Zuletzt aktualisiert: 2. April 2021

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Mittlerweile gehört Gin zu den absoluten Trend-Getränken und mit seinem Mindestalkoholgehalt von 37,5 Prozent eignet er sich hervorragend für Cocktails. Besonders der Longdrink Gin&Tonic erfreut sich großer Beliebtheit. Die beiden Zutaten ergänzen sich optimal!

Kaum eine Spirituose ist so vielfältig wie Gin. Natürlich gibt es große Unterschiede in der Qualität. Das Destillationsverfahren in der Herstellung und die verwendeten Gewürze, Aromen und Kräuter, genannt Botanicals, sind dafür ausschlaggebend. Um dir den Kauf des richtigen Gins zu erleichtern haben wir die wichtigsten Infos zusammengefasst.




Das Wichtigste in Kürze

  • Die Basisnote bei einem Gin ist das Wachholderaroma. Dennoch gibt es mittlerweile viele Sorten, bei denen diese nur eine untergeordnete Rolle spielt und extravagante Aromen im Vordergrund stehen.
  • Aufgrund der Vielfältigkeit der Aromen gibt es nicht den besten Gin für alle. Es gibt allerdings den richtigen Gin für jeden, je nach persönlichen Geschmack und Vorlieben.
  • Um die Bezeichnung Gin tragen zu können muss Wacholder im Geschmacksprofil enthalten sein und ein Mindestalkoholgehalt von 37,5 Prozent vorliegen.

Gin im Vergleich: Bewertungen und Empfehlungen

Im folgenden Teil wollen wir dir aus den unterschiedlichen Geschmackskategorien unseren Favoriten vorstellen. Ob Gin als Basis für Cocktails, im klassischen Gin&Tonic oder pur, bei der Auswahl des Gins sollte man auf seine Eigenschaften achten. Diese haben wir bei jedem Produkt in den jeweiligen Kategorien für dich angeführt.

Der beste Gin mit typischem Wacholderaroma

Der Tanqueray London Dry Gin ist gekennzeichnet durch seine perfekt ausbalancierten Wacholder-, Koriander-, Angelika- und Süßholzaromen. Trotz des hohen Alkoholgehalts von 47,3 % Vol. steht der typische Wacholdergeschmack ganz klar im Vordergrund. Mit dem Tanqueray London Dry Gin lassen sich sowohl klassische Gin&Tonics mixen, als auch etwas fruchtigere oder exotischere Longdrinks.

Besonders gut eignet er sich für die unterschiedlichsten Cocktails. Dieser Gin ist wirklich ein Allrounder für Drinks auf Gin Basis. Egal ob ein klassischer Dry Martini, ein Gimlet oder ein Negroni. Wer die verschiedensten Cocktails ausprobieren möchte, kann immer auf den Tanqueray London Dry Gin zurückgreifen.

Bewertung der Redaktion: Der Tanqueray London Dry Gin ist ein einfacher, klassischer Gin der besonders gut als Grundlage für Cocktails geeignet ist. Sogar die Form der Flasche erinnert an einen Cocktailshaker. Mit seiner Wacholdernote eignet er sich ideal als Basis für die verschiedensten Drinks.

Der beste pfeffrige Gin


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Der Bombay Sapphire Gin ist ein echter London Dry Gin. Die Zugabe der zehn Botanicals erfolgt ausschließlich während der schonenden Dampfinfusion. Neben Wacholder werden unter anderem Mandel, Süßholz, Koriander, Zitrone und Kubeben-Pfeffer verwendet. Besonders ins Auge sticht natürlich die saphirblaue Flasche, die in den Bars zu einer Grundausstattung zählt.

Mit seinem sanften, ausbalancierten Geschmack eignet er sich besonders gut für Gin&Tonic. Hier bringen vor allem neutrale Tonics den ursprünglichen Geschmack sehr gut zur Geltung. Wer es etwas fruchtiger mag, kann ihn auch mit einem floralen Tonic kombinieren, das die Bitternoten übertönt und in den Vordergrund tritt.

Bewertung der Redaktion: Der Bombay Sapphire Gin zählt zu einem der milderen London Dry Gin. Dominante Wacholdernoten sind bei ihm nicht zu erwarten. Durch seinen weichen Geschmack spricht er eine breite Zielgruppe an und ist definitiv für Gin&Tonic Liebhaber geeignet.

