghurt“ nicht schiefgeht?

Erledigt der Joghurtbereiter wirklich alles von selbst? Im Grunde ja – du kümmerst dich nur um die nötige Menge an Zutaten und schaltest nur noch an und wartest ab. Bei einer Maschine mit integriertem Timer musst du das Gerät nicht einmal mehr selbst abschalten.

Warum beklagen sich trotzdem manche User darüber, dass ihr Joghurt „nichts geworden“ ist beziehungsweise nicht ihrem Geschmack entspricht? Die Antwort liegt in der Regel in der Zusammenstellung der Zutaten – auch wenn es sich hierbei tatsächlich um nicht mehr als zwei davon, nämlich Milch und Milchsäurebakterien, handelt.

Wer Wert auf eine cremige Konsistenz legt, sollte zum Beispiel auf einen nicht zu geringen Fettanteil der Milch achten. Vielleicht passt zu deinem Geschmack aber auch eine fettärmere Milch besser. Auch die Zubereitungszeit (Dauer des Fermentationsprozesses) kann je nach Art und Sorte der Milch variieren. Generell gilt: Je länger du den Joghurt ziehen lässt, desto stichfester und saurer wird er.

Wie du siehst: Wie bei jedem Produkt kommt es auf den persönlichen Geschmack an. Was für den einen zu fest ist, kann für jemand anderen zu cremig sein. Sollte dir dein erster Versuch tatsächlich nicht schmecken: Mit ein bisschen Geduld und Experimentierfreudigkeit wird es beim nächsten Mal bestimmt besser. Denn, wie schon gesagt, bei nur zwei Grundzutaten wirst du den „Fehler“ mit Sicherheit schnell finden.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.gesundheits-magazin.net/215-joghurtbereiter-mehr-als-nur-eine-nette-spielerei.html

[2] http://www.moms-blog.de/joghurt-einfach-selber-machen/

Bildquelle: unsplash.com / Sambazon

Warum kannst du mir vertrauen?

René Huber
René Huber ist gelernter Koch und arbeitet in einem Betrieb für Gastronomieausstattung. Durch seinen täglichen Kontakt mit verschiedenen Restaurants und Köchen kennt er sich exzellent mit der Branche aus.