Der beste Gin mit Kräuternoten

Der Gin Mare aus Spanien verbindet mediterrane Aromen mit dem klassischen Gin. Die vier vorherrschenden Botanicals stammen aus dem Mittelmeerraum: spanische Arbequina-Oliven, griechischer Rosmarin, italienisches Basilikum und türkischer Thymian. Besonders aufwendig ist die Herstellung dieses Gins. Vor der gesamten Destillation wird jedes Botanical einzeln gebrannt. Die Mazeration der einzelnen Gewürze ist mit ungefähr 36 Stunden auch besonders lang.

Sehr komplex im Geschmack ist dieser Gin nicht. Aufgrund seiner Rosmarin und Thymian Aromen eignet er sich hervorragend für Gin&Tonic. Hier unterstreichen klassische Tonics die Aromen dieses einzigartigen Gins und wer sich gerne überraschen lässt kombiniert den Gin Mare mit floralen Tonics.

Bewertung der Redaktion: Dieser Gin ist mit seinen feinen mediterranen Aromen etwas Besonderes und erinnert an Sommerurlaub im Mittelmeerraum. Er ist vor allem kein „klassischer“ Gin, sondern hebt sich mit seinen Thymian- und Rosmarinnoten von anderen Gins ab.

Der beste Gin mit Zitrusnoten

Beim Monkey 47 Schwarzwald Dry Gin ist der Name Programm. Dieser Gin wird nämlich mit 47 verschiedenen pflanzlichen Botanicals destilliert und hat einen Alkoholgehalt von 47 % Vol. Die 47 Botanicals kommen zu einem Drittel aus dem Schwarzwald und sind von hoher Qualität. Die braune Apothekerflasche ist nicht nur optisch ansprechend, sondern schützt durch das getönte Glas die Aromen vor UV-Strahlung.

Dieser Gin ist komplex und vielfältig. Die klaren Wacholder- und Beerennoten harmonieren perfekt mit den frischen Zitrusaromen, die von dezenten Pfeffernoten unterstrichen werden. Aufgrund seiner Komplexität ist dieser Gin besonders für den puren Genuss hervorragend geeignet.

Bewertung der Redaktion: Seine Komplexität macht das Trinkerlebnis unglaublich spannend. Die vielschichtigen Geschmacksebenen werden von dem hohen Alkoholgehalt geradezu getragen und das aufwendige Herstellungsverfahren zeigt sich deutlich in der Hochwertigkeit diese Gins.

Der beste fruchtig, florale Gin


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Der Illusionist Dry Gin hat eine ganz besondere Eigenschaft: durch Kombination mit einem hochwertigen Tonic wird der tiefblaue Gin zu einem rosa Gin&Tonic. Das Geheimnis liegt in der Blauen Klitorie. Sie beschert dem Gin nicht nur seine besondere Farbe und verleiht ihm eine sanfte nussige Note, sondern sie ist auch der Grund für den Farbwechsel. Diese Blume verändert nämlich ihre Farbe, wenn sie mit Säure in Berührung kommt.

Alle sechzehn Botanicals haben zertifizierte Bio Qualität und ergeben einen floralen und fruchtigen Gin. Neben dem typischen Wacholderaroma machen Rosmarin-, Kardamom- und Süßholznoten, sowie Aromen der Muskatblüte, Zitrusfrucht und Zitronengras diesen Gin einzigartig.

Bewertung der Redaktion: Der Illusionist Dry Gin überzeugt nicht nur durch seinen nahezu magischen Farbwechsel. Auch das ausbalancierte Geschmacksprofil macht diesen Gin zu einem außergewöhnlichen Qualitätsprodukt.

Der beste extravagante Gin

Auf der Rückseite des Hendrick’s Gin Flasche ist der Slogan „it’s not for everyone“ zu lesen. Die primären und ungewöhnlichen Botanicals dieses New Western Dry Gins sind Rose und Salatgurke und die Wacholdernote rückt stark in den Hintergrund. Hendrick’s Gin kommt aus Schottland und wird seit 1999 hauptsächlich von Hand hergestellt.

Die dunkle Flasche mit dem eingravierten Markenname erinnert an das ursprünglich medizinische Anwendungsgebiet des Gins. Vielen Cocktails gibt der Hendrick’s Gin das gewisse Etwas aber auch im klassischen Gin&Tonic macht er eine gute Figur. Am besten mit einer Scheibe Gurke serviert, kommen die Rosen- und Gurkenaromen besonders gut zur Geltung.

Bewertung der Redaktion: Dieser Gin ist definitiv nicht für jedermann mit seinem sehr dezenten Wacholderaroma. Durch die starken Rosenessenzen ist er leicht süßlich und floral im Geschmack. Dennoch ein sehr milder Gin mit sehr zurückhaltenden Pfefferaromen.

Kauf- und Bewertungskriterien für Gin

Das Angebot an Gin ist unendlich aber mit unseren Entscheidungskriterien findest du genau den richtigen für dich und deine Bedürfnisse:

Im Folgenden erklären wir dir, worauf es bei den Kriterien ankommt.

Geschmack

Neben dem typischen Geschmack nach Wacholderbeere gibt es eine Reihe von weiteren Geschmackskategorien auf die du beim Kauf achten solltest. Für Gins mit starker Frucht- und Zitrusnote werden etwa Zitronenschalen oder Bergamotte als Botanicals verwendet. In die Kategorie der pfeffrigen Gins fallen jene Destillate, in denen sich auch im Endprodukt noch Pfeffernoten wie Koriander, Engelwurz, Muskatnuss oder Kubebenpfeffer finden lassen. Für florale Gins werden häufig Lavendel, Rose oder Holunder als geschmacksgebende Komponente verwendet.

In der Kategorie der außergewöhnlichen Gins sind den verwendeten Botanicals keine Grenzen gesetzt. Hier ist neben Safran-, Ameisen- oder Tonkabohnenaromen alles erlaubt. Wieder etwas klassischer wird es bei kräuterbetonten Gins. Neben mediterranen Kräutern wie Rosmarin oder Thymian kommen auch heimische wie Engel- oder Bärwurz zum Einsatz.

Sorte

Bei deinem Kauf solltest du auch auf die Sorte des Gins achten, da jede Kategorie ihr eigenes Profil hat. Neben dem klassischen Dry Gin (wachholderbetont, trocken) gibt es noch den London Dry Gin, der sich durch einen wacholderbetonten und würzigen Geschmack auszeichnet. Der ursprungsgeschützte Plymouth Gin ist vollmundig, fruchtig-süß und hat eine dezente Wacholdernote.

Bei den New Western Dry Gins handelt es sich um vielfältige Ginkreationen, bei der Wacholder zwar die Basis darstellt, aber nicht die Hauptrolle spielt. Sehr intensiv und kräftig sind Navy Strength Gins mit einem Mindestalkoholgehalt von 57 % .
Der mit Zucker versetzte Old Tom Gin schmeckt leicht süßlich und punktet mit seinem vollen Körper. Zucker und Schlehdornbeere eingelegt in destillierten Gin ergibt den Sloe-Gin, der eigentlich in die Kategorie der Liköre fällt und sich durch seine rote Farbe auszeichnet.

Trinkempfehlung

Gin kann sowohl in Cocktails als auch pur auf Eis genossen werden. Nahezu jeder Gin eignet sich für Cocktails, besonders jene Rezepte die für eine bestimmte Sorte kreiert wurden. Wie zum Beispiel der Tom Collins für Old Tom Gin oder Sloe Gin Fizz.

Alkoholgehalt

Um als Gin zu gelten muss ein Mindestalkoholgehalt von 37,5 % erreicht sein. Allerdings ist Gin auch mit einem Alkoholgehalt von 66 % erhältlich.

Preis-Leistungs-Verhältnis

Für guten Gin musst du nicht unbedingt tief in die Tasche greifen. Manchmal steht hinter einem teuren Gin nur der Markenname, aber auch die verwendeten Botanicals beeinflussen den Preis stark.

Ratgeber: Häufig gestellte Fragen zum Thema Gin ausführlich beantwortet

Gin ist in den letzten Jahren zu einer absoluten Trend-Spirituose geworden. Hier haben wir dir oft gestellte Fragen rund um das Thema Gin kompakt zusammengefasst.

Was ist Gin?

Als Gin versteht sich ein farbloser Wacholderschnaps mit einem Mindestalkoholgehalt von 37,5 %. Neben der Basis aus Wacholder geben verschiedenste Botanicals dem Gin seinen Geschmack.

Gin&Tonic im bauchigen Glas mit Hibiskus und Zitronenstücken als Garnitur

Egal ob klassisches Wacholderaroma oder außergewöhnliche Safrannoten, kaum eine Spirituose ist so vielseitig wie Gin. Außergewöhnliche Ganituren wie Hibiskus oder Rosmarin bereichern das Trinkerlebnis außerdem enorm. (Bildquelle: Peter Fazekas / Pexels)

Wie wird Gin hergestellt?

Bei der Gin-Herstellung wird Neutralalkohol mit Botanicals angereichert. Nach der Produktion des Neutralalkohols gibt es drei mögliche Verfahren zur Gin Herstellung: Mazeration, Digestion, Perkulation. Diese können einzeln, nacheinander oder gleichzeitig durchgeführt werden.

Die Mazeration wird auch als Kaltauszug bezeichnet. Hier werden die Botanicals im Neutralalkohol eingeweicht bis sie ihre charakteristischen Aromen abgegeben haben. Die Herstellung ist sehr einfach, allerdings ist der Gin qualitativ auch minderwertiger.

Die Digestion ist der sogenannte Heißauszug. Hier werden die Botanicals mit dem Neutralalkohol bei 70 Grad Celsius gekocht, damit sie ihre Aromen abgeben.

Die Perkulation ist das anerkannte und originale Verfahren der Destillierung und ist eine sogenannte Mehrfacharomatisierung. Hierbei wird verdampfter oder erhitzter, flüssiger Alkohol durch Siebe geleitet, in denen sich die charakteristischen Botanicals befinden. Dieses Verfahren ermöglicht eine sanfte Entwicklung des Geschmacks, ist allerdings auch das teuerste.

Wie trinkt man Gin?

Wird Gin pur genossen, dann sollte er in einem Nosing-Glas serviert werden damit sich die Botanicals und das Geschmacksprofil optimal entfalten können. Üblicherweise wird Gin als Cocktail oder als Longdrink wie dem klassischen Gin&Tonic getrunken. Cocktail-Klassiker mit Gin sind zum Beispiel Dry Martini, Gin Sour, Gin Fizz, Gimlet oder Negroni.

Welcher Tonic für Gin&Tonic?

Auf die Frage gibt es keine einzig richtige Antwort, wir geben dir aber ein paar Tipps für die optimale Kombination an die Hand. Auch bei Tonic gibt es verschiedene Geschmackskategorien: bitter, fruchtig-süß, floral, zitronig-frisch, würzig-herb und aromatisierte Tonics mit Gurke, Holunderblüte oder Hibiskus. Hochwertige Tonics sind durch eine durchgängige Kohlensäure gekennzeichnet.

Greife bei Gins mit starkem Wacholderaroma auf trockenes und bitter-herbes Tonic zurück. Vielseitige Gins mit einer breiten Palette an Aroma werden am besten mit zurückhaltendem Tonic getrunken. New Western Gins schmecken am besten mit simplen Tonics, die einen ähnlichen Geschmack haben.

Was kostet ein Gin?

Besonders stark beeinflussen der Markenname und die Botanicals den Preis. Charakteristisch wacholderlastige Gins sind daher günstiger, als Gins mit außergewöhnlichen Botanicals wie etwa Safran. Beim Preisvergleich ist auf die Abfüllmenge zu achten, die je nach Preisklasse 0,7 oder 0,5 Liter beträgt.

Preisklasse Erhältliche Produkte
Niedrigpreisig 5 – 15 € klassische Wacholderaromen, einfaches Herstellungsverfahren
Mittelpreisig 20 – 30 € klassische Botanicals hoher Qualität, Mehrfacharomatisierung
Hochpreisig ab 35 € Gin mit hochwertigen Botanicals, höherer Alkoholgehalt

Guter Gin muss keinesfalls teuer sein. Allerdings hat das jeweilige Destillationsverfahren großen Einfluss auf den Geschmack und die Aromen. In den mittleren und hohen Preisklassen wird oft auf hochwertigere Verfahren zurückgegriffen.

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Fazit

Die Welt des Gins ist enorm vielfältig im Geschmack aber auch in der Qualität. Als absoluter Neuling eignet sich am besten ein Einstieg mit einem klassischen, wacholderbetonten Gin. Beim Kauf sollte aber unbedingt auf die Qualität geachtet werden, damit das Trinkvergnügen auch bestehen bleibt. Gins die durch günstige Destillationsverfahren hergestellt werden, sind sehr schwach in ihren Aromen das oft dem zu dominanten Alkoholgeschmack nicht standhält.

Für Experimentierfreudige ist Gin genau die richtige Spirituose. Egal ob pur oder in einem Cocktail, wer es schätzt neue, komplexe Kreationen und Geschmacksebenen zu entdecken ist bei Gin genau richtig.

(Titelbild: Louis Hansel / unsplash)

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